Werner-Seelenbinder-Sportpark
Der Werner-Seelenbinder-Sportpark liegt im Berliner Bezirk Neukölln, unmittelbar an den Flughafen Tempelhof angrenzend.
Zwischen 1945 und 1950 trug der Sportpark den Namen Werner-Seelenbinder-Kampfbahn. Werner Seelenbinder (1904–1944), geboren in Neukölln, war Deutscher Ringer-Meister und Olympiateilnehmer. Zu seinen Ehren wurde am 24. Oktober 2004, der Sportpark Neukölln in den heutigen Werner-Seelenbinder-Sportpark umbenannt. Bei der Gedenkfeier und der Enthüllung des neuen Namensschildes haben Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky und der Präsident des Landessportbundes, Peter Hanisch, den erfolgreichen Sportler und Widerstandskämpfer gewürdigt, dessen Todestag sich an diesem Tag zum 60. Mal jährt.
Inhaltsverzeichnis
Fußballfelder
Der heutige Sportpark ist nicht mehr mit der im Jahre 1930 eröffneten Spielstätte vergleichbar. Ursprünglich für über 20.000 Zuschauer errichtet, wurde es in den 1970er Jahren zurückgebaut und bietet heute nur Platz für 3.500 Zuschauer (davon 350 unüberdachte Sitzplätze).
Einen Zuschauerrekord erlebte das Stadion beim Benefizspiel für den in Neukölln erschossenen Polizisten Uwe Lieschied, der bis zu seinem Tode mit der Mannschaft vom SV Stern Britz 1889 hier im Stadion trainierte. Bei dem Spiel Hertha BSC gegen „Polizei & Friends“ (einer Mannschaft aus Kollegen und Freunden des Verstorbenen) kamen über 4.000 Menschen in das kleine Stadion.
Die Fußballfelder werden vom SV Tasmania Gropiusstadt 73 genutzt.
- Rasen (Großspielfeld)
- Ausmaße: 70 x 110 m
- Ausstattung: Flutlicht
- Kunstrasen (Großspielfeld)
- Ausmaße: 62 x 94 m
- Ausstattung: Flutlicht
- Rasen (Spielfeld)
- Ausmaße: 59 x 76 m
- Nutzung: Neuköllner Sportfreunde 1907 (Abteilung Hockey)
Eisstadion Neukölln
Das Eisstadion Neukölln ist ein Freiluftstadion (offene Kunsteisportanlage), welches erstmals in der Wintersaison 1956/1957 eröffnete, besteht aus der Kampfbahn, einer Eisfläche mit den Standardabmaßen 60 x 30 m für den Wettkampfbetrieb sowie einer Publikumsbahn (ca. 65 x 39 m), die für das öffentliche Eislaufen gedacht ist.
Im Winter dient das Stadion dem Eissport und im Sommer dem Basketball, Rollschuhbahn, Inline Skater als Hockeyfeld und vor allem den Streetball-Turnieren die dort häufig stattfinden. Im den Monaten März bis Oktober 2005 und 2006, ist die Anlage der Öffentlichkeit nicht zugänglich, da sie saniert wird.
Im Herbst 2005 ist nach Abschluss der ersten Sanierungsphase das mit erheblichen Mitteln (5 Millionen Euro) restaurierte und erweiterte Eisstadion Neukölln wiedereröffnet worden. Im Rahmen einer zweiten Sanierungsphase werden während der Saisonpause 2006 weitere Sanierungsmaßnahmen an der Eissportanlage stattfinden, so dass diese pünktlich zu ihrem 50jährigen Bestehen in neuem Glanz wiedereröffnet werden kann.
Das Eisstation wird unter anderem genutzt vom:
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Bahnrekorde
In den 1960er Jahren wurden auf der 200 Meter langen Freiluftbahn Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt.
| Meter | Sek. | Name | Datum |
|---|---|---|---|
| 500 Meter | 51,30 | Eva-Maria Sappl | 11. März 1967 |
| 45,40 | Erhard Keller | 11. März 1967 | |
| 1.000 Meter | 1:47,00 | Eva-Maria Sappl | 12. März 1967 |
| 1:37,50 | Peter Häusler | 13. Dezember 1970 | |
| 1.500 Meter | 2:44,20 | Eva-Maria Sappl | 16. März 1968 |
| 2:19,00 | Gerhard Zimmermann | 12. März 1967 | |
| 3.000 Meter | 6:03,40 | Paula Dufter | 17. März 1968 |
| 4:43,50 | Gerhard Zimmermann | 16. März 1968 | |
| 5.000 Meter | 8:16,30 | Gerhard Zimmermann | 17. März 1968 |
| 10.000 Meter | 21:26,30 | Richard Schulze | 31. Dezember 1961 |
| Kleiner Vierkampf | 189,280 | Gerhard Zimmermann | 16.–17. März 1968 |
| Großer Vierkampf | 244,142 | Gerhard Krein | 22.–23. Februar 1958 |
Bezirkssporthalle
- 3fach-Mehrzweck-Halle
- 500 Zuschauerplätzen, mit ausfahrbarer Tribüne
- Boxfeld
- Musikanlage für Tanzturniere
Nicht-sportliche Zwecke
- Umkleide- und Sanitärtrakt
- Imbiss
Weblinks
- Umbenennung des Sportparks Neukölln in Werner-Seelenbinder-Sportpark Neukölln von Berlin.de
- Offizielle Homepage des Eisstadions
Koordinaten: 52° 28' 9" N, 13° 25' 0" O