Zamir Shpuza
| Zamir Shpuza | ||
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| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Voller Name | Zamir Shpuza | |
| Geburtstag | 26. Juni 1968 | |
| Geburtsort | ||
| Nationalität | ||
| Sterbedatum | 10. Januar 2014 | |
| Position | Abwehr | |
| Vereine als Aktiver | ||
| Jahre | Verein | Spiele (Tore)1 |
| 07/1991 - 06/1993 07/1994 - 06/1995 07/1995 - 06/1996 07/1996 - 07/2000 - 03/2007 |
0 (0) | |
| Nationalmannschaft | ||
| 39 (?) | ||
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1 Angegeben sind nur Liga-Spiele. | ||
Zamir Shpuza (* 26. Juni 1968; † 10. Januar 2014 in Deutschland) war ein albanischer Fußballspieler. Der Abwehrspieler gehörte in den frühen 1990er Jahren zu den bekannten Defensivakteuren des albanischen Spitzenfußballs und absolvierte 39 Länderspiele für die albanische Nationalmannschaft. In Deutschland spielte er unter anderem für den FV Speyer und den SV Waldhof Mannheim.
Inhaltsverzeichnis
Herkunft und Jugend
Über die frühen Lebensjahre von Zamir Shpuza ist nur wenig bekannt. Er entstammte einer Generation albanischer Fußballspieler, die ihre sportliche Laufbahn noch während der politischen Umbrüche in Albanien begannen. Seine fußballerische Ausbildung erhielt er in seiner Heimat, ehe er in den Kader des Traditionsvereins FK Vllaznia Shkodra aufgenommen wurde.
Vereinskarriere
FK Vllaznia Shkodra
Shpuza spielte Anfang der 1990er Jahre für den albanischen Erstligisten FK Vllaznia. [1] Der Verein zählt zu den traditionsreichsten Mannschaften Albaniens. Mit den Nordalbanern gewann er in der Saison 1991/92 die albanische Meisterschaft. In dieser Zeit entwickelte sich Shpuza zu einem festen Bestandteil der Mannschaft und wurde aufgrund seiner Leistungen auch regelmäßig für die albanische Nationalmannschaft berücksichtigt.
Flucht nach Westeuropa
Die politischen und wirtschaftlichen Probleme Albaniens führten Anfang der 1990er Jahre dazu, dass zahlreiche Sportler das Land verließen. Nach einem internationalen Wettbewerbsspiel seines Vereins gegen den korsischen Klub AC Ajaccio im November 1993 nutzte Shpuza gemeinsam mit mehreren Landsleuten die Gelegenheit, nicht nach Albanien zurückzukehren.
Anschließend gelangte er nach Deutschland, wo er sich zunächst in der Region Speyer niederließ. Dort traf er auf weitere albanische Fußballer, die ebenfalls ihre Heimat verlassen hatten.
FV Speyer
Beim FV Speyer avancierte Shpuza rasch zu einem Leistungsträger. Gemeinsam mit mehreren Landsleuten bildete er das Rückgrat der Mannschaft, die in der Landes- und später in der Verbandsliga auf sich aufmerksam machte.
Seine internationale Erfahrung und seine Einsätze für die Nationalmannschaft machten ihn zu einer bekannten Persönlichkeit im regionalen Fußball Südwestdeutschlands. Die albanischen Spieler sorgten beim FV Speyer für großes öffentliches Interesse und trugen wesentlich zu den sportlichen Erfolgen des Vereins in den 1990er Jahren bei.
SV Waldhof Mannheim
Im Sommer 1995 wechselte Shpuza zum SV Waldhof Mannheim. Die Mannheimer spielten damals in der 2. Bundesliga und befanden sich in einer sportlich schwierigen Phase. Obwohl der Albaner zum Profikader gehörte, kam er in der Saison 1995/96 zu keinem Einsatz in einem Zweitligaspiel. Dennoch gehörte er zeitweise zum erweiterten Aufgebot der Blau-Schwarzen und absolvierte Trainingseinheiten auf Profiebene.
Viktoria Griesheim
Nach seinem Engagement beim SV Waldhof Mannheim schloss sich Shpuza dem hessischen Verein Viktoria Griesheim an. Dort setzte er seine Laufbahn im Amateurbereich fort und gehörte zu den erfahrensten Spielern des Teams.
Rückkehr nach Speyer
Später kehrte er zum FV Speyer zurück und übernahm dort zeitweise die Funktion des Spielertrainers. Unter seiner Leitung kämpfte die Mannschaft um den Klassenerhalt in der Verbandsliga.
In der Saison 2003/04 geriet Shpuza jedoch in die Schlagzeilen. Während eines Meisterschaftsspiels gegen den VfB Haßloch kam es zu einem Zwischenfall mit dem Schiedsrichter, der einen Spielabbruch zur Folge hatte. Nach dem Vorfall wurde Shpuza vom FV Speyer ausgeschlossen und erhielt ein Hausverbot. [2]
Nationalmannschaft
Zwischen Ende der 1980er und Mitte der 1990er Jahre absolvierte Zamir Shpuza insgesamt 39 Länderspiele für die albanische Nationalmannschaft.
Er gehörte damit zu den international erfahrensten albanischen Spielern seiner Generation. Seine Einsätze fielen in eine Zeit des sportlichen Neuaufbaus des albanischen Fußballs nach dem Ende des kommunistischen Regimes. Auch nach seiner Übersiedlung nach Deutschland wurde er weiterhin für Auswahlspiele seines Heimatlandes nominiert.
Spielweise
Shpuza spielte überwiegend als Abwehrspieler. Er galt als zweikampfstark, robust und defensiv zuverlässig. Aufgrund seiner Erfahrung im internationalen Fußball übernahm er häufig Führungsaufgaben innerhalb seiner Mannschaften.
Tod
Am 10. Januar 2014 verstarb Zamir Shpuza im Alter von 45 Jahren in Deutschland an den Folgen eines Schlaganfalls. Sein Tod wurde sowohl in Albanien als auch im regionalen deutschen Fußball mit großer Betroffenheit aufgenommen.
Erfolge
Verein
- FK Vllaznia Shkodra
- Albanischer Meister: 1991/92
Persönliche Auszeichnungen
- 39-facher albanischer Nationalspieler
Einzelnachweise
- ↑ Albania-Championship winning teams
- ↑ Albaner sorgen in Speyer für Furore rheinpfalz.de vom 6.9.2023, abgerufen am 3. Juli 2026
Weblinks
- Profil bei Transfermarkt.de
- Zamir Shpuza in der Datenbank von weltfussball.de
