Spielbericht 83/84 DFB-Pokal 2.Runde: Alemannia Aachen - SV Waldhof
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| Alemannia Aachen | 1:0 (0:0) | SV Waldhof Mannheim 07 | |
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DFB-Pokal, 2.Hauptrunde Freitag, 7. Oktober 1983, 20 Uhr MESZ, Stadion am Tivoli Endstand 1:0 Zuschauer: 11.000 |
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| Startelf:
Koitka - Krisp, Grünther, Grabotin, Frenken - Buschlinger, Jansen, Thomas, Dörmann - Olk, Wolf - Trainer: Erhard Ahmann Einwechslungen: 56. Poque für Jansen |
Startelf:
Zimmermann - Sebert - Knapp, Dickgießer, Quaisser - Makan , Bauer, Willkomm, Scholz - Linz, Böhni - Trainer: Klaus Schlappner Einwechslungen: 36. Schön für Böhni | ||
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Bericht:
In beiden Spielen war Mittelstürmer Helmut Rombach die Schlüsselfigur. Damals köpfte er das Siegtor, jetzt sorgte er zunächst für große Aufregung im Aachener Lager: Beim Training hatte er sich eine schmerzhafte Sprunggelenkverletzung zugezogen und Trainer Ahmann mochte seinen Einsatz nicht riskieren. Als er dann doch acht Minuten vor Schluß aufs Feld kam. ergaben sich gleich drei torreife Möglichkeiten, von denen die dritte zur Entscheidung führte. Als er wieder in seiner unwiderstehlichen Art in den Strafraum vordrang, blieb Scholz nichts anderes übrig, als ihn mit einer seitlichen Attacke zu Fall zu bringen. Der Engländer Wayne Thomas knallte den Strafstoß absolut unhaltbar ins linke obere Eck. Aachen hatte sich diesen Erfolg zuvor redlich verdient, weil es mehr Mut zum Risiko bewies als der Bundesligist und diesen in einigen Druckphasen glatt an die Wand zu spielen schien, wobei sich auch die besseren Möglichkeiten auftaten; Zimmermann konnte in der 63. Minute einen 30-Meter-Aufsetzer von Thomas nur mit Mühe zur Ecke boxen, vier Minuten später schien er bei einem Schrägschuß von Poque geschlagen, doch stand Quaisser noch auf der Linie und der SVW-Torwart bereinigte die Sache im Nachfassen. Höhepunkte in einem kampfbetonten, doch wenig hochklassigen Spiel. Aachen bewegte sich im Rahmen seiner Möglichkeiten, die Waldhöfer waren eine einzige Enttäuschung, vor allem in der Offensive. Das änderte sich auch nicht als Alfred Schön kam. Der SVW verzettelte sich im Sicherheitsspiel, wollte den Tivoli offenbar aus dem Stand erobern und hatte die Rechnung dabei ohne die Einsatzfreude und Begeisterungsfähigkeit der Aachener gemacht F.Küsters
Mit seinem Schlapphut ist er zum Markenzeichen der Bundesliga geworden. Seinen Spitznamen hat er von der meist karrierten Kopfbedeckung bekommen, der [[Klaus Schlappner]], den sie jetzt nur noch „Schlappi" rufen. Beim Pokalspiel in Aachen war er baren Hauptes einmarschiert Doch selbst wenn er den Deckel nicht trug, seine Mannschaft sorgte dafür, daß auch im Pokal das kleine Wörtchen „schlapp" im Zusammenhang mit Waldhof Mannheim seinen Stellenwert behält, denn genau so wie die Kopfbedeckung ihres Zampanos, so liefen die Buben über den Platz: schlicht und einfach schlapp. Eine Mannschaft ohne jeden Pep. Nach einer halben Stunde gab Klaus Schlappner die Armübungen auf. Er dirigierte nicht mehr von der Seitenlinie, weil da kaum etwas zu machen war. Vom Spiel ohne Vier erzählte er später. Daß ohne Fritz Walter, Hein, Schlindwein nicht viel geht, und daß Willkomm, Scholz und Bauer kein Bundesligaformat haben, das alles weiß er jetzt. Als Wolfgang Böhni verletzt ausschied, da war Schlappis Entschuldigung komplett Aber tragisch nahm's keiner. Paul Linz, vom Trainer vor versammelter Mannschaft heruntergeputzt, steckte die Schelte ein. Nicht wortlos etwa. Er setzte sogar noch eins drauf: „Es war einfach die Schuld der Stürmer, daß wir verloren haben. Es war einfach nicht mein Tag. Ich trage einen Teil der Schuld." Wirklich sauer war nur einer: Rainer Scholz. Er holte Aachens Mittelstürmer Rombach in der 87. Minute von den Beinen, worauf es Elfmeter gab. „Der Schiri hatte für 120 Minuten doch kein Stehvermögen, deshalb wollte er nach 90 Minuten Schluß machen." Im Stillen aber schien Klaus Schlappner dem Mann in Schwarz, Ahlenfelder, ein bißchen dankbar. „Vielleicht ist's auch ganz gut, daß wir draußen sind, dann können wir uns voll auf die Bundesliga konzentrieren." Die Chance dazu haben Schlappner und seine Jungs in den kommenden Monaten noch ausreichend. Nur ernster - nicht ganz so schlapp wie in Aachen - sollten sie schon 'rangehen. Helmut A. Metzen
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