Spielbericht 19/20 DFB-Pokal, 1.Hauptrunde: SV Waldhof Mannheim - Eintracht Frankfurt
1906-1907 | 1907-1908 | 1908-1909 | 1909-1910 | 1910-1911 | 1911-1912 | 1912-1913 | 1913-1914 | 1914-1915 | 1915-1916 | 1916-1917 | 1917-1918 | 1918-1919 | 1919-1920 | 1920-1921 | 1921-1922 | 1922-1923 | 1923-1924 | 1924-1925 | 1925-1926 | 1926-1927 | 1927-1928 | 1928-1929 | 1929-1930 | 1930-1931 | 1931-1932 | 1932-1933 | 1933-1934 | 1934-1935 | 1935-1936 | 1936-1937 | 1937-1938 | 1938-1939 | 1939-1940 | 1940-1941 | 1941-1942 | 1942-1943 | 1943-1944 | 1944-1945 | 1945-1946 | 1946-1947 | 1947-1948 | 1948-1949 | 1949-1950 | 1950-1951 | 1951-1952 | 1952-1953 | 1953-1954 | 1954-1955 | 1955-1956 | 1956-1957 | 1957-1958 | 1958-1959 | 1959-1960 | 1960-1961 | 1961-1962 | 1962-1963 | 1963-1964 | 1964-1965 | 1965-1966 | 1966-1967 | 1967-1968 | 1968-1969 | 1969-1970 | 1970-1971 | 1971-1972 | 1972-1973 | 1973-1974 | 1974-1975 | 1975-1976 | 1976-1977 | 1977-1978 | 1978-1979 | 1979-1980 | 1980-1981 | 1981-1982 | 1982-1983 | 1983-1984 | 1984-1985 | 1985-1986 | 1986-1987 | 1987-1988 | 1988-1989 | 1989-1990 | 1990-1991 | 1991-1992 | 1992-1993 | 1993-1994 | 1994-1995 | 1995-1996 | 1996-1997 | 1997-1998 | 1998-1999 | 1999-2000 | 2000-2001 | 2001-2002 | 2002-2003 | 2003-2004 | 2004-2005 | 2005-2006 | 2006-2007 | 2007-2008 | 2008-2009 | 2009-2010 | 2010-2011 | 2011-2012 | 2012-2013 | 2013-2014 | 2014-2015 | 2015-2016 | 2016-2017 | 2017-2018 | 2018-2019 | 2019-2020 | 2020-2021 | 2021-2022 | 2022-2023 | 2023-2024 | 2024-2025 | 2025-2026 | 2026-2027
| SV Waldhof Mannheim 07 | 3:5 (2:2) | Eintracht Frankfurt | |
|
DFB-Pokal, 1.Hauptrunde Sonntag, 11. August 2019, 15.30 Uhr MESZ, Carl-Benz-Stadion Endstand 3:5 Zuschauer: 24.302 (ausverkauft) |
| |
| Startelf (Spielsystem: 4-2-3-1):
Scholz – Marx, Schultz, Seegert, Conrad Einwechslungen:
Reserve: Königsmann (Tor), Hofrath, dos Santos, Loechelt, Schwarz Es fehlten: R.Korte (Rekonvaleszent nach Meniskus-OP), Weißenfels (Bänderriss im Sprunggelenk bzw. Knöchel), Just (Kreuzbandriss im rechten Knie), Bouziane (Trainingsrückstand nach Schambeinentzündung), Gouaida (Muskelfaserris im Oberschenkel), Varvodic, Flick, Weik, Sprecakovic (alle nicht berücksichtigt) |
Startelf (Spielsystem: 3-2-4-1):
Trapp – Abraham Einwechslungen:
Reserve: Wiedwald (Tor), Russ, Torró, Chandler, de Guzmán, N’Dicka Es fehlten: Rönnow (Schulterverletzung), Sow (Sehnenanriss), Rode (Trainingsrückstand nach Knie-OP), Zimmermann, Touré, Falette, M.Stendera, N.Stendera, Müller, Cetin, Tawatha, Finger, Cavar (alle verletzt, geschont oder nicht berücksichtigt) | ||
|
|
| ||
|
Beste Spieler: Scholz, Sulejmani, Marx – Rebic | |||
|
Bericht:
Lange Ecke, Vollspann - so lautete nach eigener Aussage der Plan, als sich Jan-Hendrik Marx in der 73. Minute ein Herz nahm und den Ball aus 25 Metern in die Maschen setzte. „Dass ich ihn dann tatsächlich so gut treffe, ist natürlich super“, sagte Marx und trotz der 3:5 (2:2)-Niederlage im DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt huschte am späten Sonntagnachmittag dann doch noch ein kleines Lächeln über das Gesicht des rechten Außenverteidigers. Auch die Gänsehaut dürfte der Neuzugang aus Offenbach nochmals gespürt haben, denn das zwischenzeitliche 3:2 hätte für die Mannheimer der Schuss ins Glück werden können - wenn da nicht noch Ante Rebic gewesen wäre, der mit seinem Hattrick (76./82./88.) die Frankfurter in Runde zwei ballerte. Der Schlusspunkt in einem verrückten Pokalspiel, das im Umfeld des Drittligisten sicher noch lange für Gesprächsstoff sorgen dürfte. „Am Ende haben uns wohl die Körner gefehlt“, bilanzierte Trainer Bernhard Trares nach den nervenaufreibenden 90 Minuten, in denen sein Team zunächst durch den Doppelpack von Valmir Sulejmani (3./11.) sensationell in Führung ging. Frankfurt war zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nicht im Spiel, gegen die letzte Dreier-Linie der Hessen hatten die schnellen Waldhöfer Räume - und nutzten diese. Dass es dann aber doch mit einem 2:2 in die Pause ging, war aus SVW-Sicht umso ärgerlicher, da die keinesfalls drückenden Frankfurter dafür gerade einmal zwei Chancen benötigten. Erst traf Daichi Kamada aus zehn Metern, nachdem die Waldhof-Abwehr zuvor zwei Mal klären konnte (21.), und gerade als die Nachspielzeit angezeigt wurde, drosch Filip Kostic aus zentraler Position den Ball mit einem fulminanten Flachschuss aus 20 Metern in die Maschen (45.). „Diese Tore sind mir zu einfach gefallen“, meinte Coach Trares zum Halbzeitstand, der so nicht hätte ausfallen müssen. Im zweiten Durchgang machte sich der Klassenunterschied dann aber mehr und mehr bemerkbar. Den SVW verließen etwas die Kräfte, nur Torwart Markus Scholz war es da zu verdanken, dass die Frankfurter die Partie nicht schon früher drehen konnten. Koffi bringt frischen Wind Erst die Einwechslung von Kevin Koffi brachte den Waldhof wieder gefährlich in die gegnerische Hälfte und folgerichtig bereitete der Ex-Elversberger auch das 3:2 durch Marx vor, das nicht zuletzt Frankfurts Trainer Adi Hütter auf das Kreislauf-System schlug. „Der SV Waldhof hat uns mehr als gefordert“, nahm natürlich auch der Eintracht-Coach wahr, wie der blau-schwarze Jubel das Benz-Stadion erzittern ließ, doch es sollte der letzte Wirkungstreffer der Mannheimer gewesen sein, die danach wie in einem packenden Schwergewichtskampf zweier unnachgiebiger Boxer mit fliegenden Fahnen auf die Bretter gingen. „Am Schluss hat man die individuelle Qualität der Eintracht mit Rebic gesehen“, meinte Max Christiansen zum Spielverlauf, den er mit seinem Pass vor dem 2:0 Sulejmanis maßgeblich mitgestaltet hatte. „Dennoch können wir viel Positives mitnehmen“, meinte der bundesligaerfahrene Neuzugang aus Bielefeld zu den voraussichtlichen Nachwirkungen der Partie. „Jedes Spiel auf diesem Niveau bringt dich weiter“, war sich Trainer Trares sicher. In die erste Enttäuschung, doch noch abgefangen worden zu sein, mischte sich auch bei Doppel-Torschütze Sulejmani eine Portion stolz. „Drei Tore gegen einen Bundesligisten, musst du erst mal machen“, meinte der Angreifer, der einmal mehr seine Klasse bewies. Jan-Hendrik Marx trauerte dagegen weiter etwas der verpassten Chance nach. „Wenn man so ein Spiel auspackt, ist es ärgerlich, wenn man letztlich nicht als Gewinner vom Platz geht. Am Ende konnten wir einfach nicht mehr alles verteidigen. Ich habe gehofft, dass wir es irgendwie über die Bühne bringen“, hatte Marx auf mehr gesetzt - aber neben seinem Plan - lange Ecke, Vollspann - ging auch der von Ante Rebic eben bestens auf. | |||

