Spielbericht 42/43 4.Quali-Runde Tschammer-Pokal, VfR Mannheim – SV Waldhof

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VfR Mannheim 3:0 (2:0) SV Waldhof Mannheim 07
VfR Mannheim 1930er.png Tschammerpokal, 4.Qualifikationsrunde
Sonntag, 4. Juli 1943, Stadion an den Brauereien

Endstand 3:0

Zuschauer: 4.000
Schiedsrichter: Dietz (Durlach)

Waldhof Mannheim
Startelf:

Wolfrum – Conrad, Krieg – Krämer, Rohr, Spielauer – Schwab, Danner, Druse, Lutz, Striebinger – Trainer: n.b.

Startelf:

DrayßMayer, KleberSättele, Grünhag, MaierLautenbach, Molenda, Brenner, Ludwig Günderoth, Blum – Trainer: Fritz Ruchay

Tor 1:0 Druse (10.)
Tor 2:0 Druse (36.)
Tor 3:0 Schwab (63.)

Bes. Vorkommnis: Striebinger verletzt ausgeschieden (28.)

Bericht:


Diese Begegnung hatte besondere Bedeutung, ging es doch nicht allein um den weiteren Verbleib im Tschammerpokal, sondern gleichzeitig auch um die Feststellung des zweiten Teilnehmers am Endspiel um den „Eisernen Adler“. Der VfR-Sieg kommt also einem Doppelerfolg gleich, der um so höher zu bewerten ist, da man vor 4.000 Zuschauern in einem leidenschaftlich bestrittenen Ringen, dem wahre Glanzleistungen eine eigene fesselnde Note gaben, über eine Stunde hinweg infolge Ausscheidens von Striebinger nur zehn Mann im Felde stehen hatte.

Vom ersten Augenblick an lief das Spiel nicht nur schön und rassig, sondern auch so voller Feuer, daß sich das Ganze oft zu dramatischer Wucht steigerte. Druse hatte in der 10.Minute das erste Tor des Meisters geschossen, dessen Sturm nach einer halben Stunde durch eine übertriebene herbe Abwehr von Molenda den Linksaußen Striebinger verlor. Doch trotz dieser fühlbaren Schwächung diktierte der VfR weiterhin das Spielgeschehen und in der 36.Minute war es Druse abermals, der mit einem vollendet schönen Schrägschuß nach Vorlage von Schwab den zweiten Treffer schoß.

Für den zweiten Spielabschnitt hatte der Waldhof, der nicht an Kapitulation dachte, den wuchtigen Lautenbach in die Sturmmitte gestellt. Aber auch diese Maßnahme, die sich als durchaus richtig erwies, änderte nichts daran, daß der VfR, der weiterhin mit nur zehn Leuten kämpfte, durchaus feldüberlegen blieb. Nur der großen Kunst eines Drayß hatte es Waldhof zu danken, daß totsicher scheinende Treffer vermieden wurden. Gegen einen wahren Meisterschuß von Schwab, der in der 63.Minute von der Querlatte weg in Netz ging, war Drayß jedoch machtlos gewesen. Doch dieser Erfolg, der jeder anderen Mannschaft den Rest gegeben hätte, spornte den Waldhof zu einer ungeahnten Energieaufwallung an, so daß die Tordeckung des VfR noch heiße Arbeit bekam, der sich aber Rohr, Conrad, Krieg und Wolfrum so großartig zu entledigen wußten, daß der Viermännersturm des VfR zum Schluß noch eine ganze Serie Eckbälle herausholen konnte.

Schiedsrichter Dietz-Durlach stand vor einer schweren Aufgabe.


Quelle: „Hakenkreuzbanner“ v. 5.7.43