Parkstadion
Das Parkstadion in Gelsenkirchen ist ein Fußball- und Leichtathletikstadion, in dem der Fußball-Verein FC Schalke 04 zwischen 1973 und 2001 seine Heimspiele austrug. Das Stadion fasste zunächst 70.600 Zuschauer, nach dem Umbau 1998 62.004 Zuschauer. Seit dem Umzug des FC Schalke in die Veltins-Arena ist das Parkstadion weitestgehend ungenutzt und in Teilen auch bereits abgerissen. Auf dem Gelände der ehemaligen Südkurve entstanden ein Rehazentrum und ein Hotel. Nach dem Teilabriss stehen theoretisch noch ca. 23.000 Plätze zur Verfügung.
Geschichte
Ab 1973 spielten die Schalker im Parkstadion. Zuvor spielten sie in der Glückauf-Kampfbahn in Schalke. Die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft trug insgesamt acht Spiele im Parkstadion aus. Mit sechs Siegen und zwei Remis blieb Deutschland in diesem Stadion ungeschlagen. Des Weiteren fanden hier Bundesligaheimspiele von Rot-Weiß Essen (1975) und Borussia Dortmund (1977), das Entscheidungsspiel zur Bundesligarelegation 1991, drei Halbfinalspiele (1980, 1984, 1999) und zwei Endspiele (1978, 1980) des DFB-Pokals, drei Deutsche Meisterschaften der Leichtathletik (1975, 1981, 1987), mehrere Großkonzerte (u.a. Michael Jackson, Genesis und die Rolling Stones), und sogar eine Papstmesse (1987) statt. Internationale Bekanntheit erlangte das Stadion zudem als Austragungsort der WM 1974 (ein Entscheidungsspiel der Qualifikation, fünf Spiele des Turniers) sowie der EM 1988 (zwei Spiele).
Zunächst sollte das Parkstadion Ruhrstadion heißen. Ironischerweise wurde aus dem damaligen Stadion Castroper Straße in Bochum später das Ruhrstadion. Ursprünglich sollte die Haupttribüne ein Zeltdach ähnlich dem des Münchener Olympiastadions erhalten. Dies wurde aus Kostengründen jedoch verworfen. Kennzeichnend für das Parkstadion war die Rolltreppe zwischen Umkleidekabinen und Spielfeld. Das Stadion verfügte zunächst über eine in der Nordkurve stehende Anzeigentafel. Später wurde in der Südkurve eine Videoleinwand eingebaut, die heute im Erzgebirgsstadion von Aue steht.
Die Anhänger von Schalke 04 standen in der Nordkurve, insbesondere im Block 5. Jedoch war auch der Block I im Oberrang der Haupttribüne in den späteren Jahren für gute Stimmung berühmt. Hier entstand unter anderem der Schlachtruf Steht auf, wenn Ihr Schalker seid beim UEFA-Pokalhalbfinalrückspiel 1997 gegen CD Teneriffa.
Obwohl das Stadion oft aufgrund seiner Weitläufigkeit geschmäht wurde, entwickelte sich in der Saison 1996/97 ein regelrechter Kult um die Schalker Heimspiele im UEFA-Pokal. Alle sechs Spiele, darunter auch das Finalhinspiel gegen Inter Mailand konnten ohne Gegentor überstanden werden, wodurch ein wesentlicher Grundstein für den überraschenden Schalker Europapokaltriumph gelegt wurde.
In seinen letzten Jahren litt das Stadion unter Alterserscheinungen insbesondere aufgrund von Bergschäden. Schalke-Präsident Günter Eichberg verkündete schon 1989 eine neue Arena mit Eröffnungstermin 1992. Es sollte jedoch noch bis 2001 dauern, bis das Parkstadion endgültig seine Tore schloss. Das letzte Spiel im Parkstadion wurde für den FC Schalke 04 zu einem der schwärzesten Tage der Vereinsgeschichte. Am letzten Spieltag der Bundesliga-Saison 2000/2001 gelang dem Klub dort ein 5:3-Sieg gegen die SpVgg Unterhaching. Durch den dramatischen Ausgleichstreffer des FC Bayern München beim Hamburger SV verloren die Schalker allerdings die schon sicher geglaubte Meisterschaft.
Anfahrt
- A2 Abfahrt GE-Buer; der Beschilderung Arena/VELTINS-Arena folgen.
- ÖPNV: Von Gelsenkirchen Hbf aus: Straßenbahnlinie 302 (Richtung GE-Buer-Rathaus, Haltestelle "VELTINS-Arena")
Weblinks
Koordinaten: 51° 33' 33" N, 7° 4' 0" O