Spielbericht 17/18 BFV-Rothaus-Pokal -Viertelfinale: FC-Astoria Walldorf - SV Waldhof

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FC Astoria Walldorf 2:3 (2:0, 2:2) n.V. SV Waldhof Mannheim 07
FC Astoria Walldorf.png BFV-Pokal, Viertelfinale
Mittwoch, 18. Oktober 2017, 19 Uhr MESZ, Dietmar-Hopp-Sportpark

Endstand 2:3

Zuschauer: 1.413
Schiedsrichter: Fritsch (Bruchsal), Assistenten: Heim (Wiesental), Forster (Oberderdingen)

SV Waldhof
Startelf (Spielsystem 4-5-1):

Rennar – Kiermeier, Nyenty, Strompf, Stadler – Grupp, Horn, Kern, Meyer, Hellmann – Carl – Trainer: Matthias Born

Einwechslungen:

Scored after 74 minutes 74' Groß für Karl
Scored after 85 minutes 85' Pander für Meyer
Scored after 106 minutes 106' Solak für Horn
Scored after 106 minutes 106' Haas für Stadler

Reserve: Hiegl (Tor), Bormeth, Hofmann, Hillenbrand

Startelf (Spielsystem 4-4-2):

GängMeyerhöfer, Mi.Schuster, Conrad, AminSommer, Kiefer, di Gregorio, G.KorteHebisch, Koep – Interimstrainer: Michael Fink

Einwechslungen:

Scored after 46 minutes 46' Mayer für Sommer
Scored after 46 minutes 46' Ivan für Kiefer
Scored after 76 minutes 76' Nennhuber für di Gregorio
Scored after 100 minutes 100' Diring für Mayer

Reserve: Scholz (Tor), Weippert, Celik, Tzimanis, Tüting, Deville

Es fehlten: Schultz, Ma.Schuster (beide Reha bzw. Aufbautraining nach Kreuzbandrissen), R.Korte (Riss des vorderen Kreuzbandes und Meniskusriss im linken Knie), Weis, Dogan, Rothenstein, Sprecakovic (alle verletzt, geschont oder nicht berücksichtigt)

Scored after 23 minutes 23' 1:0 Kern
Scored after 41 minutes 41' 2:0 Meyer

Yellow card.png Kirmeier, Strompf, Carl, Stadler, Kern, Horn

Scored after 65 minutes 65' 2:1 Mayer (Linksschuss, Vorarbeit Ivan)
Scored after 78 minutes 78' 2:2 Hebisch (Rechtsschuss, Nennhuber)
Scored after 95 minutes 95' 2:3 Hebisch (Kopfball, Amin)

Yellow card.png Kiefer, Koep, G.Korte, Conrad

Beste Spieler: Kern, Meyer - Gäng, Hebisch

Bericht:


Nach Krimi jetzt gegen den KSC

Von unserem Redaktionsmitglied Alexander Müller

Walldorf. Mit einer begeisternden Moral ist Fußball-Regionalligist SV Waldhof ins Halbfinale des badischen Verbandspokals eingezogen. Nach einem 0:2-Rückstand gewannen die Mannheimer einen dramatischen Fußball-Krimi bei Regionalliga-Rivale FC Astoria Walldorf in der Verlängerung völlig verdient mit 3:2 (2:2, 0:2). "Die Jungs haben tolle Moral bewiesen", sagte Interimscoach Michael Fink bei seinem Debüt als Cheftrainer: "Wir haben aus dem Nichts 0:2 hinten gelegen. Keiner wusste so recht warum. Was wir danach für einen Einsatz und Wille gezeigt haben, war beeindruckend." Die Auslosung am Abend ergab einen Südwest-Klassiker: Im Frühjahr 2018 muss der SVW beim Drittligisten Karlsruher SC im Wildpark-Stadion antreten.

Roland Dickgießer, Sportchef bei der Astoria und Waldhof-Ehrenspielführer, prophezeite vor Anpfiff ein enges Nachbarschaftsduell: "Das wird eine knappe Kiste." Er sollte recht behalten. Die Chance zum ersten Wirkungstreffer bot sich den Mannheimern: Benedikt Koep sperrte clever für Lukas Kiefer frei, der alleine aufs Tor zusteuerte - seine Ablage setzte Gianluca Korte neben das Tor (5.). Der SVW zeigte in Sachen Grundtugenden eine Reaktion auf die Schmach von Stuttgart: Die Körpersprache stimmte, Zweikämpfe wurden gewonnen, mit viel Aggressivität setzte die Fink-Elf Walldorf unter Druck. Dumm nur, dass sich die Abwehr in der ersten Halbzeit wieder konfus präsentierte - zweimal kam Walldorf vors Tor, zweimal klingelte es. Dabei ging das 1:0 eindeutig auf die Kappe von Schlussmann Christopher Gäng, der einen unplatzierten Schuss von Timo Kern unter sich durchrutschen ließ (23.). Im Gegensatz zu Stuttgart knickte der Waldhof nach dem Rückstand nicht weg, auch wenn spielerisch weiterhin viele Wünsche offenblieben. Die beste Chance vergab Nicolas Hebisch, der eine Amin-Hereingabe mit dem Kopf abfälschte - Astoria-Keeper Jürgen Rennar musste sich ganz lang machen (33.). 6:0 Ecken für den SVW standen zur Pause zu Buche - aber Walldorf führte 2:0: Marcus Meyer wurde viel zu halbherzig attackiert und zirkelte den Ball aus 22 Metern ins Netz (41.).

Mit zwei offensiven Wechseln gab Fink gleich nach dem Seitenwechsel das Signal zur Aufholjagd - und "Joker" Patrick Mayer hatte gleich eine gute Kopfballchance (49.). Vier Minute später vergab die zweite frische Kraft, Andreas Ivan, eine Gelegenheit zum Anschlusstor. Das 1:2 für den SVW deutete sich an, und es fiel in Person von Mayer, der am gegnerischen Fünfmeterraum die Nerven behielt (65.). Der Waldhof kam jetzt mit Wucht: Nur zwei Minuten hatte Hebisch den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber aus kurzer Distanz an Rennar. Doch dann traf der zuvor glücklose Waldhof-Stürmer doch noch - das verdiente hochverdiente 2:2 in der 78. Minute brachte den SVW in die Verlängerung. Und in der Extrazeit drehte der Berliner diese intensive Partie sogar komplett, als er Amins Freistoß zum 3:2 einköpfte (95.). Gäng rettete gegen Kern die knappe Führung (101.). Hebisch musste auf der Gegenseite sein drittes Tor erzielen und für die Entscheidung sorgen, vergab aber frei vor Rennar (109.). Es war Dramatik pur im Dietmar-Hopp-Sportpark - mit dem besseren Ende für den SVW.


Quelle: Mannheimer Morgen – 18.10.2017