Spielbericht 42/43 2.Quali-Runde Tschammer-Pokal, SG SS Straßburg - SV Waldhof

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SG SS Straßburg 5:4 (2:4, 4:4) n.V. SV Waldhof Mannheim 07
Logo SG SS Straßburg.png 2.Schlussrunde (Quali) Tschammer-Pokal
Sonntag, 9. August 1942, 14:00 Uhr, Meinau-Stadion

Endstand 5:4 n.V.

Zuschauer: 6.000
Schiedsrichter: Brunner (Diedenhofen)

SV Waldhof Mannheim.png
Startelf:

Hoffmann – Müller, Gerber – Eberhardt, E.Wächter, Lang – Schwambach, Schöne, P.Wächter, Karrer, Keller – Trainer: n.b.

Startelf:

KeimigStreib, KleberMaier, Schneider, SiegelEberhardt, Molenda, Erb, Gutlasch, Günderoth – Trainer: Fritz Ruchay

Scored after 17 minutes 17' 1:1 Keller
Scored after 22 minutes 22' 2:1 Karrer
Scored after 56 minutes 56' 3:4 Keller
Scored after 60 minutes 60' 4:4 P. Wächter
Scored after 94 minutes 94' 5:4 Schwambach

Scored after 15 minutes 15' 0:1 Erb
Scored after 23 minutes 23' 2:2 Gutlasch
Scored after 37 minutes 37' 2:3 Erb
Scored after 43 minutes 43' 2:4 Erb

Bericht:

Auf der Meinau standen sch der Elsaßmeister und der Meister Badens in einem harten, temporeichen Pokaltreffen gegenüber, das der Glücklichere in der 94. Spielminute für sich entscheiden konnte. Obwohl die Badener ein technisch besseres, ausgefeilteres Spiel boten, scheiterte ihre Spielkunst an dem sprichwörtlichen Kampfgeist der Straßburger, die sich zäh wehrten, und selbst das Rennen nach einem 4:2 Halbzeitstand zugunsten des Gegners keine Minute verloren gaben. Beiden Mannschaften merkte man die Sommersaison an, einzelne Spieler kamen besonders in der 2. Halbzeit nicht mehr mit. Erb, Schneider und Gutlasch waren die Besten der Waldhofer, besonders der lange Erb zeigte feinste Fußballkunst. Die Verteidigung hatte schwache Momente; die rechte Seite deckte recht mangelhaft den gefährlichen Keller. SS hatte in der Verteidigung ihre Stärke, während die Läufer nicht ihren gewohnten Spielstandard erreichten und E.Wächter mit Erb nicht immer fertig werden konnte. Der Sturm spielte oft zusammenhanglos, Keller war der Beste, während die rechte Seite ganz abfiel. Allerdings war Schwambach, der schwächste der Linie, der glückliche Torschütze des siegbringenden, die Weiterqualifikation sichernden fünften Tores.

Beglückwünschen wir den Elsaßmeister, der nunmehr die Meister von Württemberg, Bayern und Baden geschlagen hat und somit unter die Besten des Landes gezählt werden muß.

Wie die Tore fielen: Erb auf Vorlage Gutlasch ins äußerste linke Eck, 0:1 in der 15. Min. - Keller drückt den Ball am rechten Verteidiger vorbei und schießt aus nächster Nähe das 1:1. 17.Min. 20.Min. Karrer knallt ein Prachttor auf Flanke von Schwambach, 2:1. — Gegenanstoß, nur Mannheim am Ball — Gutlasch fertigt das 2:2 in der 21. Min. — 37. Min. Erb nimmt einen hohen Paß von Schneider raffiniert auf und fest das Leder in die Maschen. 2:3. — 43. Min. Wieder ist Erb der Torschütze, er angelt das Leder aus einem Spielerknäuel, nach Eckball, und hebt über alle Köpfe hinweg zum 2:4. Halbzeit. — In der 56. Minute schießt Keller nach geschickter Täuschung aus 20 Meter Entfernung das schönste Tor des Tages, 3:4. — 64. Min. Keller ist nach rechts durchgebrannt, seine exakte Flanke verwandelt P.Wächter direkt zum Ausgleich 4:4. — Trotz zahlreicher Gelegenheiten und beiderseitiger Anstrengung wird bis zum Ablauf der nomalen Spielzeit nichts mehr Zählbares erreicht.

Die Verlängerung ist nur von kurzer Dauer, Schwambach erwischt das Leder in der 4. Min. und schießt kurz entschlossen den vielbejubelten Siegestreffer

Quelle: Straßburger Neueste Nachrichten v. 10.08.1942