Der SV Waldhof mit einer Leistungssteigerung

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0:0 in Heidenheim hält die Conrad-Elf auf dem wichtigen Platz vier

Der SV Waldhof mit einer Leistungssteigerung

Von Roland Bode

Heidenheim. Mit einem etwas glücklichen Punktgewinn ist der SV Waldhof vom Vatertagsspiel beim 1. FC Heidenheim zurückgekehrt. 0:0 - torlos endete die Partie im Alb-Stadion, bei der die Conrad-Elf gegenüber dem letzten Spiel in Großaspach eine deutliche Leistungssteigerung zeigte. Vor den anstehenden Heimspielen gegen Schwieberdingen und Freiburg 2 verteidigte der SVW sein Polster von zwei Punkten auf einen Nicht-Qualifikationsplatz für die Regionalliga.

Nöll: "Null muss hinten stehen" "Wir haben den Kampf angenommen, sonst hätten wir hier nicht überlebt. Mit dem einen Punkt können wir leben", meinte nach Spielschluss Janis Crone. Ähnlich sah dies Präsident Mario Nöll, der vor den temporeichen 90 Minuten als Minimalziel gefordert hatte: "Die Null muss hinten stehen."

Trainer Alexander Conrad hatte seine Start-Formation gegenüber der verschlafenen Frühschoppenpartie am letzten Sonntag nur auf einer Position verändert. Erstmals nach 18-monatiger Verletzungspause lief Verteidiger Daniel Bogdanovic auf der rechten Abwehrseite ein, und er löste seine Aufgabe ordentlich. Für ihn blieb Monetta auf der Bank.

In der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Seiten weitgehend selbst. Der SV Waldhof fand erst nach einer halben Stunde besser ins Spiel und besaß durch Daniel Reule die größte Chance zur Führung (40.), doch dessen Kopfball nach Zuspiel von Kevin Wittke verfehlte das Ziel.

Nach dem Seitenwechsel spielten die Platzherren mit mehr Druck und Siegeswillen: "Unser Fehler war, dass wir drei hochkarätige Chancen nicht genutzt haben", traf Heidenheims Trainer, der ehemalige Waldhof-Profi Frank Schmidt, den Nagel auf den Kopf. Der starke Ertac Seskir (55.) und zweimal Andreas Spann (56./65.) vergaben aus aussichtsreicher Position. Auf Seiten des SVW hatte Christian Schilling nach einem Konter die beste Möglichkeit (86.), doch sein Geschoss streifte knapp über die Querlatte.

Mental-Coach tut gut "Man hat von Anfang an gesehen, dass es für beide Seiten um sehr viel geht. Heidenheim hatte die besseren Chancen, aber wir haben mit Leidenschaft dagegen gehalten. Ich bin zufrieden", urteilte Conrad. Am Vorabend hatte er übrigens einen Mental-Coach ins Mannschaftshotel bestellt: "Etwas professionelle Hilfe in diesem Bereich hat uns nach der schweren letzten Woche ganz gut getan."


Aufstellung FC Heidenheim: Erol Sabanov , Ingo Feistle, Tim Göhlert, Johannes Meier, Cassio Da Silva, Ertac Seskir, Alper Bagceci, Christian Gmünder, Martin Klarer, Dieter Jarosch , Andreas Spann

Aufstellung SVW Mannheim: Daniel Tsiflidis, René Schwall, Janis Crone, Echendu Adiele, Daniel Bogdanovic, Christian Schilling, Kevin Wittke, Emin Ismaili (80. Fisnik Myftari), Thomas Ollhoff, Giovanni Speranza, Daniel Reule(73. Ermin Melunovic)

Schiedsrichter: Arno Blos (Esslingen) Zuschauer: 3240 (700 Mannheimer)

Quelle:Mannheimer Morgen 02. Mai 2008