Interview mit Michael Rechner am 22. Januar 2003

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Michael Rechner

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Michael Rechner, die Torhütersituation beim SVW erinnert ans Vorjahr. Carsten Nulle nutzte seine Chance, als sich Achim Hollerieth vor der Winterpause verletzte. Diesmal erwischte es Nulle selbst, jetzt stehst Du zum Rückrundenauftakt zwischen den Pfosten. Lastet in Anbetracht der aktuellen sportlichen Situation zusätzlicher Druck auf dir?


Michael Rechner: Grundsätzlich ist es so: Je höherklassig man spielt, umso größer ist der Druck. Andererseits denke ich, wenn man mit diesem Druck nicht umgehen kann, hat man in der 2. Bundesliga nichts zu suchen. Wenn man als Spieler vor fünf- bis siebentausend Zuschauern nicht besteht, wie soll es dann erst vor 50.000 Besuchern sein.


Walter Pradt hat dich gegenüber Carsten Nulle als eher " ruhigeren" Charakter beschrieben aber auch gesagt, dass die Entscheidung in Sachen Torhüter für den kompletten Verlauf der Rückrunde offen bleibt. Wie gehst du mit der Situation um?


Michael Rechner: Gut. Ich registriere das. Auf meine Vorbereitung, das heutige - oder vielleicht weitere Spiele - hat das jedoch keinen Einfluss. Ich werde versuchen so zu spielen, dass es der Trainer schwer haben wird mich wieder aus dem Tor zu nehmen. Ich denke wenn am Ende Leistung und Ergebnisse stimmen, spricht das auch für mich.


Wo siehst du selbst Deine Stärken zwischen den Pfosten?


Michael Rechner: Es ist immer schwer sich selbst zu beurteilen. Aber ich denke, dass ich auf der Linie und in Eins-gegen-Eins-Situationen meine Stärken besitze. Die Gesamtleistung muss der Trainer beurteilen.


Wie ist dein momentanes Verhältnis zu Carsten Nulle?


Michael Rechner: Carsten und ich haben keine Probleme aufgrund der eingetretenen Situation. Es bringt auch nichts, wenn man unter sportlichen Kontrahenten aufeinander schießt. Ich versuche mich ganz normal auf mich und meine Leistung zu konzentrieren. Bis jetzt war es in der Regel so, dass sich am Ende immer der durchgesetzt hat, der auf dem Rasen die bessere Leistung gezeigt hat. Carsten ist in Ordnung.


Als einer von zwei Spielern bist du vom VfR zum SV Waldhof zurückgekehrt, für den du ja auch in der A-Jugend schon gespielt hast. Hast du noch Kontakte zu Deinem letzten Verein?


Michael Rechner: Mit meinem ehemaligen Torhüterkollegen Michael Lerchenmüller bin ich sehr gut befreundet. Hin und wieder telefoniere ich noch mit Michael Öller, Oliver Schmidt oder auch Rainer Ulrich. Ansonsten aber fühle ich mich beim SV Waldhof sehr wohl. Die Mannschaft ist intakt, Stefan Zinnow und andere aus dem Umfeld kenne ich noch von früher. Man merkt auch, dass der SVW ein Traditionsverein ist. Und das macht Spaß....


Vom Stadionmagazin Ausgabe 18. Spieltag Saison 2002/2003