Georg Siegel

Aus WikiWaldhof
Wechseln zu: Navigation, Suche
Georg Siegel
Spielerinformationen
Voller Name Georg Siegel
Geburtstag 21. November 1918
Geburtsort DeutschlandDeutschland Deutschland
Spitzname Schorsch
Position linker Verteidiger
Vereine in der Jugend
DeutschlandDeutschland Waldhof Mannheim
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
07/1935 - 10/1940
10/1940 - 02/1941
02/1941 - 10/1942
11/1942 - 06/1944
07/1944 - 06/1952
DeutschlandDeutschland Waldhof Mannheim
DeutschlandDeutschland SpVgg Fürth
DeutschlandDeutschland Waldhof Mannheim
DeutschlandDeutschland Lufthansa-SG Berlin
DeutschlandDeutschland Waldhof Mannheim
78 (1)
4 (0)
10 (0)
14 (11)
202 (20)
Nationalmannschaft
4 Verbandsauswahlspielen

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
 Stand: 21. November 2014

Fehler entdeckt?
Dann schicken Sie hier eine Korrektur ab.

Vorlage:Infobox Fußballspieler/Veraltete Parameter

Georg Siegel (* 21. November 1918; † nach 1952) war ein ehemaliger Fußballspieler.

Karriere

Der Schlosser Siegel entstammte der Jugend des SV Waldhof Mannheim und spielte – mit Unterbrechungen – von 1935 bis 1952 als linker Verteidiger.

Zu Beginn seiner Laufbahn gehörte er dem Waldhof-Team von 1935 bis 1939 in der Gauliga Baden an, die während der Zeit des Nationalsozialismus Teil eines Systems von zunächst 16, später 23 Gauligen als einheitlich höchste Spielklasse im Deutschen Reich war. Auch in der Saison 1939/40 in der Gruppe Nordbaden stand er für den Verein auf dem Platz. Zudem absolvierte er die Hinrunde der Saison 1941/42 sowie die Spielzeit 1944/45. In dieser Phase gewann er zweimal die Gaumeisterschaft Nordbaden und insgesamt fünfmal die Gaumeisterschaft Baden. Sein Debüt gab er am 6. Dezember 1936 im Derby gegen den VfR Mannheim, das 1:1 endete. Dabei wurde er im damaligen WM-System als linker Verteidiger eingesetzt und spielte an der Seite von Mittelläufer Ernst Heermann und Mittelstürmer Otto Siffling.

Aufgrund dieser Erfolge nahm er an den Endrunden um die Deutsche Meisterschaft 1936/37 und 1939/40 teil und kam insgesamt auf neun Einsätze. In seiner ersten Endrunde bestritt er fünf von sechs Spielen der Gruppe 4, in der seine Mannschaft als Drittplatzierter ausschied, da nur die Gruppensieger die Halbfinals erreichten. Bei seiner zweiten Teilnahme kam er in neun Spielen zum Einsatz, darunter auch in den beiden Spielen um Platz 3. Nachdem das erste Spiel gegen den SK Rapid Wien am 21. Juli nach Verlängerung 4:4 geendet hatte, wurde die Partie eine Woche später wiederholt und mit 2:5 verloren.

Auch im 1935 eingeführten Pokalwettbewerb um den Tschammerpokal war Siegel regelmäßig im Einsatz: 1937 und 1938 jeweils in fünf Spielen, 1939 in acht, 1941 in zwei sowie 1942 in einem Spiel.

Sein Pokaldebüt gab er am 29. August 1937 beim 2:0-Sieg in der Erstrunde gegen den VfB Friedberg. Nach weiteren Einsätzen erreichte er mit seiner Mannschaft das Halbfinale, wo man mit 1:2 am FC Schalke 04 scheiterte. 1938 bedeutete bereits das Viertelfinale mit einer 2:3-Niederlage gegen den SK Rapid Wien das Aus. 1939 hingegen zog er nach sieben vorherigen Einsätzen ins Finale ein, das am 28. April 1940 im Berliner Olympiastadion vor 60.000 Zuschauern stattfand, jedoch mit 0:2 gegen den 1. FC Nürnberg verloren ging.

In der Saison 1940/41 spielte er in der Gauliga Bayern für die SpVgg Fürth, für die er ebenfalls vier Pokalspiele absolvierte. Zudem war er in der Rückrunde der Saison 1942/43 sowie in der darauffolgenden Spielzeit für die Lufthansa SG Berlin in der Gauliga Berlin-Brandenburg aktiv. Im Oktober und November 1941 wurde der Waldhof-Verteidiger zudem in die Gauauswahl Nordbaden berufen, für die er zwei Spiele gegen Moselland (6:2) und den Niederrhein (1:3) bestritt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs spielte Siegel von 1945 bis 1952 in der Fußball-Oberliga Süd, die zu dieser Zeit zu den höchsten deutschen Spielklassen zählte. Seine beste Platzierung erreichte er in der Saison 1946/47, als der SV Waldhof Mannheim den zweiten Tabellenplatz belegte.Im Mai und Oktober 1948 kam er zudem in zwei Repräsentativspielen für Süddeutschland zum Einsatz: gegen Nordwest (2:1) und Norddeutschland (1:1). Im ersten Spiel bildete Jakob Streitle seine Partnerposition in der Verteidigung, im zweiten Adolf Knoll. Insgesamt absolvierte Siegel 202 Oberligaspiele für die Blau-Schwarzen und erzielte dabei 20 Tore.[1]

Erfolge

Vereinsspiele

Liga Jahr Verein Spiele Tore
Gauliga Baden 1936-1937 SV Waldhof Mannheim 3 0
Deutsche Meisterschaftsrunde 1936-1937 SV Waldhof Mannheim 5 0
Gauliga Baden 1937-1938 SV Waldhof Mannheim 18 0
Tschammerpokal 1937-1938 SV Waldhof Mannheim 5 0
Gauliga Baden 1938-1939 SV Waldhof Mannheim 18 1
Tschammerpokal 1938-1939 SV Waldhof Mannheim 5 0
Gauliga Baden 1939-1940 SV Waldhof Mannheim 13 0
Deutsche Meisterschaftsrunde 1939-1940 SV Waldhof Mannheim 9 0
Tschammerpokal 1939-1940 SV Waldhof Mannheim 8 0
Gauliga Baden 1940-1941 SV Waldhof Mannheim 2 0
Gauliga Baden 1941-1942 SV Waldhof Mannheim 9 0
Gauliga Baden 1942-1943 SV Waldhof Mannheim 1 0
Gauliga Baden 1944-1945 SV Waldhof Mannheim 0 0
Oberliga Süd 1945-1946 SV Waldhof Mannheim 28 4
Oberliga Süd 1946-1947 SV Waldhof Mannheim 37 2
Oberliga Süd 1947-1948 SV Waldhof Mannheim 38 6
Oberliga Süd 1948-1949 SV Waldhof Mannheim 29 0
Oberliga Süd 1949-1950 SV Waldhof Mannheim 30 3
Oberliga Süd 1950-1951 SV Waldhof Mannheim 33 5
Oberliga Süd 1951-1952 SV Waldhof Mannheim 7 0

Bilder

Literatur

  • Lorenz Knieriem, Hardy Grüne: Spielerlexikon 1890–1963. Agon Sportverlag. Kassel 2006. ISBN 978-3-89784-148-2. S. 364.
  • Andreas Ebner: Als der Krieg den Fußball fraß. Die Geschichte der Gauliga Baden 1933–1945. Verlag Regionalkultur. Ubstadt-Weiher 2016. ISBN 978-3-89735-879-9.

Einzelnachweise

  1. Lorenz Knieriem, Hardy Grüne: Spielerlexikon 1890–1963. In: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. 8, AGON, Kassel 2006, ISBN 3-89784-148-7, S. 364.

Weblinks