Carl-Benz-Stadion
| Carl-Benz-Stadion | |
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| Daten | |
| Ort | Theodor-Heuss-Anlage 20 |
| Eigentümer | Stadt Mannheim |
| Baubeginn | 8. Juli 1992 |
| Eröffnung | 25. Februar 1994 |
| Erstes Spiel | 25. Februar 1994 SV Waldhof Mannheim – Hertha BSC 2:2 |
| Oberfläche | Naturrasen |
| Architekt | Folker Fiebiger |
| Kapazität | 24.302 Zuschauer 13.579 Sitzplätze 10.723 Stehplätze |
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Das Carl-Benz-Stadion ist ein Fußballstadion im Mannheimer Stadtteil Oststadt und die heutige Heimspielstätte des SV Waldhof Mannheim. Das Stadion verfügt über ein Fassungsvermögen von rund 24.300 Zuschauern (13.579 Sitz- und 10.723 Stehplätze). Aufgrund von Sichtbehinderungen sind rund 1.400 Sitzplätze gesperrt.
Inhaltsverzeichnis
Stadion
Das 1994 eröffnete Stadion ist teilüberdacht und verfügt über moderne Flutlichtanlagen. Eine Rasenheizung wurde erst im Zuge späterer Modernisierungen ergänzt. Das Carl-Benz-Stadion liegt in unmittelbarer Nähe zum Rhein-Neckar-Stadion des Lokalrivalen VfR Mannheim. Errichtet wurde es nach den Plänen der Fiebiger GmbH Architekten + Ingenieure unter Leitung von Folker Fiebiger.
Namensgeber
Namensgeber des Stadions ist Carl Benz, der in Mannheim das Automobil erfand. Im Rahmen der Namensgebung unterstützte die Daimler-Benz AG das Projekt finanziell, unter anderem durch die Finanzierung einer Anzeigetafel. Die Namensrechte wurden dauerhaft vergeben und können nicht weiterveräußert werden.
Geschichte
Vorgängerstadion
Am Standort des heutigen Stadions wurde bereits 1927 das Stadion Mannheim errichtet. Es verfügte über eine Leichtathletikanlage und bot rund 35.000 Zuschauern Platz. 1929 fand dort ein Länderspiel zwischen Deutschland und der Schweiz statt. Die vorhandene 500-Meter-Aschenbahn entsprach jedoch nicht den offiziellen Vorgaben, sodass Rekorde nicht anerkannt wurden. 1959 wurde eine neue Tribüne errichtet, bevor das Stadion 1963 in Rhein-Neckar-Stadion umbenannt wurde.
1971 entstand in unmittelbarer Nachbarschaft ein reines Fußballstadion, ebenfalls unter dem Namen Rhein-Neckar-Stadion, das fortan vom VfR Mannheim genutzt wurde.[1]
Neubau des Carl-Benz-Stadions
Bereits ab 1979 gab es Überlegungen, ein modernes Fußballstadion in Mannheim zu errichten. Nach mehreren Planungsphasen und rechtlichen Auseinandersetzungen begann im Juli 1992 der Abriss des alten Rhein-Neckar-Stadions. Ende 1993 beschloss der Gemeinderat, das neue Stadion nach Carl Benz zu benennen. [2]
Die offizielle Eröffnung erfolgte am 25. Februar 1994 mit dem Zweitligaspiel zwischen dem SV Waldhof Mannheim und Hertha BSC (2:2).
Nutzung und Entwicklung
Aufgrund von Anwohnerregelungen dürfen im Stadion jährlich nur 27 Großveranstaltungen stattfinden. Damit kann es im Regelfall nur von einem Verein pro Saison genutzt werden. Die Stadt Mannheim legte fest, dass das Stadion stets dem ranghöchsten Mannheimer Fußballverein zur Verfügung steht.
Spiele in europäischen Vereinswettbewerben sind nicht von dieser Begrenzung betroffen. Diese Sonderregelung wurde im Jahre 2001 mit den Anwohnern vereinbart, als der SV Waldhof Chancen hatte, in die Bundesliga aufzusteigen.
Sportliche Großereignisse
Außerdem fanden im Carl-Benz-Stadion zwei Länderspiele der Herren statt, 1996 spielte die deutsche Nationalmannschaft gegen Liechtenstein und 1998 gegen Luxemburg. Ebenfalls 1996 fand dort das DFB-Supercup-Endspiel statt (Borussia Dortmund – 1. FC Kaiserslautern 4:3 i. E. (1:1 n. V.)) sowie das DFB-Ligapokal-Endspiel 2001 (Hertha BSC – FC Schalke 04 4:1). Während der U-21-Fußball-Europameisterschaft 2004 wurden drei Vorrundenspiele im Mannheimer Stadion ausgerichtet.
Dreimal fanden im Carl-Benz-Stadion Länderspiele der deutschen Frauennationalmannschaft statt, 2009 gegen Japan, 2012 gegen Spanien und 2014 gegen Slowenien.
Nutzung durch andere Vereine
Im Jahr 2008 nutzte die TSG 1899 Hoffenheim das Stadion für neun Bundesligaspiele. Um die Bundesliga-Auflagen der Deutschen Fußball Liga zu erfüllen, wurde zuvor eine 400.000 Euro teure Videowand installiert und weitere 600.000 Euro in die bauliche Ertüchtigung, Medienarbeitsplätze und Sicherheitseinrichtungen investiert. Die Kosten übernahm als Stadioneigentümerin die Stadt Mannheim im Vorgriff auf einen Sponsor-Vertrag mit der Daimler AG.[3]
Zuschauerrekorde
Am 11. Juni 2011 besuchten am 38. und letzten Spieltag der Oberliga Baden-Württemberg 18.313 Zuschauer das Spiel des SV Waldhof Mannheim gegen den FV Illertissen. Dies bedeutete Zuschauerrekord bei einem Spiel der 5. Liga. Mit einem 6:0-Sieg stieg der Waldhof in die Fußball-Regionalliga Süd auf. Mit einer offiziellen Zuschauerzahl von 14.413 Besuchern im Spiel des SV Waldhof Mannheim gegen Wormatia Worms wurde am 20. April 2019 im Carl-Benz-Stadion der Zuschauerrekord bei einem regulären Spiel in der Regionalliga Südwest gebrochen, welcher wenige Wochen vorher am 9. März 2019, beim Spiel SV Waldhof Mannheim gegen den 1. FC Saarbrücken, mit einer Zuschauerzahl von 14.326, aufgestellt wurde.
Modernisierung und Zukunft
Nach dem Aufstieg des SV Waldhof Mannheim in die 3. Liga (2019) wurden umfangreiche Modernisierungen durchgeführt:
- neue Videoüberwachung
- neue Rasenfläche inklusive Rasenheizung
- modernisierte Flutlichtanlage
Mitte Februar 2022 wurde bekannt, dass Bernd Beetz bereit wäre, als Ersatz für das in die Jahre gekommene Stadion, den Bau eines neuen 60 Millionen Euro teuren Stadions an einem anderen Standort zu finanzieren. Im April 2023 sprach sich der Hauptausschuss der Stadt Mannheim gegen Neubaupläne aus. Stattdessen soll das Carl-Benz-Stadion ertüchtigt werden. Für die 3. Liga müssten dafür rund 22 Millionen Euro investiert werden, bei einem Aufstieg sogar rund 49 Millionen Euro. Im November 2023 teilte die Stadt nun mit, dass Ende 2024 eine endgültige Entscheidung gefunden werden soll, ob es einen Stadionneubau oder eine Sanierung gibt. Der neue Oberbürgermeister Specht zeigte sich offen gegenüber einem Neubau. Der Stadiontechniker Andreas Mrusek sieht vor allem in der Stromversorgung Handlungsbedarf. Durch den neuen VIP-Tower, die neue Geschäftsstelle oder die elektronische Bandenwerbung habe sich der Strombedarf seit Stadioneröffnung verdoppelt. Teilweise müssen deshalb bei Heimspielen kostenpflichtige Zusatzaggregatoren angemietet werden.
Bereits im Jahr 2022 hatte der Gem,einderat 7 Millionen Euro bewilligt, von denen 3 Millionen in die Erneuerung der flutlichtanlage investiert wurden, die vor der Saison 2025/2026 abgeschlossen wurde. Außerdem wird die Elektroplanung für das Sradion im August europaweit ausgeschrieben. "Ganz oben auf der Liste steht vor allem die marode Lautsprecheranlage" konkretisiert Projektleiterin Christina Leopold.[4]
Parallel dazu wurden bereits erste Maßnahmen umgesetzt, darunter die Erneuerung der Flutlichtanlage sowie Planungen zur Modernisierung der Energieversorgung und Lautsprechertechnik.
Besonderes
Am 20. Oktober 2009 fand im Carl-Benz-Stadion das Benefizspiel „Klitschko meets Becker“ zugunsten der Laureus-Stiftung statt.
Die Chronik, Erfolge und Statistiken
Galerie
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ Werner Skrentny (Hrsg.): Das große Buch der deutschen Fußballstadien, Göttingen 2001.
- ↑ MARCHIVUM: Chronikstar. 1993-11-23
- ↑ 29.05.2008 – Mannheim – Carl-Benz-Stadion wird bundesligatauglich. In: stadionwelt.de
- ↑ Stadionfrage in Mannheim: Es läuft wohl auf Sanierung hinaus mannheimer-morgen.de vom 1.8.2025, abgerufen am 1. August 2025
Weblinks
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Auestadion (KSV Hessen Kassel) | Carl-Benz-Stadion (SV Waldhof Mannheim) | comtech Arena (SG Sonnenhof Großaspach) | Dietmar-Hopp-Stadion (TSG 1899 Hoffenheim II) | Easycredit-Stadion (1. FC Nürnberg II) | Frankfurter Volksbank Stadion (Eintracht Frankfurt II/ FSV Frankfurt II) | Gazi-Stadion auf der Waldau (Stuttgarter Kickers) | Geberit-Arena (SC Pfullendorf) | Memminger Arena (FC Memmingen) | Möslestadion (SC Freiburg II) | Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße (FC Bayern München II/ TSV 1860 München II) | Städtisches Stadion am Prischoß (FC Bayern Alzenau) | Trolli Arena (SpVgg Greuther Fürth II) | Tuja-Stadion (FC Ingolstadt 04 II) | Wildparkstadion (Karlsruher SC II) | Wormatia-Stadion (Wormatia Worms) |
Koordinaten: 49°28′ 46" N 8°30′08" O























