Albert Brückl
| Albert Brückl | ||
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| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Voller Name | Albert Brückl | |
| Geburtstag | 24. Januar 1904 | |
| Geburtsort | ||
| Sterbedatum | 3. Mai 1931 | |
| Position | Mittelstürmer | |
| Vereine in der Jugend | ||
| Vereine als Aktiver | ||
| Jahre | Verein | Spiele (Tore)1 |
| 07/1921 - 05/1931 | über 200 (179) | |
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1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
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Albert Brückl (24. Januar 1904 in Mannheim; † 3. Mai 1931 ebenda), war ein deutscher Fußballspieler. Der Offensivspieler des SV Waldhof Mannheim gehörte in den 1920er Jahren zu den wichtigsten Leistungsträgern des Vereins und zählt mit 163 Toren in Verbandsspielen sowie 16 Treffern in Pokalwettbewerben zu den erfolgreichsten Torschützen der Vereinsgeschichte.
Inhaltsverzeichnis
Karriere
Frühe Jahre und Durchbruch
Brückl rückte in der Saison 1921/22 als 17-jähriges Talent aus der Jugend in die erste Mannschaft des SV Waldhof Mannheim auf. Sein Durchbruch wurde durch den Weggang der Nationalspieler Sepp Herberger, Karl Höger und Willi Hutter begünstigt, die zuvor den sogenannten „H-Innensturm“ gebildet hatten. Trotz dieser Verluste blieb die Mannschaft konkurrenzfähig und erreichte hinter dem MFC 08 Lindenhof die Vizemeisterschaft im Odenwaldkreis. Brückl etablierte sich sofort als Stammspieler und bildete gemeinsam mit Simon Skudlarek und Heinrich Schwärzel eine neue Angriffsreihe. Sein erstes dokumentiertes Pflichtspiel absolvierte er am 19. Februar 1922 beim 1:1 gegen den VfR Bürstadt.
Erste Erfolge
Im Frühjahr 1922 gewann Brückl mit Waldhof den Pokalwettbewerb des Rheinbezirks. Beim 6:4 gegen VfTuR Feudenheim erzielte er vier Tore. Wenige Wochen später sicherte er im Entscheidungsspiel gegen den FC Pfalz Ludwigshafen mit dem Treffer zum 1:0 nach Verlängerung den Gewinn der Bezirks-Pokalmeisterschaft vor 4.000 Zuschauern.
Die Saison wurde von der sogenannten „Mannheimer Berufsspieler-Affäre“ überschattet, in deren Verlauf unter anderem ehemalige Waldhof-Spieler wegen Professionalismus gesperrt wurden.
Etablierung
In der Saison 1922/23 wurde Brückl erstmals in die Mannheimer Stadtauswahl berufen und erzielte bei einer 1:3-Niederlage gegen Ludwigshafen den Ehrentreffer. Auch im Verein belegte Waldhof erneut den zweiten Platz. Mit Einführung der Rheinbezirksliga zur Saison 1923/24 entwickelte sich Brückl zu einem Leistungsträger. Beim 3:1-Sieg gegen den VfR Mannheim vor rund 10.000 Zuschauern gehörte er zu den Torschützen. [1] Parallel entwickelte er sich im Verein weiter zu einem der torgefährlichsten Spieler. Nach dem 4:2-Erfolg des SVW am 16. Dezember 1923 vor 6.000 Zuschauern über FC Phönix Ludwigshafen und dem 6:1-Sieg eine Woche später über MFC Phönix 02 sagten die Waldhof-Verantwortlichen die üblichen Freundschaftsspiele zum Jahreswechsel ab, damit sich die Mannschaft voll auf die noch ausstehenden Verbandsspiele konzentrieren konnte.
Am Ende der Saison (27. Januar 1924) sicherte sich der SV Waldhof mit einem 1:0-Erfolg bei FG 03 Ludwigshafen die Meisterschaft im Rheinbezirk und verwies den VfR Mannheim mit 24:4 Punkten auf den zweiten Platz. Im Angriff war der Meister überwiegend in der Besetzung mit Eugen Kohl, Brückl, Heinrich Schwärzel, Karl Engelhardt und Simon Skudlarek angetreten.[2]
Süddeutsche Meisterschaft 1924
In der Endrunde um die süddeutsche Meisterschaft zeigte Brückl herausragende Leistungen. Er erzielte unter anderem:
- drei Tore beim 3:2 gegen die Stuttgarter Kickers,
- ein Tor beim 1:0 gegen den FSV Frankfurt,
- ein Tor beim 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg,
- zwei Tore beim 3:1 gegen die SpVgg Fürth.
Am 25. Mai 1924 wurde Brückl in die süddeutsche Auswahlmannschaft berufen. Beim Spiel gegen die Auswahl der Zentralschweiz erzielte er beim 1:3 den einzigen Treffer seiner Mannschaft.
Wegen eines Satzungsverstoßes – unberechtigtes Mitwirken des Verteidigers Lidy – wurden Waldhof die beiden Punkte aus dem Spiel gegen Kickers Stuttgart (3:2 am 23. März 1924) aberkannt und eine Geldbuße von 250 Mark verhängt. Beim aberkannten 3:2-Erfolg gegen die Stuttgarter Kickers hatte Brückl alle drei Treffer erzielt.
Weitere Titel
In der Saison 1927/28 gewann Brückl mit Waldhof erneut die Meisterschaft im Rheinbezirk. Auch 1929/30 gelang dieser Erfolg, wobei er im entscheidenden Spiel gegen den VfL Neckarau einen Treffer zum 3:1-Erfolg beisteuerte. Zudem kam er weiterhin in Auswahlmannschaften zum Einsatz und erzielte unter anderem zwei Tore beim 9:2-Sieg der Rheinbezirksauswahl gegen den Saarbezirk.
Seine größten sportlichen Erfolge feierte Brückl mit dem Gewinn der Meisterschaft im Rheinbezirk in den Jahren 1924, 1928, 1930 und 1931. Insgesamt erzielte er in rund zehn Jahren für die erste Mannschaft 163 Verbandsspiel-Tore und zählt damit zu den erfolgreichsten Torschützen der Vereinsgeschichte. Darüber hinaus bestritt er mindestens zehn Spiele für Verbands-, Stadt- und Kreisauswahlmannschaften.
Letzte Saison
In der Saison 1930/31 wurde Brückl teilweise auch auf anderen Positionen eingesetzt, unter anderem als Mittelläufer. Am 22. Juni 1930 stürmte er an der Seite von Kurt Langenbein und Oskar Rohr in der Auswahl des Rheinbezirks bei einem 9:2-Sieg gegen den Saarbezirk. Er war zweifacher, Ossy Rohr vierfacher Torschütze. [3] Gleichzeitig debütierte mit Otto Siffling ein weiteres großes Talent beim SV Waldhof. Beim Derby gegen den VfR Mannheim gewann Waldhof mit 4:3. Seinen letzten bekannten Einsatz absolvierte Brückl am 8. März 1931 beim 2:1 gegen Eintracht Frankfurt.
Spielweise und Bedeutung
Brückl galt als durchsetzungsstarker und torgefährlicher Angreifer, der sowohl als Halbrechts als auch im Zentrum eingesetzt werden konnte. Seine Torquote und seine Rolle innerhalb der frühen Waldhof-Offensive machten ihn zu einem der ersten großen Leistungsträger des Vereins. Noch Jahrzehnte später wird er in Rückblicken zur Vereinsgeschichte als einer der bedeutenden Spieler der frühen Vereinsjahre hervorgehoben.[4]
Leben
Neben seiner Fußballkarriere war Brückl beruflich als Wirt tätig und betrieb gemeinsam mit seiner Ehefrau das Clubhaus des SV Waldhof Mannheim. Die enge Verbindung zum Verein spiegelte sich auch in seinem privaten Leben wider, da das Clubhaus als zentraler Treffpunkt der Mannschaft und des Vereinsumfelds diente.
Tod
Albert Brückl verstarb am 3. Mai 1931 während der Saison 1930/31 im Alter von 27 Jahren überraschend an den Folgen eines Schlaganfalls. Sein Tod bedeutete für den SV Waldhof Mannheim einen erheblichen sportlichen Verlust, da er zu diesem Zeitpunkt weiterhin zu den wichtigsten Offensivspielern gehörte. Albert Brückl wurde auf dem Friedhof Mannheim-Käfertal beigesetzt, wo auch Otto Siffling und Hans Rihm ihre letzte Ruhestätte fanden. Im Rahmen des 110-jährigen Vereinsjubiläums wurde Brückl in die „Legenden-Elf“ des SV Waldhof gewählt – ein Zeichen seiner bleibenden Bedeutung für den Verein.
Familie
Sein Sohn Werner Brückl (* 1929; † 2020) war ebenfalls Fußballspieler und Jugendtrainer beim SV Waldhof Mannheim. Nach dem Tod von Albert Brückl heiratete dessen Ehefrau den Waldhof-Torwart Hans Rihm.
Bedeutung
Mit insgesamt 163 Toren in Verbandsspielen und 16 Treffern im Pokal zählt Brückl zu den erfolgreichsten Spielern in der Geschichte des SV Waldhof Mannheim und gilt als eine der prägenden Persönlichkeiten der frühen Vereinsjahre
Einzelnachweise
- ↑ Gerhard Zeilinger: Die Fußball-Hochburg Mannheim 1920 bis 1945. S. 37
- ↑ Gerhard Zeilinger: Die Fußball-Hochburg Mannheim 1920 bis 1945. S. 47
- ↑ Gerhard Zeilinger: Die Fußball-Hochburg Mannheim 1920 bis 1945. S. 108
- ↑ https://www.mannheim24.de/sport/waldhof-mannheim/110-jahre-sv-waldhof-ist-legenden-elf-8202008.html -110 Jahre SV Waldhof: Legenden-Elf
Bilder
Willi Emig (links) zusammen mit den Stürmerlegenden Albert Brückl und Otto Siffling.
Auf diesem Bild vor dem neuen Clubhaus erkennen wir rechts unten sitzend Albert Brückl, unser Rekordtorschütze neben Bernd Bartels.
Literatur
- Andreas Ebner: Als der Krieg den Fußball fraß. Die Geschichte der Gauliga Baden 1933–1945. Verlag Regionalkultur. Ubstadt-Weiher 2016. ISBN 978-3-89735-879-9.
Weblinks
- Albert Brückl in der Datenbank von weltfussball.de








