MorgenMasters 2011
Dem Weckruf folgt der Durchmarsch zum Titel
Waldhof scheidet im Viertelfinale aus
Von Reiner Bohlander
MANNHEIM. Um 18.58 Uhr stand der Sieger der 17. MorgenMasters-Auflage fest: Der VfR Mannheim holte sich gestern nach 2005 zum zweiten Mal in der Historie des prestigeträchtigen Hallenfußball-Turniers den Titel. Die Rasenspieler besiegten im Finale den SV 98 Schwetzingen mit 3:0. Dritter wurde Arminia Ludwigshafen. Die Pfälzer schlugen im kleinen Finale die SpVgg 06 Ketsch mit 3:2.
"In den entscheidenden Spielen hat die Mannschaft nicht nur ihr spielerisches Potenzial abgerufen, sondern auch mit der nötigen Aggressivität gespielt", meinte VfR-Trainer Gernot Jüllich. Nach der 2:3-Schlappe gegen den SV Waldhof II in der Vorrunde hatte der Coach sein Team noch einmal eingeschworen: "Das Spiel war ein Weckruf für die Jungs, sie haben aus der Niederlage gelernt."
Im Endspiel gegen Schwetzingen dominierte der VfR von Beginn an. Als Kaan Erdogdu (7.) mit seinem zwölften Treffer die Mannheimer in Führung schoss, war klar, wo die Reise hingehen sollte. Richard Wegmann sorgte eineinhalb Minuten vor Schluss für die Entscheidung und legte auch noch das 3:0 nach. "Wir hatten Glück, dass wir durch die Vorrunde gekommen sind, Platz zwei ist ein toller Erfolg für uns", meinte Jürgen Strube, der Trainer der Schwetzinger, die im Finale chancenlos waren.
Enttäuschend war der Auftritt des Titelverteidigers. Der Vorjahresgewinner SV Waldhof strich schon im Viertelfinale die Segel. In der Gruppenphase noch ungeschlagen, verlor der Oberligist im Viertelfinale gegen Schwetzingen, das sich nur als einer besten Gruppendritten für die Runde der letzten acht Teams qualifiziert hatte. Mit 3:5 unterlag der SVW nach Neunmeterschießen. Nach den regulären 15 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Klaus Gjasula hatte die Waldhöfer mit 1:0 in Front gebracht, doch Sören Ruder glich aus. Im Neunmeterschießen trafen bei Waldhof nur Christian Gmünder und Dennis Videc.
"Wir haben uns nicht geschickt angestellt. Wenn man 1:0 führt, darf man in der Folge nicht so spielen. Ich bin doch sehr enttäuscht", sagte SVW-Coach Reiner Hollich. Zuvor hatte Ketsch im ersten Viertelfinale die zweite Mannschaft der Waldhöfer mit 2:1 geschlagen - ein schwarzer Sonntag für den Traditionsklub. Die rund 200 Waldhof-Fans verließen nach dem Aus der ersten Mannschaft nahezu geschlossen die Halle.
Der VfR Mannheim schaltete im Viertelfinale den TDSV Mutterstadt mit 4:1 aus. Arminia Ludwigshafen setzte sich mit 6:4 nach Neunmeterschießen gegen den FV Brühl durch. Der VfR beendete dann im Halbfinale mit einem 2:1 die Pokalträume von Arminia Ludwigshafen. Ercan Arslan und Matteo Monetta schossen den späteren Sieger zunächst in Front. Die Pfälzer kamen durch Alexander Köhler noch zum Anschlusstreffer. "Platz drei ist auch super", meinte der Ludwigshafener Betreuer Reinhard Schäffner. Im zweiten Halbfinale bezwang Schwetzingen die Ketscher mit 3:0.
23. Januar 2011
Soziale Netz