SC Freiburg II-Waldhof 171107

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Die Partie des SV Waldhof beim SC Freiburg gehörte zu der Kategorie der Spielen, an deren Ende man nicht weiß, ob man zufrieden sein soll oder nicht. Unter dem Strich stand für die Blau-Schwarzen ein 0:0-Unentschieden beim Tabellenführer, durch das der SVW unter Alexander Conrad weiter ungeschlagen geblieben ist. Lange Zeit waren die Freiburger klar feldüberlegen und dem 1:0 viel näher, ehe die Waldhöfer in der Schlussphase klarste Chancen zum 1:0 hatten.

„Insgesamt kann ich mit dem einen Punkt leben“, sagte Trainer Conrad nach der Partie vor 800 Zuschauern im Möslestadion. „Die erste Halbzeit ging an Freiburg, die zweite an uns“, resümierte Kapitän Christof Babatz, der mit seinem Team von etwa 500 Waldhof-Fans vor Ort unterstützt wurde. Pech hatte Conrad, dass sich seine Einwechslungen diesmal nicht in Toren bezahlt machten, dabei waren es gerade Fisnik Myftari und Abedin Krasniqi, die die besten Chancen besaßen.

In der ersten Halbzeit war von der Waldhof-Offensive aber erstmal nicht viel zu sehen. Nach einer guten Chance für Daniel Reule, der aus 16 Metern freie Schussbahn hatte, aber sich im letzten Moment von einem hinter ihm stehenden Verteidiger beeindrucken ließ (3’), spielte eigentlich nur noch der SC. Die junge Mannschaft von Karsten Neitzel war kombinationssicher, laufstark und setzte die Blau-Schwarzen stark unter Druck. „Wir hatten zu wenig Ruhe am Ball“, sagte Babatz, was zur Folge hatte, dass sich das Geschehen fast nur in der Waldhof-Hälfte abspielte. Allerdings stand die SVW-Deckung sicher und ließ nur sehr wenige Möglichkeiten zu. Die größte Chance hatte Manuel Konrad in der 35. Minute, als er aus 14 Metern zum Schuss kam, Daniel Tsiflidis den Ball aber reaktionsschnell abwehren konnte.

Insgesamt war das Remis zu diesem Zeitpunkt für die Waldhöfer eher glücklich, was dazu führte, dass Conrad seine Truppe in der Kabine ins Gebet nahm. Das half, denn mit Beginn der zweiten Hälfte wurden die Blau-Schwarzen offensiver und bekamen im laufe des Partie immer mehr Spielanteile. Zunächst brannte es aber noch einmal lichterloh im SVW-Strafraum, als Owusu Ampomah viel Platz hatte, seine Schnelligkeit ausspielte und plötzlich frei vor Daniel Tsiflidis stand. Dort wartete er aber zu lange und sein Schuss wurde gerade noch zur Ecke abgeblockt. Nach einem Kopfball von Maik Schutzbach, der knapp am langen Ecke vorbeistrich, war es mit der Freiburger Offensive aber vorbei (58’).

Spätestens mit den beiden Einwechslungen von Fisnik Myftari (für Dennis Weiland) und Abedin Krasniqi (für Daniel Reule) bekam der SVW Oberwasser. Die Freiburger mussten ihrem hohen Anfangstempo immer mehr Tribut zollen und hatten große Probleme mit dem quirligen Waldhof-Angriff. Der erste Schuss von Myftari in der 73. Minute war noch kein Problem für SC-Keeper Dominik Wohlfarth, aber in der 75. Minute hatte der Schlussmann Glück, dass ein Drehschuss von Krasniqi aus fünf Metern abgeblockt wurde – Wohlfarth hätte keine Abwehrchance gehabt.

Die beste Gelegenheit ergab sich für Krasniqi nur eine Minute später, als er von Myftari geschickt freigespielt wurde und plötzlich alleine vor dem Tor stand. Allerdings zögerte der Angreifer zu lange, so dass der Winkel zu spitz wurde und er Wohlfarth aus kurzer Distand anschoss. „Da braucht er noch mehr Ruhe“, erklärte Conrad später, der in den letzten Minuten eine klar überlegene Waldhof-Mannschaft sah, der aber kein Tor mehr gelang.

Unter dem Strich ging das Unentschieden in Ordnung, wodurch der SVW zwar auf den vierten Tabellenplatz zurückgefallen ist, aber punktgleich mit dem neuen Tabellenführer FC Astoria Walldorf ist. Und genau diese Walldorfer sind am kommenden Freitag im Carl-Benz-Stadion zu Gast. Die Spitzenspielwochen gehen also weiter.

SC Freiburg II – SV Waldhof 0:0 (0:0) Freiburg: Wohlfarth – Matter, Mollet, Kaufmann, Schutzbach – Jüllich (78’ Dell’Era), Konrad, Mehring (84’ Caligiuri), Glockner (90’ Bouziane) – Ampomah, Roth.

SV Waldhof: Daniel Tsiflidis, René Schwall, Janis Crone, Echendu Adiele, Kevin Wittke (89. Stephan Maas), Christof Babatz,Emin Ismaili, Marco Laping, Thomas Ollhoff, Dennis Weiland (66. Fisnik Myftari), Daniel Reule (71. Abedin Krasniqi)

Tore: Fehlanzeige

Schiedsrichter: Markus Schmidt aus Stuttgart

Zuschauer: 800, darunter ca. 500 Mannheimer

Quelle: svwm.de

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