Tsanko Tsvetanov

Aus WikiWaldhof
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tsanko Tsvetanov
Spielerinformationen
Voller Name Tsanko Nikolaev Tsvetanov
Geburtstag 6. Januar 1970
Geburtsort Balgarsko slivovo, BulgarienBulgarien Bulgarien
Position Mittelfeld
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
07/1987 - 06/1988
07/1988 - 06/1993
07/1993 - 06/1995
07/1995 - 06/1996
07/1996 - 06/1998
07/1998 - 08/2001
09/2001 - 06/2002
06/2002 - 07/2003
BulgarienBulgarien Akademik Svischov
BulgarienBulgarien FK Etar Weliko Tarnowo
BulgarienBulgarien Lewski Sofia
DeutschlandDeutschland Waldhof Mannheim
SchottlandSchottland FC Aberdeen
DeutschlandDeutschland Energie Cottbus
BulgarienBulgarien Lewski Sofia
BulgarienBulgarien FK Etar Weliko Tarnowo
17 (1)
141 (3)
54 (1)
17 (0)
38 (0)
45 (0)
8 (0)
26 (2)
Nationalmannschaft
1991-1996 BulgarienBulgarien Bulgarien 40 0(0)
Stationen als Trainer
07/2004 - 06/2007
07/2008 - 06/2009
07/2009 - 12/2010
12/2010 - 11/2011
01/2012 - 10/2012
01/2013 - 06/2014
06/2014 - 12/2017
09/2017 - 08/2021
09/2021 - 04/2023
11/2023 -
BulgarienBulgarien Lewski Sofia (Co-Trainer)
BulgarienBulgarien Litex Lovech (Co-Trainer)
BulgarienBulgarien Bulgarien(Co-Trainer)
Zypern Anorthosis Famagusta (Trainer)
BulgarienBulgarien FK Etar Weliko Tarnowo (Trainer)
BulgarienBulgarien Botew Plowdiw (Co-Trainer)
KasachstanKasachstan FC Astana (Co-Trainer)
BulgarienBulgarien FK Etar Weliko Tarnowo (Vorstandsmitglied)
BulgarienBulgarien Lewski Sofia (Co-Trainer)
TurkeiTürkei Göztepe Spor Kulübü (Co-Trainer)

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
 Stand: 5. Januar 2026

Fehler entdeckt?
Dann schicken Sie hier eine Korrektur ab.

Tsanko Tsvetanov (* 6. Januar 1970 (56) in Balgarsko slivovo/Bulgarien) ist ein ehemaliger bulgarischer Fussballspieler.

Spielerkarriere

Tsvetanov spielte in Bulgarien bei Akademik Svischov, Etar Veliko Tarnovo und Levski Sofia, ehe er 1995 nach Deutschland zum SV Waldhof ging. Er kam mit der Empfehlung als WM-Halbfinalist nach Mannheim. "In dem Moment, als ich unterschrieb, war Waldhof Tabellenführer in der 2. Liga", erinnert sich der Bulgare daran, dass er unter falschen Erwartungen in die Quadratestadt wechselte. In den letzten zehn Spielen rutschte der SVW noch aus den Aufstiegsrängen. Einen Groll hegt Tzvetanov aber dennoch nicht: "Ich liebe diese Stadt mit dem Wasserturm und den Quadraten. Ich besuche Mannheim immer wieder mal und habe dort einige echt gute Freunde." Über den Aufstieg des Vereins in die Regionalliga hat er sich sehr gefreut. "Der Klub gehört einfach in den bezahlten Fußball." Auch in der 2. Liga lief es für Tzvetanov beim SVW nicht rund und aufgrund einer Knieverletzung kam er auf nicht mehr als 17 Einsätze.

Nach nur einem Jahr in der Kurpfalz wechselte Tsvetanov für eine Ablösesumme von umgerechnet € 1 Mio. zum FC Aberdeen in die erste schottische Liga. Dort verbrachte er zwei Jahre. Danach ging der Mittelfeldspieler zurück nach Deutschland zum FC Energie Cottbus. Bei den Lausitzern spielte er zwei Jahre in der 2.Bundesliga und stieg 2000 in die Bundesliga auf. In der folgenden Saison brachte er es aber nur noch auf fünf Bundesligaeinsätze. Doch aufgrund einer weiteren Operation reichte es nur zu fünf Bundesliga-Einsätzen und der Bulgare kehrte in seine Heimat zurück, wo er bei Levski Sofia und in Tarnovo seine Karriere ausklingen ließ.

Trainerkarriere

Seine ersten Erfahrungen auf der Trainerbank sammelte er dann im Anschluss. "Der neue Trainer von Levski Sofia, Stanimir Stoilov, bot mir die Assistenzstelle an und wir hatten eine sehr gute Zeit. Wir holten sieben Titel in vier Jahren" erinnert sich Tzvetanov.

Als Stoilov 2009 Nationaltrainer wurde, setzte er auch hier auf den Ex-Waldhöfer. Doch die Mission auf Bulgariens wichtigstem Trainerstuhl war nur von kurzer Dauer, und so wurde Mitte 2010 Lothar Matthäus installiert. "Eigentlich wollte ich nach dem Rücktritt von Stoilov auch aufhören, doch der Präsident des bulgarischen Verbandes und Lothar haben mich gebeten, weiter zu machen." Tzanko Tzvetanov sprang ein und half dem deutschen Rekordnationalspieler als Assistent und Dolmetscher. Aber Tzvetanovs Zusage galt nur für das eine Spiel, denn er vermisste die tägliche Trainingsarbeit und folgte seinem Mentor Stanimir Stoilov erneut.

Ab Dezember 2010 arbeiten die beiden gemeinsam beim zyprischen Erstligisten Anorthosis Famagusta. Auch wenn er hier erneut im zweiten Glied stand, sah er seine Zeit als Cheftrainer noch kommen: "Natürlich möchte ich auch einmal als Chef arbeiten und bin für diese Zeit bestens vorbereitet", sagte Tzanko Tzvetanov. In der Saison 2011-12 war es dann soweit. Er übernahm bei Anorthosis Famagusta für ein Jahr den Chefposten und wechselte danach wieder zurück in seine Heimat.

Im Januar 2012 übernahm er bei FK Etar Weliko Tarnowo das Traineramt - dem Verein, bei dem er als Spieler zwischen 1988 bis 1993 seinen Durchbruch geschafft und bei dem er 2003 seine Spielerkarriere beendet hatte. Dort führte er den Club nach 14 Jahren Unterklassigkeit wieder in die höchste Spielklasse. Wegen Differenzen mit dem türkischen Vereinschef wurde er dort im selben Jahr dreimal entlassen und nach Fanprotesten zweimal zurückgeholt.[1]

Von 2013 - 2014 war er Co-Trainer beim bulgarischen Erstligisten Botew Plowdiw und verzichtete bei seinem Abgang auf eine Abfindung.[2] Im Anschluss arbeitete er von Juni 2014 bis Dezember 2017 als Methodiktrainer beim Erstligisten FC Astana in Kasachstan - natürlich unter Stoilov.

Nachdem er von September 2017 bis August 2021 bei dem bulgarischen Verein FK Etar Weliko Tarnowo Vorstandsmitglied war, kehrte er im September 2021 als Co-Trainer zu Lewski Sofia zurück. Im April 2023 endete die Zusammenarbeit und er war einige Monate vereinslos, bis er im November 2023 - wieder als als Co-Trainer von Stanimir Stoilov - bei Göztepe Spor Kulübü in der erstklassigen türkischen Süper Lig unterschrieb. Im ersten Jahr gelang dem Verein aus Izmir der Klassenerhalt. "Wir haben ziemlich viele junge Spieler gefördert"[3] blickt er zurück und „Das größte Vergnügen, das ich in den letzten anderthalb Jahren in Göztepe hatte, war, vor einem vollen Stadion zu spielen..."[4]

Erfolge

Tsvetanov rückte mit Bulgrien 1994 bis ins WM-Halbfinale vor. Seine Mannschaftskameraden waren damals u.a. Hristo Stoitchkov und Krassimir Balakov. Im Kampf um den Einzug ins Endspiel mussten sich die Bulgaren dem späteren Vizeweltmeister Italien knapp mit 1:2 geschlagen geben. Im Spiel um Platz 3 verlor man gegen Schweden jedoch klar mit 4:0. Bereits im Viertelfinale schalteten die Bulgaren den amtierenden Weltmeister Deutschland trotz eines 0:1 Rückstandes durch Lothar Matthäus noch mit 2:1 aus.

Insgesamt bestritt der Mittelfeldspieler 40 Länderspiele für Bulgarien.

Bilder

Vereinsspiele

Liga Jahr Verein Spiele Tore
2.Bundesliga 1995-1996 SV Waldhof Mannheim 17 0
DFB-Pokal 1995-1996 SV Waldhof Mannheim 1 0

Einzelnachweise

  1. Tsvetanov zum dritten Mal 2012 beim gleichen Klub gefeuert kicker.de vom 15.10.2012, abgerufen am 5. Januar 2025
  2. Цанко Цветанов последва Мъри topsport.bg vom 4.6.2014, abgerufen am 6. Januar 2025
  3. Göztepe TV facebook.com vom 6.7.2025, abgerufen am 6. Januar 2025
  4. VTR Spor x.com vom 4.7.2025, abgerufen am 6. Januar 2025

Weblinks



Sie wollen hier in mehr als 20.000 Artikeln Ihre Werbung sehen? Schreiben Sie uns einfach an.