Huub Stevens

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Huub Stevens

Huub Stevens (* 29. November 1953 in Sittard) ist ein ehemaliger niederländischer Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer. Er gilt als Trainer, der sehr großen Wert auf Disziplin und eine strenge taktische Ordnung legt. Obwohl sich sein Verhältnis zur Presse mitunter schwierig gestaltete hat sich Stevens während seiner Trainerjahre bei mittlerweile vier deutschen Vereinen einen guten Ruf erarbeiten können. Besonders bei Schalke 04 genießt er noch heute hohes Ansehen.

Leben

Spielerkarriere

Als Spieler war er für Fortuna Sittard und PSV Eindhoven in der Innenverteidigung aktiv. 1978 gewann er mit Eindhoven den UEFA-Pokal. 18-mal wurde er in die Nationalelf berufen.

Trainerkarriere

Zu Beginn der 1990er Jahre absolvierte Stevens in Köln seine Trainerausbildung und hospitierte unter anderem bei Jörg Berger.

1993 begann er seine Trainerlaufbahn bei Roda JC Kerkrade und führte den Verein mehrmals in den UEFA-Cup.

FC Schalke 04

Am 9. Oktober 1996 wurde er völlig überraschend Trainer des FC Schalke 04. In seiner ersten Saison reichte es in der Bundesliga zwar nur zu Platz 12, doch Schalke 04 konnte den UEFA-Cup gewinnen. Die beiden Finalspiele gegen Inter Mailand sind legendär, und die Schalker Mannschaft um den Belgier Marc Wilmots wurde als "Eurofighter" bekannt. 1997/98 erreichte der FC Schalke 04 in der Bundesliga einen UEFA-Cup-Platz und schied im Viertelfinale des UEFA-Pokals aus. Es folgten zwei schwache Jahre (Platz 10 und 14). In der Saison 2000/2001 gelang es Stevens, ein neues Team mit Spielern wie Andreas Möller und Ebbe Sand aufzubauen. Schalke verpasste die Deutsche Meisterschaft erst in den letzten Sekunden des letzten Spieltages. Zudem wurde der DFB-Pokal 2001 gewonnen. Stevens und Schalke konnten diesen Erfolg 2002 wiederholen, doch Schalke schied in der Vorrunde der Champions League aus und landete in der Bundesliga nach einer schwachen Hinrunde auf Platz 5. Bereits in der Winterpause gab Stevens bekannt, dass er zum Saisonende zum Ligakonkurrenten Hertha BSC wechseln würde. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Vereins im Jahr 2004 wählten mehr als 10.000 Anhänger des FC Schalke 04 ihre Mannschaft des Jahrhunderts.[1] Zum Trainer dieses Teams erkoren sie Huub Stevens.[2].

Hertha BSC

In der Saison 2002/03 erreichte Stevens mit Hertha BSC nach einigen Startschwierigkeiten Platz 5 in der Bundesliga und qualifizierte sich so für den UEFA-Cup. Der Start in die Saison 2003/04 misslang jedoch und Stevens wurde wegen anhaltender Erfolglosigkeit am 4. Dezember 2003 entlassen.

1. FC Köln

Zur Saison 2004/2005 unterschrieb Stevens einen Vertrag beim Bundesliga-Absteiger 1.FC Köln. Trotz schwacher Leistungen stieg Köln zum Saisonende als Tabellenerster in die Bundesliga auf. Stevens verließ jedoch den Verein, um öfter bei seiner schwer kranken Ehefrau in den Niederlanden zu sein.

Roda JC Kerkrade

2005 kehrte Stevens zu seinem Stammverein Roda JC Kerkrade in die Niederlande zurück. Die Saison 2005/06 wurde auf Platz 8 der niederländische Eredivisie abgeschlossen. Die neue Saison verlief ähnlich und am 2. Februar 2007 löste Huub Stevens seinen Vertrag auf, um zum deutschen Bundesligisten Hamburger SV zu wechseln.

Hamburger SV

Am 2. Februar 2007 wurde Stevens Trainer des Hamburger SV, den er innerhalb von 15 Spielen vom letzten Platz über den UI-Cup in den UEFA-Pokal führte. Sein Vertrag lief bis zum Ende der Saison 2007/08. In seinem letzten Spiel als HSV-Trainer wurde der Karlsruher SC mit 7:0 geschlagen – der zweithöchste Sieg der Hamburger in der Bundesliga.

PSV Eindhoven

Ab der Saison 2008/2009 wird Stevens Trainer des PSV Eindhoven. Er verlängerte nicht in Hamburg, um in die Niederlande zu seiner kranken Frau zurückzukehren. Stevens unterschrieb in Eindhoven einen Zweijahresvertrag bis 2010.

Literatur

  • Ingo Schiweck, Kicken beim Feind? Der ganz alltägliche Friede hinter dem deutsch-niederländischen Fußballkrieg, Düsseldorf 2006, S. 169–182. ISBN 398109574-X

Einzelnachweise

  1. Fußballportal.de
  2. Ralf Köttker, „Held im falschen Film“, WamS, 28. September 2003, (Online-Version gesichtet 2. Februar 2007)

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