3. Fußball-Liga 2025/26
| 3. Liga 2025/26 | |
| Meister | VfL Osnabrück |
| DFB-Pokal | VfL Osnabrück Energie Cottbus Rot-Weiss Essen MSV Duisburg |
| Aufsteiger | VfL Osnabrück Energie Cottbus |
| Relegation ↑ | Rot-Weiss Essen (1:0 und 0:2 gegen SpVgg Greuther Fürth) |
| Absteiger | TSV Havelse SSV Ulm 1846 FC Erzgebirge Aue 1. FC Schweinfurt 05 |
| Mannschaften | 20 |
| Spiele | 380 + 2 Relegationsspiele (davon 380 gespielt) |
| Tore | 1.219 (ø 3,21 pro Spiel) |
| Zuschauer | replace (ø replace pro Spiel) |
| Torschützenkönig | Lars Gindorf (Alemannia Aachen), 28 Tore |
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Die Saison 2025/26 der 3. Fußball-Liga war die 18. Spielzeit der dritthöchsten deutschen Spielklasse als Profi-Liga im Fußball der Männer.
Sie wurde am 1. August 2025 mit dem Spiel Rot-Weiss Essen gegen den TSV 1860 München eröffnet und ging nach dem 19. Spieltag (21. Dezember 2025), dem Abschluss der Hinrunde, in die Winterpause. Mit dem 20. Spieltag wurde die Spielzeit am 16. Januar 2026 weitergeführt; die Austragung des 38. und letzten Spieltags fand am 16. Mai 2026 statt.[1]
Inhaltsverzeichnis
Veränderungen gegenüber der Vorsaison
Meister Arminia Bielefeld sowie der Zweitplatzierte, Dynamo Dresden, stiegen nach der Vorsaison in die 2. Bundesliga auf, wohingegen der 1. FC Saarbrücken in der Aufstiegsrelegation gescheitert war und in der Liga verblieb. Bielefeld und Dresden wurden durch die Zweitligaabsteiger SSV Ulm 1846 und SSV Jahn Regensburg ersetzt, welche beide den direkten Wiederabstieg hatten hinnehmen müssen.
In die Regionalliga stiegen dagegen Hannover 96 II, Borussia Dortmund II, der SV Sandhausen sowie die SpVgg Unterhaching ab. Diese vier Mannschaften wurden durch die Aufsteiger MSV Duisburg, TSG 1899 Hoffenheim II, TSV Havelse und 1. FC Schweinfurt 05 ersetzt. Während zwei der vier Aufsteiger bereits mindestens eine Drittligasaison absolviert hatten, spielten Hoffenheim II wie auch Schweinfurt 05 erstmals in der 3. Liga.
Saisonverlauf
Hinrunde
Der amtierende Meister der Regionalliga West, der MSV Duisburg, gewann seine ersten sechs Saisonspiele (unter anderem ein 4:0 gegen den SSV Jahn Regensburg), was zuvor keinem Drittligaverein gelungen war. In der Folge blieben die Zebras noch weitere vier Partien ohne Niederlage, ehe sie dann am 11. Spieltag mit 1:3 gegen den TSV 1860 München erstmals verloren. Duisburg bestätigte seine gute Form und verblieb bis zur Winterpause durchgängig auf den vorderen drei Plätzen. Herbstmeister wurde allerdings Energie Cottbus, das in der Vorsaison nur drei Zähler hinter dem Aufstiegsrelegationsteilnehmer stand. Wie schon in der Vorsaison rangierten Cottbuser Stürmer, darunter erneut Tolcay Ciğerci, auf den vorderen Plätzen der offensiven Ranglisten. Ab der Hinrundenmitte gelang es dem SC Verl, bis zur Winterpause 11 Partien in Serie nicht mehr zu verlieren und bis auf den 2. Platz vorzudringen. Die Verler, die im Stadion mit der niedrigsten Zuschauerkapazität spielen, absolvieren ihre sechste Drittligasaison hintereinander.
Die TSG 1899 Hoffenheim II unterlag dem Positivtrend mehrerer anderer Zweitvertretungen in ihrer Premierensaison und erreichte diverse Achtungserfolge (4:1-Siege gegen Duisburg und Cottbus und 5:1-Sieg gegen die Münchner Löwen); bis auf zwei Spieltage stand das Team stets auf einem einstelligen Tabellenplatz. Der 1. FC Saarbrücken startete nach der verlorenen Aufstiegsrelegation gegen Eintracht Braunschweig gut in die Spielzeit und brach ab Ende September 2025 ein. Seit einem 2:1-Sieg gegen den 1. FC Schweinfurt 05 am 7. Spieltag gewannen die Saarländer bis zur Winterpause kein Spiel mehr. Dies führte zu einem Sturz aus den direkten Aufstiegsrängen bis auf den 15. Platz. Der SV Waldhof Mannheim war nach zwei Spieltagen (eine Niederlage, ein Remis) der erste Klub, der seinen Cheftrainer austauschte. Nachdem im weiteren Verlauf beispielsweise Rot-Weiss Essen mit 6:1 und 1860 München mit 3:1 besiegt worden waren, kletterte Mannheim phasenweise bis auf Platz sieben.
In der Abstiegszone befand sich seit Saisonbeginn der 1. FC Schweinfurt, der nur zwei Hinrundenspiele gewann (gegen den FC Ingolstadt 04 sowie Hoffenheim II) und alle weiteren Partien verlor. Dies bedeutete mit sechs Punkten die statistisch schlechteste Hinrunde in der Drittligageschichte. Nach Abschluss der Hinserie betrug der Abstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz 16 Punkte. Sieben Zähler vor Schweinfurt besetzte ein weiterer Aufsteiger, der TSV Havelse, den 19. Platz. Wiederum drei weitere Zähler davor landete der Zweitligaabsteiger SSV Ulm 1846 auf Rang 18.
Rückrunde
Während Cottbus weiterhin in den Aufstiegsrängen blieb – und beispielsweise ab Rückrundenbeginn zehnmal in Folge nicht verlor – rutschte Duisburg nach mehreren Niederlagen gegen direkte Konkurrenten aus diesen. So verlor der MSV mit 1:5 gegen Hansa Rostock, unterlag dem SV Wehen Wiesbaden mit 1:6 und ging auch beim Derby gegen Essen als Verlierer vom Platz. Jene Essener schlossen wie auch der ehemalige Zweitligist VfL Osnabrück zu den oberen Plätzen auf. Dem VfL gelangen zwischen dem 25. und dem 31. Spieltag nur Siege, woraufhin bereits ab dem 26. Spieltag längerfristig die Spitzenposition gesichert wurde. Durch Punktverluste der Verfolger stand Osnabrück in der Endphase der Saison drei Spieltage vor Schluss neun Punkte vor dem Aufstiegsrelegationsplatz, den Rot-Weiss Essen belegte. Zwischen Energie Cottbus auf dem zweiten sowie Verl auf dem sechsten Platz lagen acht Zähler. Am 31. Spieltag trafen Cottbus und die Essener aufeinander, wobei es nach 70 Spielminuten 3:1 für RWE stand. Innerhalb von etwas mehr als 20 Minuten erzielten Spieler des FC Energie vier Tore, woraufhin man mit 5:3 gewann. Ein weiteres wichtiges Spiel verlor Essen am 36. Spieltag beim VfB Stuttgart II mit 1:6. Dies sorgte für den vorzeitigen sportlichen Aufstieg Osnabrücks sowie den Gewinn des Meistertitels. Cottbus und Duisburg zogen nach Punkten gleich und rangierten zwei Zähler vor dem Vierten Essen und dem SC Verl auf Rang 5 (fünf Punkte Rückstand). Am vorletzten Spieltag setzte sich Essen mit 1:0 gegen den SC Verl durch, woraufhin dieser keine Möglichkeiten mehr auf den Aufstieg hatte. Duisburg spielte remis und Cottbus gewann ebenfalls, weshalb alle drei Vereine am finalen Spieltag noch die Chance hatten, den 2. oder 3. Rang zu besetzen. Da Cottbus und Essen beide gewannen und Duisburg nur remis spielte, tauschen der MSV und Rot-Weiss Essen die Platzierungen. Energie Cottbus folgte dem VfL Osnabrück in die 2. Bundesliga, wohingegen Essen die Relegation gegen die SpVgg Greuther Fürth bestritt. Nach einem 1:0-Heimsieg im Hinspiel unterlag Essen den Franken im Rückspiel mit 0:2 und verblieb so in der 3. Liga.
Alemannia Aachen hatte eine durchwachsene Hinrunde mit zehn Niederlagen absolviert, die mit dem Überwintern auf einem direkten Abstiegsplatz endete. Durch mehrere Serien von Spielen ohne Niederlage gelang es den Schwarz-Gelben, sich von der Abstiegszone zu entfernen und sogar zeitweise an die Aufstiegsränge heranzukommen. Hoffenheim II kam dem unteren Tabellendrittel dagegen immer näher, nachdem in der Winterpause mehrere Leistungsträger (darunter der beste Torschütze Ayoube Amaimouni) zu höherklassigen Vereinen gewechselt waren. Nur das in der Hinrunde aufgebaute Punktepolster bewahrte die Mannschaft davor, auf einen Abstiegsrang zu fallen. Mit Mannheim und Viktoria Köln gelang es am 34. Spieltag den ersten Klubs, die auch nicht mehr aufsteigen konnten, den Klassenerhalt zu fixieren.
Auch an den schlechten Leistungen der Teams aus Schweinfurt, Havelse, Aue und Ulm änderte sich nicht viel und die Abstände auf den rettenden 16. Platz wurden immer größer. Schweinfurt 05 gelangen zwar drei Rückrundensiege, trotz allem war der Abstieg bereits nach dem verlorenen Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen am 32. Spieltag besiegelt. Am 34. Spieltag hätte Erzgebirge Aue bei einer Niederlage gegen den VfB Stuttgart II folgen können, das Team von Interimstrainer Chwitscha Schubitidse holte auf fremdem Platz jedoch einen Punkt. Da die Sachsen am 35. Spieltag erneut nur remis spielten, war der rettende 16. Platz sportlich nicht mehr zu erreichen. Somit wird der Verein erstmals seit 2003 wieder in der Regionalliga spielen. Parallel hierzu stand fest, dass Schweinfurt und Aue mindestens ein Verein aus dem Südwesten (Ulm, Saarbrücken oder Hoffenheim II) in die vierte Liga folgen würde. Hierbei hatte Ulm mit acht Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz die schlechteste Ausgangsposition. Der TSV Havelse konnte hingegen am 35. Spieltag in der dritten Minute der Nachspielzeit durch den Siegtreffer zum 3:2 gegen den VfB Stuttgart II dem Abstieg noch entgegenwirken. Einen Spieltag später unterlagen die Niedersachsen jedoch dem SC Verl in dessen Stadion mit 0:4, woraufhin auch für Havelse der Abstieg unvermeidbar war. Ulm komplettierte das Absteigerquartett nach einer 0:2-Heimniederlage gegen Viktoria Köln. Der SSV stürzte so innerhalb von zwei Jahren aus der 2. Bundes- bis in die Regionalliga, nachdem er zuvor binnen zwei Jahren den genau umgekehrten Weg gegangen war.
Statistiken
Tabellenführer
Abschlusstabelle
U23 Die Zweitmannschaften von höherklassigen Vereinen durften nur Spieler einsetzen, die während des gesamten Spieljahres (1. Juli bis 30. Juni) nicht älter als 23 Jahre waren und somit unter die U23-Regelung fielen. In dieser Saison waren also grundsätzlich nur Spieler spielberechtigt, die am oder nach dem 1. Juli 2002 geboren wurden. Darüber hinaus durften sich drei ältere Spieler gleichzeitig im Spiel befinden. Des Weiteren waren Zweitmannschaften von höherklassigen Vereinen weder zum Aufstieg in die 2. Bundesliga noch zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigt. Hätte eine Zweitmannschaft einen Tabellenplatz belegt, der zum Aufstieg, zur Teilnahme an der Aufstiegs-Relegation oder am DFB-Pokal berechtigt hätte, wäre der nächstplatzierte Verein nachgerückt.
KreuztabelleDie Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele der Saison 2025/26 dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte, die Gastmannschaft in der oberen Zeile aufgelistet.
RelegationDie beiden Relegationsspiele zwischen dem Dritten der 3. Liga (Rot-Weiss Essen) und dem 16. der 2. Bundesliga (SpVgg Greuther Fürth) fanden am 22. und 26. Mai 2026 jeweils um 20:30 Uhr MESZ statt.
Rot-Weiss Essen verblieb damit in der 3. Liga, die SpVgg Greuther Fürth in der 2. Bundesliga. TabellenverlaufVerlegte Partien werden entsprechend der ursprünglichen Terminierung dargestellt, damit an allen Spieltagen für jede Mannschaft die gleiche Anzahl an Spielen berücksichtigt wird. Torschützenliste
4 Lobinger spielte bis zur Winterpause für Viktoria Köln und erzielte für den Verein neun Tore.
Torvorlagenliste
Scorerliste
Stadien, Zuschauer, Sponsoring und AusstatterDie Teilnehmer werden nach der Stadionkapazität vorsortiert.
6 Beim ausverkauften Heimspiel gegen den MSV Duisburg waren 15.749 Zuschauer im Stadion an der Bremer Brücke anwesend.
7 Beim ausverkauften Heimspiel gegen den MSV Duisburg waren 20.100 Zuschauer im Stadion an der Hafenstraße anwesend.
8 Da das heimische Robert-Schlienz-Stadion nicht den seitens des DFB gestellten Anforderungen für die 3. Liga entsprach, trug die U23 des VfB Stuttgart ihre Heimspiele in der WIRmachenDRUCK Arena, im ca. 30 Kilometer entfernten Großaspach, aus.[7][8]
9 Da das heimische Wilhelm-Langrehr-Stadion nicht den seitens des DFB gestellten Anforderungen für die 3. Liga entsprach, trug der TSV Havelse seine Heimspiele im Eilenriedestadion, im ca. 15 Kilometer entfernten Hannover, aus. Für Risikospiele stand die Heinz-von-Heiden-Arena als Ausweichspielstätte zur Verfügung.[9]
WissenswertesAllgemeinesIm Rahmen der deutsch-japanischen Schiedsrichter-Partnerschaft leiteten die japanischen Unparteiischen Kōki Nagamine und Yūsuke Ōhashi im August 2025 je zwei Partien der 3. Liga. Die Kommunikation fand hierbei auf Englisch statt.[10] Höchstwerte der Saison
Rekorde
CheftrainerDie Tabelle listet alle Cheftrainer auf, die zu Beginn der Saison ihre jeweilige Mannschaft verantworteten. Interimstrainer sind unter den Trainerwechseln berücksichtigt, sofern sie ein Spiel absolvierten. Die Vereine sind nach der Abschlusstabelle der Vorsaison sortiert.
(a) Bei Cheftrainern, die ihre Mannschaft zum Beginn einer vorherigen Saison übernahmen, ist zur besseren Vergleichbarkeit der Juli als Startmonat angegeben.
KaderWeblinksEinzelnachweise
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