Spielbericht 42/43 1.Quali-Runde Tschammer-Pokal, SV Waldhof - VfR Mannheim

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SV Waldhof Mannheim 07 3:1 (3:1) VfR Mannheim
SV Waldhof historisch 1930.png Tschammer-Pokal, 1.Hauptrunde
Sonntag, 19. Juli 1942, Waldhof-Stadion

Endstand 3:1

Zuschauer: 3.000
Schiedsrichter: Silvester Dehm (Durlach)

VfR Mannheim 1930er.png
Startelf:

KeimigLautenbach, KleberMaier, H.Schneider, MolendaR.Schneider, Eberhardt, Erb, Ahlbach, Günderoth – Trainer: Fritz Ruchay

Startelf:

Jakob – Conrad, Krieg – Müller, Rohr, Lohrbacher – Krämer, Danner, Striebinger, Lutz, Hübner – Trainer: n.b.

Scored after 12 minutes 12' 1:1 Ahlbach
Scored after 40 minutes 40' 2:1 Eberhardt
Scored after 41 minutes 41' 3:1 R.Schneider

Scored after 8 minutes 8' 0:1 Hübner

Bericht:

Der überschätzte VfR-Sturm

Der VfR Mannheim war nach seinen letzten Erfolgen zweifellos überschätz worden. Man hat sich durch die hohen Ergebnisse blenden lassen, die zum Teil gegen Mannschaften von nicht allzu hoher Qualifikation erzielt worden waren. Jetzt, wo es gegen die Waldhöfer ging, die mit großem Geschick eine betonfeste Abwehr zusammengebaut hatten, zeigte sich, daß das VfR-Innentrio Danner – Striebinger – Lutz auch nur mit Wasser kocht. Dem Dreigespann, von dem man Wunderdinge erwartete, fehlten vor allem die Ideen zu einem variantenreichen Spiel. Dem VfR-Sturm gehört ein Mann von Format und vom Witz des Waldhöfers Ahlbach. Der weiß wirklich mit Überraschungen aufzuwarten und es besteht gar kein Zweifel, daß gegenwärtig der Waldhofsturm von ihm sein Leben und seine Gefährlichkeit bekommt. Erb tritt gegen ihn deutlich zurück.

Ein schweres Hindernis war für den VfR-Sturm wie schon angedeutet, noch die Stärke der Waldhofabwehr. Das robuste Kämpfertum eines Lautenbach, der wirbelnde Schwung eines Schneider und die instinktsichere Arbeit eines Kleber (des ehemaligen Sandhofeners) lassen sich nicht im Spazierengehen bezwingen. Die Waldhöfer deckten mit großer Präzision und verfolgten konzentriert jede Bewegung des Gegners. Wäre die VfR-Verteidigung in gleicher Weise auf dem Damm gewesen, dann wären zwei von den drei Toren wohl zu verhindern gewesen. Am besten schnitten von der VfR-Deckung noch die beiden Außenläufer Müller und Lohrbacher ab, die einander an Arbeitsamkeit und Wirksamkeit übertrafen.

Alle Tore fielen in der ersten Halbzeit (durch Hübner für den VfR, durch Ahlbach, Eberhardt und Schneider II für Waldhof). So war das Spiel vor der Pause denn auch recht spannend, ohne allerdings ein besonderes Format zu erreichen. Die zweite Spielhälfte verlief eintönig, nachdem der anfängliche Generalangriff des VfR abgeschlagen war. Debei nützte es nichts, daß Conrad und Krämer die Plätze gewechselt hatten. Schiedsrichter Dehm aus Durlach war nicht immer sattelfest.

Quelle: Badische Presse v. 20.07.1942