Interview mit Christian Fickert am 21. März 2002
Christian Fickert
Am 10. Februar 1981 geboren - seit dem 10. Februar 1981 Mitglied beim SV Waldhof Mannheim: Verteidiger Christian Fickert ist, auch wenn er im Stadtteil Schönau aufwuchs, praktisch ein "echter Waldhöfer". Für den 21-jährigen DFB-Junioren-Auswahlspieler ist die laufende Runde durch mehrere Verletzungen sicher nicht optimal gelaufen. Für Christian kein Grund, in Depression zu verfallen: "lch bin noch jung, kann noch sehr lange Fußball spielen. Ein verlorenes Jahr auf dem Weg, irgendwann mein Ziel Erste Bundesliga zu verwirklichen, ist es sicher nicht."
Christian Fickert - letztes Jahr Hanno Balitsch, dieses Jahr Selim Teber: Zwei deiner Wegbegleiter beim SVW und U21-Nationalmannschaftskollegen haben den Sprung in die Erste Liga bereits geschafft. Fühlst du da manchmal so etwas wie Neid?
Christian Fickert: Nein, überhaupt nicht. Ich gehe davon aus, dass ich auch im nächsten Jahr beim SV Waldhof spielen werde. Sicher ist mein Ziel die Erste Bundesliga, aber ich bin noch sehr jung, möchte noch viel lernen. Außerdem fühle ich mich in Mannheim sehr, sehr wohl. Der Verein, die Mannschaft, mein privates Umfeld und meine Freunde. Alles stimmt. Ich konzentriere mich darauf, was hier von mir erwartet wird. Um andere Dinge mache ich mir im Augenblick keinen großen Kopf.
Der Kader für die kommende Runde soll stark verjüngt werden. Für dich könnte damit mehr Verantwortung verbunden sein...
Christian Fickert: Ich denke, diese Situation ist eine große Herausforderung für mich, und ich traue es mir auch zu, jüngere oder in der Zweiten Liga weniger erfahrenere Spieler zu führen.
Du bist jetzt 21 Jahre alt - das ganz große Ziel ist die WM 2006?
Christian Fickert: Die WM 2006 ist noch viel zu weit weg. Natürlich ist es mein Traum. Für mich gilt, dass ich in dieser Saison noch möglichst viele Spiele machen möchte, nächstes Jahr den Sprung in die Stammformation schaffe und irgendwann logisch auch den Sprung in die Bundesliga. Aber auch doit muss man sich natürlich erst etablieren.
Über die Jahre gesehen bist du von einer offensiven Position im Spiel immer weiter nach hinten gerückt, spielst jetzt auf der linken Seite in der Viererkette. Im Vergleich: Wo fühlst du dich am wohlsten?
Christian Fickert: Das stimmt. Ich habe bis zur B-Jugend auf der offensiven linken Außenbahn gespielt, bin dann kurzzeitig zurück ins Mittelfeld und dann in die linke Verteidigung. Die Position ist okay. Aber ich denke, dass ich flexibel bin, durchaus wieder offensiver spielen könnte oder in der Innenverteidigung.
Was glaubst du, kann die Mannschaft in dieser Saison noch erreichen?
Christian Fickert: Ein einstelliger Tabellenplatz sollte auf alle Fälle drin sein.
Eine letzte Frage: Was machst du in deiner Freizeit?
Christian Fickert: Ich bin ein absoluter Familienmensch. Nach dem Spiel diskutiere ich erst einmal mit meinem Vater über die zurückliegenden 90 Minuten. Ansonsten ist relaxen angesagt, Shopping mit meiner Freundin, ein bisschen schwimmen oder irgendwo in der Stadt gemütlich mit Freunden einen Kaffee trinken gehen.
Vom Stadionmagazin Ausgabe 28. Spieltag Saison 2001/2002
