Saisonrückblick 2025-2026

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Im Mai 2025 fühlte man sich beim Waldhof an alte Zeiten erinnert. Fünf Tage vor Beginn der Vorbereitung stand noch nicht der Trainer fest. Es gab noch keinen Neuzugang. Immerhin wurden die Verträge von Klünter, Rieckmann und Sechelmann verlängert. Nachdem Dominik Glawogger als neuer, alter Trainer feststand, folgten die Meldungen jedoch fast im Tagesrhythmus. Die sportliche Leitung Zuber/Schober erhielt weiter Zuwachs: Christian Bönig wurde als „Leiter Lizenzspielerabteilung“ installiert. Nachdem mit Tim Schork und Anthony Loviso in der Vergangenheit junge Leute mit „Stallgeruch“ die sportliche Verantwortung trugen, kamen zu dieser Spielzeit Personen mit langjähriger Erfahrung in die Verantwortung. Zusätzlich kam mit Christophe Rempp ein neuer Chefscout und der Österreicher Klaus Luisser verstärkt als Leiter Athletik die Fitnessabteilung um Dirk Stelly. „Die Strukturen werden jetzt an den absoluten Profifußball angepasst“, [1] sagte Kapitän Marcel Seegert und der „Mannheimer Morgen“ kommentierte: „Mehr Kompetenz im „Staff“ erhöht zumindest die Wahrscheinlichkeit, dass die Entwicklung beim SVW nach Jahren des sportlichen Sinkflugs wieder in eine positive Richtung geht.“

Bei den ersten Neuverpflichtungen schien der Trend mit Asallari, Iwe, Brand und Niemann hin zu jungen, eher unbekannten „Karriere aufwärts“-Spielern aus der Regionalliga zu gehen. Erkannte Tempodefizite auf den Flügeln sollten behoben werden.

In der Vorbereitung und zu Saisonbeginn vertraute Coach Glawogger jedoch dem bekannten Stamm. Beim Heimspiel gegen Verl war kein Neuzugang in der Startformation – ebenso wie die Publikumslieblinge Marcel Seegert und Terence Boyd, die sich sogar auf der Tribüne wiederfanden. Nachdem auch die Ergebnisse ausblieben, wurde Glawogger freigestellt und der neue Trainer Luc Holtz verpflichtet. „Die Personalie Glawogger geht wohl als die schrägste Trainerverpflichtung seit langem in die Waldhof-Geschichte ein“ [2] und später „… seit dem Trainerwechsel hin zu Luc Holtz sind die Buwe wie ausgewechselt und nicht mehr wiederzuerkennen“ [3] stellte die Presse zwei Spieltage später fest und zählte die Buwe zu den Gewinnern des Saisonstarts. „Bei allem offensiven Spektakel vergaßen die Buwe bisweilen aber ihre defensiven Pflichten“ [4] wurde noch eine Weile nach der richtigen Balance im Spiel gesucht. Auch Gerhard Zuber zeigte sich im November – trotz lediglich zwei Punkten mehr als im letzten Jahr - zufrieden: „Was wir jetzt schon besser machen, ist, dass wir auch auswärts mal die Möglichkeit haben, ein Spiel zu gewinnen. In den Heimspielen können wir uns noch etwas steigern, aber insgesamt sind wir zufrieden.“ [5] Im Oktober wurde auch bekannt, dass die Saison 2023/2024 von der Spielbetriebs-GmbH mit einem Minus von € 574.434,03 abgeschlossen wurde – nach 2,4 Mio. Euro für 2020/21, € 811.511 für 2021/2022 und € 693.143 für 2022/2023. Mit acht Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze konnte der Waldhof endlich wieder entspannt in die Winterpause gehen. Dafür kochte ein altes Thema neu hoch: Der Platz – auch als Rüben- oder Kartoffelacker bezeichnet – befand sich spätestens seit Dezember beim Heimspiel gegen den FC Ingolstadt 04 in einem miserablen Zustand. Die Presse stelle „einen Heimnachteil anstelle eines Heimvorteils“ [6]fest, weil das vom SVW angestrebte schnelle Passspiel fast unmöglich wird. Da wurde die ausgefallene Anzeigentafel und die durch einen Generator verpestete Luft auf der Haupttribüne fast zur Nebensache. Im Januar 2026 wurde der Rasen dann – während der Winterpause – ausgetauscht.

Mit den Winter-Neuzugängen Thill, Ba, Ogbemudia und Bierschenk hatte die sportliche Leitung ein glückliches Händchen. "Sie bringen uns weiter. Auch im Training, durch sie ist die Qualität dort klar gestiegen"[7] konstatierte Arianit Ferati. Nach dem Auswärtsspiel bei Rot-Weiss Essen geriet der SV Waldhof in die Schlagzeilen, weil ein Unverbesserlicher einen Böller zündete, der bei dem Essener Torwart für ein Knalltrauma sorgte. In der Geldstrafen-Tabelle belegt der klamme SV Waldhof mit ca. € 120.000 zwischenzeitlich den dritten Platz. Im Februar 2026 besuchte eine Kommission des DFB das Trainingsgelände des SV Waldhof. Grund dafür war die unendliche Geschichte um das Nachwuchsleistungszentrum. Der DFB hatte jedoch wieder einige Mängel gefunden. „Es sind ein paar Punkte, die da natürlich verbesserungswürdig sind und an denen arbeiten wir weiterhin“, [8] sagte Schober. Im März wurde deutlich, dass die Waldhof-Profis in dieser Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben und nach dem Spiel gegen Aue erklärte auch Trainer Luc Holtz dieses Thema für abgehakt. Danach kam es jedoch zu einem Spannungsabfall und in den letzten 8 Spielen gelang nur noch 1 Sieg. Am Ende der Drittliga-Saison 2025/2026 => https://www.wikiwaldhof.org/index.php?title=3._Fu%C3%9Fball-Liga_2025/26 belegten die Blau-Schwarzen den 10. Tabellenplatz. Vor dem abschließenden Pokalfinale gegen den VfR Mannheim kam Unruhe auf, u.a. sprach Janne Sietan Probleme im Hintergrund an. Es sickerte durch, dass Trainer Holtz den Verein verlassen möchte. Außerdem führten die Fans mit Präsident Bernd Beetz ein Gespräch wegen der Rolle von dessen Berater Thorsten Weck. Diesem wurde daraufhin ein Zutrittsverbot „zu den Räumlichkeiten am Alsenweg, der Kabine sowie sämtlichen VIP-Bereichen im Carl-Benz-Stadion“[9] erteilt. Auch der Kontakt zu Mitarbeitern der Spielbetriebs GmbH wurde untersagt. Trotz allem gelang das Fokussieren auf das Endspiel und der >Pokalsieg brachte erstmals seit 2022 den Einzug in den DFB-Pokal, was mit sicheren € 200.000 verbunden ist.

Einzelnachweise

  1. der SV Waldhof eine überfällige Professionalisierung vorantreibt mannheimer-morgen.de vom 25.6.2025, abgerufen am 27. Juni 2025
  2. Hausaufgaben gemacht: So fällt das Halbjahres-Zeugnis für den SV Waldhof aus mannheimer-morgen.de vom 23.12.2025, abgerufen am 23. Dezember 2025
  3. Das sind die Gewinner und Verlierer des Saisonstarts liga3-online.de vom 3.9.2025, abgerufen am 3. September 2025
  4. Das Zwischenzeugnis #1 liga3-online.de vom 13.10.2025, abgerufen am 20. Oktober 2025
  5. SV Waldhof Mannheim: Zuber über Trainer, Kader und Zukunftspläne mannheimer-morgen.de vom 6.11.2025, abgerufen am 6. November 2025
  6. Das war der größte Aufreger bei der Heimspiel-Schlacht des SV Waldhof Mannheim mannheimer-morgen.de vom 21.12.2025, abgerufen am 22. Dezember 2025
  7. Der neue Ansatz am Alsenweg rnz.de vom 9.2.2026, abgerufen am 10. Februar 2026
  8. Warum das Leistungszentrum des SV Waldhof weiter in der Warteschleife hängtmannheimer-morgenz.de vom 26.3.2026, abgerufen am 26. März 2026
  9. Waldhof-Präsident Beetz beschränkt seinen Berater Weck mannheimer-morgenz.de vom 24.5.2026, abgerufen am 24. Mai 2026