SG NARVA Berlin
| SG NARVA Berlin | |
|---|---|
| Vereinsdaten | |
| Gegründet: | 1949 |
| Vorsitzender: | Joachim Wagner (seit 1959) |
| Vereinsfarben: | Rot-Weiß-Blau |
| Mitglieder: | ca. 500 (2008) |
| Stadion/Spielstätte: | Palisadenstraße 76/78 (300 Plätze) |
| Anschrift: | Modersohnstraße 55 10245 Berlin |
| Website: | www.sg-narva.de |
| Abteilung Schach: | www.narva-schach.de |
Die SG NARVA Berlin ist ein Sportverein, der ursprünglich aus dem Berliner Stadtteil Niederschöneweide stammt.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte des Namens
1945 wurde in Niederschöneweide die Sportgruppe Niederschöneweide gegründet. 1947 wurde aus der SG Niederschönweide die Sportgemeinschaft Oberspree, die dann im Februar 1949 mit der BSG Motor Friedrichshain-Ost sowie der BSG Motor Friedrichshain-West zur Betriebssportvereinigung Berliner Glühlampenwerk (BSV BGW) fusionierte.[1]
Einhergehend mit einer Vielzahl von Umbenennungen des Mutterbetriebs sah sich die Bezeichnung des Vereins stetiger Veränderung gegenüber. Über die Namensgebungen Betriebssportgemeinschaft Mechanik Friedrichshain (ab 15. November 1950), BSG Motor Friedrichshain-Ost (ab 1951) und BSG Motor Berliner Glühlampenwerk (ab 1954) kam es 1969 zur endgültigen Bezeichnung BSG NARVA Berlin, die bis zur Wende ihre Gültigkeit behielt. Nachfolgend wurde der Ostberliner Standort (Berlin-Friedrichshain) des Leuchtmittel-Herstellers NARVA abgewickelt, wodurch der Status als Betriebssportgemeinschaft verloren ging. Seither heißt der Verein Sportgemeinschaft NARVA Berlin.[1] NARVA steht dabei für N-Stickstoff, Ar-Argon und Va-Vakuum, die gasförmigen Bestandteile einer Glühlampe.
Sportliche Entwicklung
Die SG Niederschöneweide spielte 1945/1946 in der Staffel D der damals erstklassigen Berliner Stadtliga, verpasste jedoch die Qualifikation für die eingleisige Stadtliga.[2]
In der Zeit von der Gründung bis 1990 wuchs der Verein auf ca. 2500 Mitglieder und bis zu 15 Abteilungen an. Die Sparten Handball und Fußball zeigten sich sportlich am erfolgreichsten und erreichten jeweils die DDR-Liga (zweithöchste Spielklasse der Republik). Die Fußballer gehörten der DDR-Liga sowohl 1974/75 als auch 1978/79 in der Staffel B an, stiegen jedoch jeweils als 11. von zwölf Teams wieder in die Bezirksklasse ab.[1]
Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands schrumpfte die Mitgliederzahl auf ein Fünftel, behielt aber seit einigen Jahren ein stabiles Niveau. Nachdem sich die Fußballer dem FC Treptow anschlossen, sind die Handballer (derzeit mit 315 beziffert) als das alleinige Aushängeschild des Vereins zu betrachten und stellen mehr als die Hälfte der Mitglieder. Beispielsweise errang die 1.Männermannschaft 2003 und 2005 die Berliner Vizemeisterschaft, bevor 2006 die Berliner Meisterschaft gefeiert werden konnte. Die Mannschaft hielt die Klasse souverän (9.Platz in der Oberliga). Die Leistungsmannschaft profitiert von der zentralen Lage innerhalb Berlins (Friedrichshain) und den damit verbundenen adulten Zugängen (Studenten). Die erforderliche Regeneration aus der eigenen Jugend wird durch die Aufwendung nahezu aller zur Verfügung stehenden Mittel für den Wiederaufbau des Jugendbereichs vorangetrieben.
Bekannte Personen
- Joachim Wagner (Sportfunktionär, Träger der Goldenen Ehrennadel und Ehrenmitglied des Handballverbands Berlin)
- Hans Ramp (IHF-Schiedsrichter)
Abteilung Schach
- Der Start, der Abt. Schach erfolgte am 1. Juli 1950, etwa ein Jahr nach Gründung der Betriebssportvereinigung Berliner Glühlampenwerk (1. April 1949) als Sparte Schach.
- Ihre "Besten Jahre" hatte die Abt. Schach um 1990. Mit bis zu 5 Mannschaften spielte man in Berlin. Die 1.Mannschaft spielte in der Stadtliga Berlin.
- Erfolgreiche Nachwuchsarbeit, die 1989 zu zwei Berliner Meistern (AK 7/8 m und AK 9/10 m) und zwei Vize Meistern bei den Mädchen führte.
- In den Jahren danach ging es mit der Mitgliederzahl steil bergab. Im Jahre 1993 verblieb ein “Stamm” von acht Erwachsenen und sieben Kindern/Jugendlichen.
- Seit 94/95 geht es wieder bergauf. Zur Zeit (2008) spielen wieder 3 Mannschaften in der Berliner Mannschaftsmeisterschaft.
- Die Mitgliederzahl liegt aktuell stabil um die 40.
Weblinks
- http://www.sg-narva.de - Offizielle Seite (Handball) mit Links zu anderen Abteilungen
- http://www.narva-schach.de - Homepage der Abteilung Schach
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 NARVA Berlin in: Hardy Grüne (2001): Vereinslexikon. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7. Kassel: AGON Sportverlag, S. 53 ISBN 3-89784-147-9
- ↑ Hardy Grüne (1996): Vom Kronprinzen bis zur Bundesliga. 1890 bis 1963. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 1., S. 272. Kassel: AGON Sportverlag, ISBN 3-928562-85-1
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