Wolfgang Poly
| Wolfgang Poly | ||
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| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Voller Name | Wolfgang Poly | |
| Geburtstag | 18. Mai 1943 | |
| Geburtsort | Frankenthal/Pfalz, | |
| Sterbedatum | 12. August 2021 | |
| Sterbeort | Ludwigshafen, | |
| Position | Abwehr | |
| Vereinsinformationen | karriereende | |
| Vereine in der Jugend | ||
| 1960-1965 | ||
| Vereine als Aktiver | ||
| Jahre | Verein | Spiele (Tore)1 |
| 07/1965 - 06/1972 07/1972 - 06/1975 ab 07/1975 |
68 (0) | |
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1 Angegeben sind nur Liga-Spiele. | ||
Wolfgang Poly (* 18. Mai 1943 in Frankenthal/Pfalz; † 12. August 2021 in Ludwigshafen), war ein deutscher Fußballspieler.
Inhaltsverzeichnis
Karriere
Ab Sommer 1972 spielte Wolfgang Poly für den baden-württembergischen Regionalligisten Chio Waldhof 07 und qualifizierte sich 1974 unter Trainer Philipp Roh für die neugeschaffene 2. Bundesliga Süd. Bis zum Sommer 1975 spielte er in der Abwehr der Blau-Schwarzen in insgesamt 68 Partien (0 Tore). 4 Spiele davon waren in der 2. Bundesliga Süd.
Zuletzt lebte der pensionierte Bankkaufmann mit seiner Frau Ursula im Ludwigshafener Stadtteil Oggersheim.
Zeitungartikel Rheinpfalz
Der SV Waldhof galt in früheren Jahren als die Vorstopper-Schmiede Deutschlands. Die Nationalspieler Karlheinz Förster, Jürgen Kohler und Christian Wörns gelten als Waldhofs prominenteste Vorstopper. Einer ihrer sportlichen Vorfahren war Wolfgang Poly, ein Abwehrspieler, den enorme Zweikampfstärke und Schnelligkeit auszeichneten. Dabei sah es bei Poly zunächst gar nicht nach einer Fußballer-Laufbahn aus. „Ich bin zwar in Frankenthal geboren, habe aber bis 1958 in Iserlohn gelebt und dort nur auf dem Bolzplatz gekickt", erzählt Poly.
Nach dem Umzug nach Ludwigshafen-Mundenheim schloss sich der Jugendliche der SpVgg Mundenheim, dem heutigen MSV, an. Schnell machte der drahtige Verteidiger auf sich aufmerksam. Er debütierte mit 17 Jahren in der ersten Mannschaft und wurde in die Stadt- sowie die Südwestauswahl berufen.
„1965 bin ich zum VfL Neckarau gewechselt", berichtet Poly. Mit den Blau-Weißen stieg er 1968 in die Regionalliga auf. Das war die Klasse unterhalb der Bundesliga. Der bei der Deutschen Bundesbank beschäftige Bankkaufmann behielt seinen Beruf bei, wurde aber zusätzlich Vertragsspieler bei den Neckarauern. „Das ließ sich gut vereinbaren, weil wir erst ab 17 Uhr trainiert haben", erinnert sich Poly. Die Entlohnung war dürftig. „Es gab 80 Mark im Monat plus Siegprämien", sagt der Abwehrspieler und lacht. Fußball war für ihn immer ein Hobby gewesen.
Wolfgang Poly war Leistungsträger und Führungsspieler beim VfL und wurde zum Spielführer ernannt. Er war ein kritischer Geist, der viel hinterfragte und Entscheidungen des Trainers keineswegs nur abnickte. „Fips Rohr war unser Coach und zeitweise spielten seine fünf Söhne in einer Mannschaft", blickt Poly zurück. Als einer von ihnen nach einer Verletzung schnell wieder ins Team beordert wurde, setzte sich der Kapitän für den dadurch ausgebooteten Mitspieler ein. Damit macht man sich nicht nur Freunde. „Fips Rohr war ein guter Trainer, aber nachtragend und bei Kritik reagierte er empfindlich", erklärt Poly.
Die Zeit in Neckarau war dennoch unvergesslich. „Wir hatten zeitweise über 6000 Zuschauer. Bei den Derbys gegen den VfR Mannheim und den SV Waldhof war das Stadion voll", sagt Poly wehmütig. Er spricht ruhig und überlegt. Geld war knapp beim VfL und so wurde teils mit den Privatautos zu den Auswärtspartien gefahren. Ein Trainingslager wurde in einem Schullandheim durchgeführt, wo die Spieler in Etagenbetten schliefen. Zu einem Pokalspiel nach Freiburg ging es mit dem Zug und dann sogar mit der Straßenbahn ins Mösle-Stadion. „Da haben die Leute schon ein bisschen komisch geschaut", weiß der Vorstopper noch.
In der Saison 1971/72 gelang unter Trainer Fips Rohr mit der nordbadischen Auswahl der Sieg im Länderpokal. Am 11. Mai 1972 fand in Weinheim das Finale gegen Niedersachsen statt, das vor 6.000-Zuschauern mit einem 2:1-Erfolg endete. Zur Auswahl gehörten neben Poly u.a. Gernot und Volker Rohr vom VfL Neckarau auch Günter Sebert, Bernd Bartels, Günter Träutlein und Karl-Heinz Harm vom SV Waldhof.
1972 wurde Poly in der Rangliste des Fachblattes „Kicker" aufgeführt, was eine große Auszeichnung war. Im selben Jahr ging er zum SV Waldhof, mit dem er 1974 in die neu geschaffene Zweite Bundesliga einzog. „Auch das war eine schöne Station. Mit dem Waldhof waren wir in Südafrika und Kenia, haben dort gegen Nationalmannschaften gespielt und an einer Safari teilgenommen", schwelgt Poly in Erinnerungen. In der zweiten Liga spielte er aber nur kurz. Fips Rohr wurde Coach, ließ früher trainieren und den Abwehrspieler den Arger aus Neckarauer Zeiten spüren. Ich gebe doch meinen Beruf nicht auf', sagt Poly fast entrüstet und kehrte zum VfL zurück. Dieser war inzwischen in die Kreisebene abgestiegen und mit Poly gelang der Aufstieg in die 2. Amateurliga - 1977 sogar in die 1. Amateurliga Nordbaden.
Beim SV Waldhof spielte er später aber noch lange in der Traditionself. Nach dem Unfalltod von Ehrenspielführer Rolf Lederer haben die alten Waldhof-Asse vereinbart, sich künftig häufiger zu treffen. Darauf freue er sich, betont der immer noch gertenschlanke Poly, als er in seiner Wohnung in Oggersheim in Fotoalben aus vergangenen Zeiten stöbert. Mit Ursula, mit der er seit 47 Jahren verheiratet ist und eine Tochter hat, wandert er gerne und im Urlaub geht es in den Süden. Seine Trainertätigkeit hat er längst aufgegeben, weil er mit der laxen Einstellung der Spieler nicht klar kam. Aber den Ludwigshafener Fußball verfolgt Wolfgang Poly interessiert. Bei der Arminia, dem LSC oder dem SV Südwest war er häufig anzutreffen.
Bilder
Wolfgang Poly links im Trikot des SV Waldhof im Spiel gegen Hessen Kassel am 21. Oktober 1972
Vereinsspiele
| Liga | Jahr | Verein | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|---|
| Regionalliga Süd | 1972-1973 | SV Chio Waldhof | 31 | 0 |
| Regionalliga Süd | 1973-1974 | SV Chio Waldhof | 31 | 0 |
| 2.Bundesliga Süd | 1974-1975 | SV Chio Waldhof | 4 | 0 |
| DFB-Pokal | 1974-1975 | SV Chio Waldhof | 2 | 0 |
Weblinks
- Wolfgang Poly in der Datenbank von weltfussball.de
- Poly, Wolfgang bei fussballdaten.de


