BC Sport Kassel

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BC Sport Kassel
BC Sport Kassel.gif
Basisdaten
Name 1. Casseler Ballspiel-Club „Sport“
Sitz Kassel, Hessen
Gründung 15. April 1894
Farben blau-weiß
Website bcsportkassel.de
Erste Fußballmannschaft
Spielstätte Rasenplatz Scharnhorststraße
Plätze
Liga Kreisliga B
2022/23 ?. Platz
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
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Auswärts

Der 1. Casseler Ballspiel-Club „Sport“, meist abgekürzt als BC Sport Kassel, ist ein Fußballverein mit rund 380 Mitgliedern aus der nordhessischen Metropole Kassel. Er wurde 1894 unter dem heutigen Namen gegründet und ist damit nicht nur der älteste noch bestehende Fußballverein der Stadt, sondern zählt auch zu den ältesten Fußballvereinen im heutigen Bundesland Hessen. Die erste Blütezeit der „Sportianer“ waren die 1920er Jahre, als die Mannschaft sich drei Mal für die Endrunde um die Westdeutsche Meisterschaft qualifizierte. In den 1930er und 1940er Jahren gehörte der BC Sport der Gauliga Hessen an und verpasste 1941 nur knapp den Einzug in die deutsche Meisterschafts-Endrunde. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte die Mannschaft lange Zeit keine Rolle im überregionalen Fußball, bis sie von 1974 bis 1976 in der Amateurliga Hessen und damit wieder höherklassig antrat. Daran schlossen sich mehr als zehn Jahre auf der vierten Ebene, der Landesliga Hessen an. Seit 1986 spielt die erste Mannschaft des BC Sport Kassel in den oberen Ligen des Fußballbezirks Kassel.

Geschichte

Am 15. April 1894 gründeten einige Schüler höherer Lehranstalten im an der Losse gelegenen Ausflugslokal „Insel Helgoland“ den Ballspiel-Club „Sport“. In den Anfangsjahren war „Sport“ ein nobler Verein, in dem viel Wert auf Etikette und höhere Bildung gelegt wurde. Die Namenswahl zielte auch bewusst und provokativ auf eine Abgrenzung zu den Turnern ab, die Sport als eine britische Marotte ansahen. Die ersten Jahre liefen in Ermangelung eines regelmäßigen Spielbetriebes beschaulich, erst in den Jahren nach der Gründung des Deutschen Fußball-Bundes dehnte sich der Aktionsradius der Vereine nach der Jahrhundertwende allmählich über die Stadtgrenzen aus. Überregionale Erfolge stellten sich beim BC Sport bis zum Ersten Weltkrieg zwar nicht ein, zum 20. Vereinsjubiläum im Jahr 1914 stellte man aber immerhin schon sechs Senioren- sowie eine AH-Mannschaft.

Noch während des Ersten Weltkrieges deutete sich an, dass der BC Sport allmählich die Führungsrolle des Casseler FV (dem späteren SV Kurhessen) im regen örtlichen Fußballgeschehen übernehmen würde: 1916/17 wurde man Kreisbezirksmeister und in den Nachkriegsjahren, als der reguläre Spielbetrieb in den Ligen des Westdeutschen Spiel-Verbandes, dem die Kasseler Vereine seinerzeit angehörten, wieder ins Laufen gekommen war, gelang in der Runde 1920/21 der Durchbruch. In der lokalen Kreisklasse lediglich vom SV 06 Rothenditmold besiegt, gelang durch einen 4:1-Sieg über Lahnkreismeister VfB 05 Marburg am 13. März 1921 der Gewinn der Gaumeisterschaft und damit der Einzug in die Endrunde um die Westdeutsche Meisterschaft. Hier trafen die Blau-Weißen auf die namhaften Gegner Duisburger SV, Kölner BC, Dortmund 95 und Preußen Münster und waren letztlich chancenlos, erreichten aber mit „selten schönem und eifrigem Spiel und heroischem Kampf“, wie das Fachblatt „Fußball“ dem BC Sport anlässlich der 1:2-Heimniederlage vor 5000 Zuschauern attestierte, durch Punktgewinne gegen Münster und Dortmund immerhin Platz vier. Nachdem zwischenzeitlich wieder der SV Kurhessen bzw. der CSC 03 die Führungsrolle übernommen hatten, errangen die „Sportianer“ in den Jahren 1925 und 1926 zwei weitere Male einen Platz in der Endrunde um die „Westdeutsche“, scheiterten jedoch abermals an den übermächtigen Vereinen von Rhein und Ruhr. Anschließend ging die erste Erfolgsära des Vereines schon bald zu Ende, nach internen Streitigkeiten brach die Mannschaft auseinander. Im Anschluss an die Runde 1928/29 mussten die Blau-Weißen sogar erstmals aus der höchsten Spielklasse absteigen, kehrten aber nach nur einer Spielzeit wieder zurück. Am Ende der Saison 1930/31 stand die Mannschaft um die Auswahlspieler Sauerbier und Sander punktgleich mit Borussia Fulda auf Platz 1, unterlag aber im Entscheidungsspiel um die Meisterschaft mit 0:5.

Nach Kriegsende und der damit verbundenen Auflösung der Vereine entstand als Nachfolger von BC Sport, BV 06 und Tuspo Waldau zunächst die SG Blau-Weiß Kassel, die sportlich zunächst Schwierigkeiten hatte, denn nach der erfolgreichen Qualifikation zur Kurhessenliga 1946 verpasste man nach dem Abgang einiger Leistungsträger 1947 – inzwischen wieder unter dem alten Vereinsnamen antretend – die Qualifikatiion zur Landesliga Hessen, spielte erstmals in der Vereinsgeschichte nur noch drittklassig und drohte im Mittelmaß zu versinken. Nachdem der langjährige Kapitän Walter Wiesendorf das Training übernommen hatte, gelang 1949 mit der Qualifikation zur Bezirksklasse (der späteren 2. Amateurliga Hessen) die Wende. Der Sprung ins hessische Oberhaus blieb den Blau-Weißen 1954 noch knapp verwehrt, drei Jahre später, mittlerweile von dem vom KSV Hessen zurückgekehrten Spielertrainer „Toni“ Hellwig angeführt, errangen die „Sportianer“ mit 107 erzielten Toren nicht nur die Meisterschaft, sondern setzten sich auch in der Aufstiegsrunde durch und stiegen nach einem 3:2-Sieg im Entscheidungsspiel über die SKG Sprendlingen in die höchste hessische Spielklasse auf.

Die Freude währte allerdings nur kurz, denn nicht nur der sofortige Abstieg nach der Spielzeit 1957/58 aus der 1. Amateurliga Hessen war für den nordhessischen Traditionsverein ein Rückschlag: Nach über fünf Jahrzehnten musste man darüber hinaus das Gelände an der Hafenbrücke verlassen, das einer Straßenerweiterung zum Opfer fiel. 1960 folgte mit dem Abstieg in die A-Klasse ein weiterer sportlicher Tiefpunkt. Er markierte aber auch den Aufbruch in eine neue Ära, denn neben dem Bezug eines neuen Vereinsgeländes entstand beim BC Sport fast ausschließlich aus Nachwuchskräften eine neue, spielstarke Mannschaft, der schon 1960/61 die Rückkehr in die 2. Amateurliga gelang. Anschließend zog man vier Mal in Folge in die Aufstiegsrunde ein, scheiterte aber ebenso regelmäßig. Als 1965 in Hessen die Gruppenligen als neue vierte Spielstufe unterhalb der Hessenliga eingeführt wurden, lagen die Blau-Weißen in den Jahren darauf zwar regelmäßig in der oberen Tabellenhälfte, ein Aufstieg in die oberste Amateurspielklasse gelang aber erst im neunten Anlauf 1974.

Statistik gegen Waldhof

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Bisherige Bilanz gegen BC Sport Kassel

Begegnungen G U V Tore + - Yellow card.png Yellow-Red card.png Red card.png Eigentor.png
Ligaspiele 6 6 0 0 15:5 +10
Pokalspiele 0 0 0 0 -:- 0 0 0 0 0
Testspiele 0 0 0 0 -:- 0 0 0 0 0
gesamt 6 6 0 0 15:5 +10

Spielberichte und Details gegen Waldhof Mannheim


Bekannte ehemalige Spieler und Trainer

Literatur

  • Hardy Grüne: Legendäre Fußballvereine. Hessen. Agon Sportverlag, Kassel 2005, ISBN 3-89784-244-0, Seite 48–51

Weblinks



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