Süddeutscher Pokal 1961/62 - Viertelfinale:Eintracht Frankfurt-SV Waldhof Mannheim

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Eintracht Frankfurt 2:0 (1:0) SV Waldhof Mannheim 07
Logo Eintracht Frankfurt.png Süddeutscher Pokal 1961/62 - Viertelfinale
Dienstag, 13. Mai 1962, 15 Uhr MESZ, Frankfurt

Endstand 2:0

Zuschauer: 2.500
Schiedsrichter: Tiemann (Marktredwitz)

SV Waldhof
Startelf:

Egon Loy, Hans-Walter Eigenbrodt, Hermann Höfer, Eberhard Schymik, Ludwig Landerer, Hans Weilbächer, Richard Kreß, Dieter Lindner, Erwin Stein, Lothar Schämer, Dieter Stinka Trainer: Paul Osswald


Startelf:

Heinrich ErkensAlbert Preis, Karl-Friedrich Behnke, Rolf Lederer, Wolfgang HöfigManfred Klein, Karl SchöttleWalter Kleber - Richard Straub, Hermann Diehl, Bauter – Trainer: Adolf Knoll


Scored after 18 minutes 18' 1:0 Kreß
Scored after 73 minutes 73' 0:2 Schämer (Foulelfmeter)



Bericht:

Schwacher Pokalsieg

Nur zwei Minuten ließ die Eintracht im Frankfurter Waldstadion die spärlich besiedelten Ränge auf eine glanzvolle Abschiedsvorstellung vor ihrer Weltreise hoffen. Da segelte eine Lindner-Flanke auf die Latte und wurde von einem Waldhofer Bein in höchster Not am Torpfosten vorbeigestoßen. Die von Schämer hereinkommende Ecke versucht Erwin Stein im Flug mit einem Direktschuß zu verwandeln, aber wieder ist ein Waldhofer im rechten Augenblick zur Stelle. Dann brausen Schämer und Stein am linken Flügel durch und Waldhofs Klein kann wieder nur zu Lasten einer Ecke retten. Aber damit schien der ganze Eintrachtzauber dahin und in den restlichen 88 Minuten kam nie wieder eine ähnliche Dramatik und hoffnungsfrohe Stimmung.

Allein Stein schien sich mit seinem rasanten Antritt, seiner Spurtkraft und seiner Wendigkeit der allgemeinen Resignation nicht anschließen zu wollen. Immer wieder versuchte er mit einer langen Vorlage die gesamte Waldhof-Deckung auszuspielen und seine harten Schüsse anzubringen. Aber er fand keine Unterstützung. Lindner und Stinka versanken immer mehr in ihrer Unterform und brauchten von ihren Gegenspielern kaum noch markiert zu werden. Zwar gelang der Eintracht nach einer neuen Schämer-Ecke in der 19. Minute durch einen Schrägschuß von Kreß das 1:0, aber die Spielführung ging langsam aber sicher an die Mannheimer.

Nach dem Wechsel zunächst starker Beifall, als der vorher eine fehlerlose Verteidigerpartie liefernde Höfer am linken Flügel Aufstellung nahm. Aber die Hoffnung auf ein forciertes Sturmspiel erwies sich als trügerisch, denn Höfer zeigte sich mit einer zuvor nicht wahrgenommenen Verletzung und mußte notgedrungen in den Angriff beordert werden.

Als sich Kreß wieder einmal bei Preiß festlief, deutete Herr Thiemann zur Ueberraschung aller auf den Elfmeterpunkt. Diese Gelegenheit ließ sich Schämer nicht entgehen. Nun war die Partie gelaufen. Denn die Waldhöfer hatten außer Straub keinen Stürmer, der auch gegen eine schwache Eintracht noch Wunder schaffen konnte.


[# Quelle: Der neue Sport' vom 14.05.1962]



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