Neuchâtel Xamax
| Neuchâtel Xamax 1912 | |||
| Logo | |||
| Basisdaten | |||
|---|---|---|---|
| Gründung | 1916 FC Xamax 1970 Fusion mit FC Cantonal Neuchâtel 2012 Neuchâtel Xamax 1912 2013 Fusion mit FC Serrières | ||
| Präsident | Christian Binggeli | ||
| Website | www.xamax.ch | ||
| Erste Fußballmannschaft | |||
| Cheftrainer | Roberto Cattilaz | ||
| Spielstätte | Stade de la Maladière | ||
| Plätze | 12'000 | ||
| Liga | 1. Liga Classic (Gruppe 2) | ||
| 2012/13 | 1. Rang (Meister 2. Liga Interregional; Aufstieg) | ||
|
| |||
Neuchâtel Xamax 1912 ist ein Schweizer Fussballverein aus Neuenburg (frz.: Neuchâtel). Die Vereinsfarben sind Rot-Schwarz.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte
Der Club wurde 1916 unter dem Namen FC Xamax formell gegründet, nachdem schon ab 1912 eine Gruppe Fussballbegeisterter auf zwei Plätzen in Neuenburg Spiele organisiert hatte.[1] 1970 fusionierte er mit dem 1906 gegründeten Stadtrivalen FC Cantonal Neuchâtel. Das Palindrom «Xamax» entstand aus dem Vornamen des Mitgründers Max Abegglen, genannt «Xam».[2] Seine bisher erfolgreichste Zeit hatte Neuchâtel in den 1980er Jahren unter seinem langjährigen Trainer Gilbert Gress. Xamax stieg Ende Saison 2005/06 aus der Super League in die Challenge League ab. Das Team verlor die Barrage gegen den Challenge-League-Zweiten FC Sion. Für Xamax bedeutet diese Niederlage den ersten Abstieg aus der höchsten Schweizer Spielklasse nach dem Aufstieg 1973. Mit dem neuen Trainer Gérard Castella und dem neuen Torhüter Pascal Zuberbühler, der in der zweiten Saisonhälfte zur Mannschaft stiess, schaffte Xamax 2007 den sofortigen Wiederaufstieg. Zur Saison 2007/08 sortierte Xamax 10 Spieler aus, darunter Rainer Bieli, Massimo Lombardo und Javier Delgado. Am 11. Juli 2007 gab Xamax bekannt, dass der ehemalige FC-Basel-Spieler Julio Hernán Rossi für die kommende Saison verpflichtet wurde.
Auf die Saison 2011/12 hin hatte die Führung dem Club ein überarbeitetes Club-Logo gegeben. Ausserdem wollte der Besitzer an den Clubnamen Xamax den Zusatz «Vainach», übersetzt «Klub des Volkes», anfügen. Dies wurde von der Liga jedoch aus formellen Gründen nicht genehmigt.
Im Januar 2012 entzog die Axpo Super League dem Verein die Lizenz für die Liga, nachdem sie Xamax bei der eigenen Disziplinarkommission mehrfach wegen ausstehender Gehälter angezeigt hatte.[3] Am 26. Januar 2012 meldete Xamax Konkurs an und wurde in der Folge in die 2. Liga interregional relegiert.
Am 14. April 2012 wurde bekannt, dass der Verein als «Neuchâtel Xamax 1912» wiedergegründet wurde und 2013 mit dem FC Sérrieres zu Neuchâtel Xamax FCS fusionierte.[4]
Präsidenten und Eigentümer
- Von 2005 bis Saisonende 2011: Sylvio Bernasconi; der Bauunternehmer aus Les Geneveys-sur-Coffrane war auch Mehrheitsaktionär. Von Juni 2011 bis Juli 2011 war Andrei Rudakow, russischer Ex-Profifussballer, unter anderem bei Spartak Moskau als Präsident im Amt.
- Seither: Hauptaktionär war ab Mai 2011 der in Genf lebende tschetschenische Geschäftsmann Bulat Tschagajew, Schwiegersohn des letzten KP-Chefs Tschetscheniens zur Sowjetzeit. Er trat bereits als Sponsor des tschetschenischen Clubs Terek Grosny auf. Tschagajew wurde am 26. Januar 2012 wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung in Untersuchungshaft genommen[5] und am 25. Mai desselben Jahres wieder aus dieser entlassen[6], wobei die Untersuchung fortgesetzt wird.
- Präsident des neu gegründeten Vereins Neuchâtel Xamax 1912 ist der Dentaltechnik-Unternehmer Christian Binggeli.[7]
Stadion
Das Heimstadion von Neuchâtel Xamax ist das Stade de la Maladière in Neuenburg. Nachdem das alte Stadion 2004 abgerissen wurde, trug die erste Mannschaft ihre «Heimspiele» vorübergehend in La Chaux-de-Fonds im Stade de la Charrière aus. Am 18. Februar 2007 wurde das neue Stade de la Maladière in Neuenburg eingeweiht. Das Kleinstadion trägt immer noch denselben Namen (Stade de la Maladière).[8]
Erfolge
- Schweizer Meister: 1916 (Cantonal FC), 1987, 1988
- Finalteilnahme im Schweizer Cup 1975, 1985, 1990, 2003, 2011
- Schweizer Supercup: 1987, 1988, 1990
- Achtelfinalteilnahme im Europapokal der Landesmeister 1988 und 1989
- Viertelfinalteilnahme im UEFA-Cup 1982 und 1986
- Uhrencup: 1972, 1977
Auswahl ehemaliger Spieler
Einzelnachweise
- ↑ Webseite Xamax, La Genèse, abgerufen am 15. April 2012 (franz.)
- ↑ Webseite Xamax, Actualités, abgerufen am 15. April 2012 (franz.)
- ↑ Xamax: Chronologie des Niedergangs auf der Seite des Schweizer Fernsehens vom 18. Januar 2012
- ↑ Webseite Xamax, Actualités, abgerufen am 15. April 2012 (französisch)
- ↑ Xamax-Boss Tschagajew in Untersuchungshaft auf NZZ Online vom 26. Januar 2012
- ↑ Tschagajew nicht mehr in U-Haft auf NZZ Online vom 25. Mai 2012
- ↑ Aus «Neuchâtel Xamax» wird «Xamax 1912» auf NZZ Online vom 14. April 2012
- ↑ Informationen zum Stadion auf xamax.ch