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Benjamin Waldecker (* 2. Februar 1983 in Mannheim (43 Jahre)) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.
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Karriere
Mit dem Kicken begann Benjamin Waldecker bei der DJK SAndhofen und wechselte dann in die D-Jugend des SV Waldhof Mannheim. "Es folgten Nominierungen in die Badischen Auswahl und zwei Mal stand ich im erweiterten Kader der Jugendnationalmannschaft auf Abruf, aber es hatte zu einem Länderspiel nicht gereicht", blickt Waldecker auf seine Jugendzeit zurück.
Über die Jugend und die zweite Mannschaft, die in der Oberliga Baden-Württemberg spielte, kam er im Jahr 2003 - nach Insolvenz und Zwangsabstieg des SVW - in die erste Mannschaft des Vereins. "Es war eine bewegte Zeit damals, wir konnten 2004/2005 gerade noch den Klassenerhalt in der Oberliga schaffen", so Waldecker.
2006 wechselte er zum SV Sandhausen, mit dem er 2007 in die Regionalliga Süd und 2008 in die 3. Liga aufstieg. "Ich hatte bei den Sandhausenern vorgehabt, mein Studium durch Fußballspielen in der Oberliga zu finanzieren. Aber durch die Aufstiege bis in die 3. Bundesliga, musste ich das Studium unbeabsichtigt in die Länge ziehen", blickt der gebürtige Mannheimer auf eine sensationelle Zeit beim SVS zurück. Da Waldecker beim Drittligisten aber nicht mehr zum Zug kam, wechselte er im Juli 2010 für ein Jahr wieder zurück an den Alsenweg zu Trainer Reiner Hollich. Dort gelang wieder ein Aufstieg. Nach einer phänomenalen Aufholjagd fing man noch den FC Nöttingen ab und tütete am letzten Spieltag vor 18.000 Zuschauern durch ein 7:0 im Carl-Benz Stadion gegen den FV Illertissen den Aufstieg ein.
Waldecker war unter Hollich jedoch kein absoluter Stammspieler und hatte Bedenken wegen der künftigen Einsatzzeiten in der Regionalliga. Nach 35 Spielen und 7 Toren verließ Waldecker zum Sommer 2011 daher wieder den Alsenweg in Richtung SpVgg Neckarelz. Für die 75km Anfahrt gab es mit den anderen Spielern aus dem Mannheimer Raum wie Marc Ritschel, Fisnik Myftari und Ugur Beyazal eine Fahrgemeinschaft. Auch mit diesen stieg er unter Trainer Peter Hogen in der Saison 2012/13 in die Regionalliga aufstieg.
Seinen Magister-Abschluss als Sportwissenschaftler hatte Waldecker seit 2012 in der Tasche. Dann übernahm er jedoch mit seiner Ehefrau den Klima-Heizungs- und Sanitärbetrieb seines Schwiegervaters und machte eine Umschulung als Anlagenmechaniker für Heizung, Sanitär und Klima. Der Zeitaufwand beim Regionalligisten war nicht mehr vereinbar. Waldecker kam in der nächsten Spielzeit nur noch auf vier Einsätze und wechselte in der Winterpause zum Landesligisten TSV Amicitia Viernheim, um dort den Aufstieg zu realisieren. Während der Rückrunde warf Trainer Dennis Mackert das Handtuch und Waldecker übernahm mit zwei anderen das Training. Tatsächlich schaffte er nochmals einen Aufstieg - diesmal in die Verbandsliga Nordbaden - und beendete eine Spielzeit später im Juli 2015 seine Karriere.
Trainer
Bei Amicitia Viernheim war B-Lizenz-Inhaber Waldecker mehrere Jahre als Jugendtrainer tätig, bis er im Januar 2025 als Nachfolger von Battal Külcü das Training der abstiegsbedrohten Landesliga-Herren übernahm.
Sonstiges
Am letzten Spieltag 11. Juni 2011, beim Aufstiegsspiel gegen den FV Illertissen (7:0), hatte "Benjamin Waldecker seinen Polterabend". Kuriose Planung? Hartmann nahm den Teamkollegen in Schutz: "Als er das geplant hat, hat wohl keiner mehr an eine Meisterfeier am selben Tag geglaubt."
Bilder
Hinten v.I.: Sven Bopp, Umut Erdogan, Sebastian Gau, Mario Göttlicher. Matthias Gutzler, Benjamin Waldecker, Daniel Reuter, Christian Klaus. Mitte v.I.: Co-Trainer Jener Külbag, Ümit Capraz, Alexander Göhring, Christian Beisel, Viktor Göhring, David Szabo, Maciej Kubinski, Ahmet Bozkoyun, Sascha Keil, Filippo Graziano, Abteilungsleiter Rainer Spagerer, Trainer Walter Pradt. Vorne v.l.: Zeugwart Bernd Klotz. Caglayan Altuntas, Jean-Pierre Rubio-Sanchez, Julien Jourdan, Erik Daniel, Ken Asaeda, Angelo Lucchese, Pressewart Ronald Ding.
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