Spielbericht 19/20 Testspiel: Waldhof Mannheim - SSV Ulm 1846

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SV Waldhof Mannheim 07 1:2 (0:0) SSV Ulm 1846
SV Waldhof Mannheim.png Testspiel
Samstag, 13. Juli 2019, 14 Uhr MESZ, Seppl-Herberger-Sportanlage

Endstand 1:2

Zuschauer: 570
Schiedsrichter: Reitermayer (Karlsruhe), Assistenten: Heiker (Kürnbach), Zanke (Ötisheim)

SSV Ulm 1846.png
Startelf:

Scholz – Marx, Conrad (C)Kapitän der Mannschaft, Schultz, Weik – Diring, Schuster – Deville, G.Korte, Sulejmani – Koffi – Trainer: Bernhard Trares

Einwechslungen:

Scored after 62 minutes 62' Ferati für Koffi
Scored after 62 minutes 62' Franzin für Weik
Scored after 80 minutes 80' Hocker für G.Korte

Reserve: Varvodic, Königsmann (beide Tor), Seegert, Flick, Loviso

Es fehlten: R.Korte (Meniskus-OP), Weißenfels (Bänderriss im Sprunggelenk), Just (Kreuzbandriss im rechten Knie), Bouziane (Rekonvaleszent nach Leistenhernie mit ausgerissener Adduktorensehne am Schambein), Gouaida (Muskelfaserriss), Celik (Kniereizung), Hofrath (Rückenprobleme), Schwarz (grippaler Infekt), dos Santos (Bänderdehnung im Sprunggelenk), Sprecakovic (nicht berücksichtigt)

Startelf 1.Halbzeit:

Hundertmark – Schindele, Krebs (C)Kapitän der Mannschaft, Geyer, Stoll, Abruscia, Jann, Sapina, Higl, Hoffmann, Gutjahr

Startelf 2.Halbzeit:

Ortag – Reichert, Gashi, Morina, Braig, Lämmel, Schmidts, Rinaldi, Lux, Heilig, Coban – Trainer: Holger Bachthaler

Reserve: keine

Scored after 69 minutes 69' 1:1 Deville

Yellow card.png Deville

Scored after 63 minutes 63' 0:1 Coban (Handelfmeter Franzin)
Scored after 72 minutes 72' 1:2 Morina

Yellow card.png Higl

Bericht:


SV Waldhof verpatzt Generalprobe

Am Donnerstag ein blamables 0:2 beim Verbandsligisten VfB Gartenstadt, am Samstagnachmittag 1:2 gegen Regionalligist SSV UIm – eine Woche vor dem Start in das Abenteuer 3. Liga ist der Motor beim SV Waldhof gehörig ins Stottern geraten. Die Niederlage gegen die Schwaben im Seppl-Herberger-Stadion besiegelten Treffer von Burak Coban (63., Handelfmeter) und Ardian Morina (72.), den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Maurice Deville (69.). Trainer Bernhard Trares zog dennoch ein differenziertes Fazit des letzten Härtetests, bevor es am nächsten Sonntag (13 Uhr) in Chemnitz ernst wird. „In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt und mussten 3:0 oder 4:0 führen. Im zweiten Durchgang hatte Ulm frische Leute auf dem Platz. Hintenraus hat man schon gesehen, dass bei uns die Spritzigkeit und der Dampf gefehlt hat“, sagte der 53-Jährige.

Im Schlussspurt der vierwöchigen Vorbereitung präsentierte sich der SV Waldhof am Alsenweg mit einem ausgedünnten Aufgebot. Die beiden etatmäßigen Linksverteidiger Marcel Hofrath (Rücken) und Mete Celik (Kniereizung) fielen mit kleineren Blessuren aus, der junge Jonas Weik (19) stopfte die Lücke. Auch [[[Marcel Seegert]] (Kniedehnung), Benedict dos Santos (Bänderdehnung im Sprunggelenk) und Silas Schwarz (grippaler Infekt) fehlten – sie sollen aber genau wie Mohamed Gouaida (nach Muskelfaserriss) in der kommenden Trainingswoche wieder zurückkehren. Valmir Sulejmani wich erneut auf den linken Flügel aus, zentral stürmte stattdessen Kevin Koffi.

Für die Generalprobe für die nahende Drittliga-Saison hatte sich der SVW einen unangenehmen Gegner ausgewählt. Die körperlich robusten Ulmer, die in der Regionalliga-Meistersaison schon mit 1:0 im Carl-Benz-Stadion gewonnen hatten, hielten in der ersten Hälfte gut dagegen und hatten durch Michael Schindeles Drehschuss die erste Chance der Begegnung (5.). Doch nach und nach bekam der Waldhof ein leichtes Übergewicht, vor allem der überzeugende Neuzugang Jan-Hendrik Marx brach im ersten Durchgang mehrere Male auf der rechten Außenbahn durch. Nach Gianluca Kortes Dribbling zielte Valmir Sulejmani knapp vorbei (8.), der Ulmer Lukas Hoffmann bereinigte mit einer sehenswerten Rettungsaktion die scharfe Hereingabe von Marx (16.). Beim nächsten Zuspiel des ehemaligen Offenbachers trat Sulejmani in Mittelstürmer-Position über den Ball (31.).

Obwohl die Ulmer zur Pause komplett durchwechselten, konnte sich der SVW danach nicht mehr richtig durchspielen. Stattdessen hatten die Schwaben nach einem Konter durch David Braig die große Chance zur Führung, die Waldhof-Schlussmann Markus Scholz stark parierte (59.). Der kurz zuvor für Weik als Linksverteidiger eingewechselte Dennis Franzin verursachte dann einen Handelfmeter, den Burak Coban zum 0:1 nutzte (63.). Seinen Fehler machte der Ur-Waldhöfer kurz danach mit einer scharfen Hereingabe wieder gut, die über Umwege Maurice Deville vor die Füße fiel – das 1:1 (69.). Doch der Ausgleich brachte keine Souveränität ins Waldhof-Spiel: Nach einer Unaufmerksamkeit auf der linken Abwehrseite köpfte der Ulmer Ardian Morina fast postwendend zum 1:2 ein (72.). Einige Hobby-Trainer auf der Tribüne machten ihrem Unmut über die maue Waldhof-Vorstellung lautstark Luft – was einen scharfen Blick von Trares Richtung Publikum zur Folge hatte. Aber es half nichts, die Ulmer wirkten immer noch zielstrebiger, dem Drittliga-Aufsteiger fiel zu wenig ein. Der eingewechselte Arianit Ferati vergab die letzte Gelegenheit zum 2:2 (90.).

Nicht besonders glücklich ist die Waldhof-Anhängerschaft auch mit den Ansetzungen der ersten zehn Spieltage in der 3. Liga. „Die ersten fünf Auswärtsspiele sind terminiert. Keines samstags. Eins Montag, eins Mittwoch. Das muss dieser Profifußball sein, von dem so viele reden“, schreibt der Fanclub „Doppelpass“ in den sozialen Netzwerken. Nur die beiden Heimspiele gegen Meppen (27. Juli) und Würzburg (14. September) bestreitet der Aufsteiger am beliebtesten Fußball-Tag Samstag. Durch die Terminierungen der Auswärtsreisen nach Chemnitz und Jena (jeweils sonntags), nach Magdeburg (an einem Mittwochabend) sowie nach Düsseldorf gegen Uerdingen (an einem Montagabend) werden wohl etliche Waldhof-Fans davon abgehalten, ihr Team vor Ort zu unterstützen – zumal alle Partien auch live im Fernsehen zu sehen sind (Streamingangebot MagentaSport der Telekom).

Alles andere als reibungslos verlief unterdessen der Vorverkauf für Dauerkarteninhaber und Mitglieder für den Pokal-Hit gegen Bundesligist Eintracht Frankfurt am 12. August. An der Geschäftsstelle am Alsenweg bildeten sich lange Schlangen, einige SVW-Fans mussten über vier Stunden lang warten, bis sie ihre Karten in den Händen hielten. Wer sein Glück über den Online-Ticketshop versuchte, landete zwischenzeitlich auf dem Portal von Zweitligist SV Darmstadt 98. Der freie Vorverkauf für das voraussichtlich ausverkaufte Duell im Carl-Benz-Stadion (allein bei der Eintracht gingen 16.000 Ticketanfragen ein!) startet am Donnerstag, 18. Juli, an allen bekannten Waldhof-Vorverkaufsstellen – dann mit hoffentlich weniger Schwierigkeiten.


Quelle: Mannheimer Morgen – 13.07.19