Lothar Weise (Fußballspieler)

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Lothar Weise (* 6. September 1934) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Er ist wohl einer der wenigen Fußballer, die sowohl in der DDR, als auch in der BRD einen nationalen Titel erringen konnten. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Er lernte Autoschlosser und besuchte die Fußballschule in Erfurt. Schon mit 18 Jahren spielte Weise für Turbine Erfurt. Er wurde dort 1954 und 1955 Meister in der DDR-Oberliga. Als dann der DDR-Auswahltrainer Oswald Pfau für Weise Kontakte zu den Stuttgarter Kickers knüpfte, nutzte er die Chance und verließ die DDR, so lange es noch möglich war. In der DDR bezeichnete ihn die Zeitung Thüringer Nachrichten daraufhin als Vaterlandsverräter.

Bei den Kickers hatte es Weise als Ostdeutscher am Anfang nicht leicht. Zudem wurde er von einigen Verletzungen aufgehalten. Ein Jahr später wechselte er zum VfB Stuttgart, wo ihm beim Gewinn des DFB-Pokals mit dem VfB Stuttgart 1958 wohl seine größte fußballerische Leistung gelang, als er im Finale gegen Fortuna Düsseldorf in der hundertdreizehnten Minute das entscheidende Tor zum 4:3 schoss. Damals arbeitete er noch nebenbei als Autoputzer an einer Tankstelle. Nachdem er 1963 seine Karriere beendete, arbeitete er 25 Jahre als Mineralölvertreter. 1990 hatte er einen Tumor, der erfolgreich entfernt werden konnte. Noch heute arbeitet Weise für den VfB und macht oft Stadionführungen. Er spielt nach wie vor für die Seniorenmannschaft des VfB und trifft sich jeden Montag mit anderen ehemaligen VfB-Spielern wie zum Beispiel Karl Bögelein zum Training.

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