Stadion am Alsenweg
| Seppl-Herberger-Stadion | |
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| Das Seppl-Herberger-Stadion | |
| Frühere Namen | |
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Stadion am Alsenweg (1924–1996) | |
| Daten | |
| Ort | Alsenweg |
| Eröffnung | 1924 |
| Renovierungen | 1983 |
| Oberfläche | Naturrasen |
| Kapazität | 15.200 Plätze |
| Verein(e) | |
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SV Waldhof Mannheim (aktuell: 2. Mannschaft und Jugend) | |
| Veranstaltungen | |
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Inhaltsverzeichnis
Stadion am Alsenweg
Das Stadion am Alsenweg (offiziell Seppl-Herberger-Stadion) befindet sich im Mannheimer Stadtteil Waldhof und war die dritte feste Spielstätte des SV Waldhof. Von Dezember 1924 bis Ende November 1993 – mit Ausnahme der Jahre 1983 bis 1989 – trug der SV Waldhof Mannheim 07 hier den Großteil seiner Heimspiele aus. Das Stadion ist Bestandteil der Seppl-Herberger-Sportanlage, die 1996 – gemeinsam mit dem Stadion – nach dem ehemaligen Waldhofspieler und deutschen Traineridol Sepp Herberger benannt wurde. Die Anlage stellt bis heute das zentrale Vereinsgelände des SV Waldhof dar.
Geschichte
Im Jahr 1924 stellte die Stadt Mannheim dem SV Waldhof ein ehemaliges Militärgelände zur Verfügung, das ursprünglich als „Platz an den Schießständen“ bekannt war. Zunächst wurde dort – wie bereits auf den vorherigen Spielstätten – auf Sand gespielt.
Die offizielle Einweihung erfolgte mit einer 0:1-Niederlage gegen den FC Phönix Ludwigshafen. Auch das darauffolgende Spiel gegen den VfR Mannheim ging mit 0:2 verloren. Trotz dieses sportlich schwierigen Starts entwickelte sich der Platz schnell zu einer erfolgreichen Heimstätte: Insgesamt konnten hier zwölf Meisterschaften im Rheinbezirk sowie in der Gauliga Baden gefeiert werden.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das damalige „Waldhof-Stadion“ teilweise zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte bis 1954 durch Vereinsmitglieder sowie zahlreiche freiwillige Helfer. Die frühere Holztribüne, die teilweise als Brennmaterial genutzt worden war, wurde dabei durch eine massive Betontribüne ersetzt. Gleichzeitig entstand erstmals ein Rasenplatz.
Seitdem verfügt die Spielstätte über ein Fassungsvermögen von rund 15.200 Zuschauern. Das Stadion besteht aus einer Haupttribüne mit Sitzplätzen und Sprecherkabine sowie umlaufenden Stehplätzen entlang des Spielfelds.
Nutzung
Die Geschäftsstelle des SV Waldhof befindet sich bis heute unterhalb der Haupttribüne am Spielereingang. Neben dem Stadion befinden sich weitere Sportanlagen, darunter ein zusätzlicher Rasen-Trainingsplatz, ein Kunstrasenplatz sowie ein Hartplatz. Während der Bundesligazeit in den 1980er Jahren war der SV Waldhof aufgrund von Auflagen des DFB gezwungen, seine Heimspiele im Südweststadion in Ludwigshafen am Rhein auszutragen. Seit 1994 trägt die erste Mannschaft ihre Heimspiele im neu errichteten Carl-Benz-Stadion im Mannheimer Stadtteil Neuostheim aus. Das Stadion am Alsenweg dient heute als Spielstätte für die zweite Mannschaft sowie die Jugendteams des SV Waldhof Mannheim.
Vereinsumfeld
Unmittelbar vor dem Eingang zur Sportanlage befindet sich das Vereinslokal Bei Dimi, das vom ehemaligen Waldhofspieler Dimitrios Tsionanis sowie dessen Bruder Pandelis betrieben wird. Auf der Seppl-Herberger-Sportanlage befinden sich zudem die Herbert-Lucy-Halle, die den Handballern des SV Waldhof Mannheim 07 als Heimspielstätte dient, sowie die Platzanlage der Tennisabteilung des Vereins.
Ausbau und Modernisierung
Ab dem Jahr 2007 wurde das Vereinsgelände des SV Waldhof 1907 mit Unterstützung von Dietmar Hopp umfassend modernisiert. In diesem Zuge entstand das Jugendförderzentrum Mannheim-Nord. Hierfür wurden unter anderem auf dem Gelände des ehemaligen Spielfelds 4 (Hartplatz) zwei moderne Kunstrasenplätze errichtet. Zusätzlich entstand ein Neubau mit erweiterten infrastrukturellen Möglichkeiten, darunter:
- neue Umkleidekabinen
- moderne Sanitäranlagen
- Lagerflächen
- ein Fitnessraum
- ein Gymnastikraum
- ein Verwaltungsbüro
- zwei Seminarräume für Schulungen und Hausaufgabenbetreuung
Die feierliche Eröffnung des Jugendförderzentrums fand am 11. Juni 2009 im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Kurz statt. Am selben Tag gelang der A-Jugend des Vereins der Aufstieg in die Bundesliga. Eine besondere statistische Kuriosität stellt dar, dass das Stadion am Alsenweg das einzige Stadion ist, in dem der FC Bayern München in der Bundesliga keinen Punkt gewinnen konnte. Das einzige Aufeinandertreffen endete 1989 mit einem 1:0-Sieg für Waldhof Mannheim.
100-jährige Bestehen der Spielstätte
Am 18. Oktober 2025 wurde das 100-jährige Bestehen der Spielstätte gefeiert. Im Vorfeld widmete sich der „Mannheimer Morgen“ ausführlich der Geschichte des Stadions. Im Rahmen eines Interviews erinnerte sich Hans-Jürgen Pohl: „Diese Enge, wenn hier mal über 10.000 Zuschauer drin waren, war beängstigend für gegnerische Mannschaften“. [1]
Für das leibliche Wohl der Besucher sorgten zahlreiche Fanclubs. Vor rund 2.000 Gästen präsentierte Martin Willig mehrere Aufstiegshelden aus dem Jahr 1983. Zudem wurde Marcel Seegert vom Fanclub DoppelPass zum „Barackler des Jahres“ ausgezeichnet.
Sportlicher Höhepunkt der Veranstaltung war das Spiel der U21 gegen den FC Zuzenhausen, das von einer im Vorfeld organisierten Choreografie begleitet wurde. Ein Großteil der Einnahmen aus Eintrittsgeldern und weiteren Erlösen floss in die Finanzierung eines neuen Kunstrasenplatzes am Alsenweg.
Bilder
Einzelnachweise
- ↑ 100 Jahre Alsenweg: SV Waldhof Mannheim feiert Jubiläum mannheimer-morgen.de vom 11.10.2025, abgerufen am 9. November 2025
Weblinks
Koordinaten
Koordinaten: 49° 31' 59" N, 8° 29' 7" W
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