Vilmar Santos Barbosa
| Vilmar Santos | ||
| ||
| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Voller Name | Vilmar Santos Barbosa | |
| Geburtstag | 7.Januar 1968 | |
| Geburtsort | Batinga-Itahem, | |
| Größe | 179 cm | |
| Position | Innenverteidiger | |
| Vereinsinformationen | karriereende | |
| Vereine in der Jugend | ||
| Mamore | ||
| Vereine als Aktiver | ||
| Jahre | Verein | Spiele (Tore)1 |
| 07/1990 - 06/1991 07/1991 - 06/1993 07/1993 - 06/1994 11/1995 - 08/1996 09/1996 - 06/1997 07/1997 - 02/2003 |
9 (0) 136 (3) | |
| Nationalmannschaft | ||
| 1 (0) | ||
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1 Angegeben sind nur Liga-Spiele. | ||
Vilmar Santos Barbosa (* 7. Januar 1968 (58) in Boatinga (Brasilien)) ist ein ehemaliger brasilianischer Fussballspieler.
Inhaltsverzeichnis
Karriere
In Brasilien herrschen jetzt sommerliche Temperaturen um die 45 Grand. Kein Wunder, daß Vilmar Santos sehnsuchtsvoll an zuhause denkt? Seine Lieblingsbeschäftigung ist sei Juli morgens auszuschlafen. „Bei dieser Kälte muß man das einfach", betont der Brasilianer schmunzelnd. Santos stammt aus einer Großfamilie. Er wuchs mit acht Geschwistern in einem gut behüteten Elternhaus auf. Mit sieben Jahren begann seine Fußballer-Karriere mitten auf den Straßen Brasiliens. In seinem Heimatort Boatinga traf er sich regelmäßig mit seine Freunden auf der Straße zum Fußballspielen. Als Jugendlicher wurde er und „seine Mannschaft" vom ansässigen Amateur-Club Mamore zu Testspielen eingeladen. Einige von Ihnen bekamen die Chance im Club zu trainieren, darunter Santos. Dieser blieb seinem ersten Verein bis 1990 treu, dann wechselte er als Profi zu Forroviavia. Die Eltern sorgten sich um Ihren Sohn, der tagtäglich nur noch Training und Fußballspielen im Kopf hatte. Eine Folge dieser Leidenschaft war die Tatsache, daß er die Schule anfangs unregelmäßig, später überhaupt nicht mehr besuchte. Den Ärger über seine abgebrochene Schulausbildung hatten seine Eltern jedoch schnell vergessen, denn als sich der Erfolg einstellte und Santos Fußballprofi wurde, waren sie „mächtig stolz" auf Ihren Sohn!
Als linker Verteidiger begann er 1990-1991 bei seinem ersten brasilianischen Proficlub Forroviavia, Für zwei Jahre wechselte er zum Club Baia und wurde im ersten Jahr Regionalliga-Meister und im zweiten Jahr Vizemeister. Forroviavia nahm ihn anschließend noch ein weiteres Jahr unter Vertrag. Danach kam das erste lukrative Auslandsangebot und zwar vom FC Basel (Schweiz). Ein Jahr später auch vom schweizerischen FC Baden.
1997 kam der Brasilianer in die von Uwe Rapolder völlig neu formierte Mannschaft des SV Waldhof. Mit ihm kamen vom FC Baden Ronald Hoop, Fabricio Nascimento und Jonah Sawieh. Während einige der übrigen Neuzugänge den Verein schon nach kurzer Zeit wieder verließen, entwickelte sich Santos zu einer festen Größe beim SVW.
Seine Frau Vilma und sein Sohn Tiago-Alexandre kamen erst im Oktober nach Mannheim. In diesen drei Monaten telefonierte er fast täglich mit Brasilien. Es entstanden „hohe Telefonkosten", erinnert sich Santos. Nun, da Frau und Kind in Deutschland sind, genießt jeder das Familienleben in vollen Zügen. „ich gehe nicht viel weg", sagt Santos, „nach dem Training zieht es mich gleich wieder heim." Der sympathische Brasilianer ist keineswegs eine Eigenbrötler. Er liebt die Geselligkeit mit der Familie und Freunden. „Wir sprechen weder Deutsch noch Englisch, da ist es schwer Freundschaften zu schließen", bedauert er. Santos ist ein fröhlicher und zufriedener Mensch, der über den Film „Ghost - Nachricht von Sam" und vor allem über Mr.Bean herzhaft lachen kann.
Wie die meisten Brasilianer ist er ein sehr gläubiger Mensch. „Gott gibt mir die Kraft, Fußball zu spielen und er paßt auf mich und meine Familie auf, sie ist das Wichtigste in meinem Leben." Das Zweitwichtigste ist der Fußball, an dem Santos mit Leib und Seele hängt. Auch seine Fans spüren diese Leidenschaft und schätzen sein Talent, mit dem Ball umzugehen. „Nach dem Spiel muß ich viele Autogramme schreiben", freut er sich. Er fühlt sich sehr wohl in Deutschland und vor allem beim SV Waldhof. Ihm gefällt es, daß es junge Leute sind, die sich für den Verein einsetzen und auch junge Spieler, die „noch eine gute Zukunft vor sich haben." Der 29-jährige nimmt das Training sehr ernst, er möchte, daß der Trainer mit ihm zufrieden ist. „Ich schätze Uwe Rapolder als Menschen und als hervorragenden Trainer sehr", lobt Santos. Er fühlte sich gerührt, als Rapolder ihm zum Kapitän der Mannschaft machte. „Teamarbeit ist auf dem Rasen wichtig", weiß er zu berichten, „wenn sie funktioniert, kann es ein gutes Spiel werden." Mangels deutscher und englischer Sprachkenntnisse verständigt er sich mit seinen Mitspielern mit Händen und Füßen. Alle sind freundlich zu ihm und es wird ihm sicherlich nicht leichtfallen, von hier wieder wegzugehen. „Wenn mein 1-Jahresvertrag bei Waldhof nicht verlängert wird, werde ich nach Brasilien zurückkehren und mit meinem Schwager zusammen eine Sportboutique eröffnen und später vielleicht, wenn es sich einmal ergeben sollte, auch als Trainer arbeiten."
Er hielt über Jahre die Abwehr zusammen und konnte 1999 die Rückkehr des Clubs in die 2.Bundesliga feiern. Nach dem Aufstieg urteilte die Presse: "Gemeinsam mit Marcio Borges Waldhofs Zuckerhut - der am schwierigsten zu bezwingende Berg in der Liga. Die beiden Brasiliander spielten eine überragende Saison. Schade, dass Borges nach Bielefeld geht."[1]
2001 scheiterte der Abwehrchef mit der Mannschaft nur denkbar knapp am Aufstieg in die 1.Bundesliga. Der damals 34 Jahre alte Abwehrchef hatte sich am 10. September 2002 im Spiel gegen Eintracht Trier einen Riss des Dickdarms zugezogen, als er einen Stoß durch das Knie eines Trierer Gegenspielers in den Bauch erhielt. Dies war sein letztes Spiel für die Blau-Schwarzen und Santos kämpfte danach teilweise sogar ums Überleben. [2] Der Vertrag zwischen dem Brasilianer und dem SV Waldhof wurde zur Winterpause jener Saison wegen nicht antreten seines Rehaprogramms aufgelöst. Santos musste seine Karriere beenden.
Trainer Walter Pradt: "Eigentlich hätte Santos einen anderen Abschied verdient, andererseits ist er jedoch selbst schuld."
Insgesamt schoss Santos in 136 Ligaspielen 3 Treffer. Im Pokal war der Abwehrspieler 15 Mal für Waldhof im Einsatz und traf dabei zweimal. Höhepunkt seiner Karriere war sein einziger Einsatz für die brasilianische Nationalmannschaft in Japan.
Spieler Interview
Bilder
- Vilmar Santos Portrait
Saison 1997-1998
Saison 1997-1998
Saison 1999-2000
Saison 1999-2000
Saison 2000-2001
Saison 2001-2002
Saison 2002-2003
- Vilmar Santos als Spieler
11. August 2002 Eintracht Braunschweig - Waldhof Mannheim - 4:2 (1:1) - Vilmar Santos kann klären. Rafael Mea Vitali aufmerksamer Beobachter.
Saison 2002-2003
Vilmar Santos freut sich über sein Tor zum 2:1 gegen die Stuttgarter Kickers
Vereinsspiele
| Liga | Jahr | Verein | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|---|
| Regionalliga Süd | 1997-1998 | SV Waldhof Mannheim | 21 | 0 |
| DFB-Pokal | 1997-1998 | SV Waldhof Mannheim | 3 | 0 |
| Regionalliga Süd | 1998-1999 | SV Waldhof Mannheim | 32 | 0 |
| DFB-Pokal | 1998-1999 | SV Waldhof Mannheim | 1 | 0 |
| 2. Bundesliga | 1999-2000 | SV Waldhof Mannheim | 23 | 1 |
| DFB-Pokal | 1999-2000 | SV Waldhof Mannheim | 2 | 0 |
| 2. Bundesliga | 2000-2001 | SV Waldhof Mannheim | 23 | 2 |
| DFB-Pokal | 2000-2001 | SV Waldhof Mannheim | 1 | 0 |
| 2. Bundesliga | 2001-2002 | SV Waldhof Mannheim | 33 | 0 |
| DFB-Pokal | 2001-2002 | SV Waldhof Mannheim | 2 | 0 |
| 2. Bundesliga | 2002-2003 | SV Waldhof Mannheim | 4 | 0 |
| DFB-Pokal | 2002-2003 | SV Waldhof Mannheim | 1 | 0 |
Einzelnachweise
- ↑ "Rheinpfalz" vom 22.5.1999, Lokalsport, "Die Spieler in der Einzelkritik"
- ↑ http://www.rp-online.de/sport/fussball/Mannheimer-Santos-nach-Not-OP-in-erstaunlich-gutem-Zustand_aid_317614.html
Weblinks
- Profil auf transfermarkt.de
- Vilmar Santos Barbosa in der Datenbank von Fussballdaten.de
- Vilmar Santos Barbosa in der Datenbank von weltfussball.de










