Humberto Coelho

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Humberto Manuel de Jesus Coelho (* 20. April 1950 in Cedofeita) ist ein portugiesischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler.

Der Abwehrspieler Humberto Coelho begann seine Profikarriere 1966 als 16-Jähriger bei Benfica Lissabon. Im gleichen Jahr hatte die portugiesische Fußballnationalmannschaft den dritten Platz bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 in England belegt und Eusebio war der Nationalheld der Portugiesen. Der junge Coelho spielte jetzt mit dem großen Star in einer Mannschaft. Nach seiner ersten Saison konnte er bereits den ersten portugiesischen Meistertitel mitfeiern. Fünf weitere Titel sollten folgen bis er 1974 nach Frankreich zum FC Paris St. Germain wechselte. In Paris spielte er bis 1978 und kam dann zurück zu Benfica, wo er noch zweimal Meister wurde und vor der Fußball-Europameisterschaft 1984 seine Karriere beendete.

Im Dezember 1997 wurde der populäre Coelho zum Nationaltrainer berufen, nachdem Portugal die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 1998 verpasst hatte. Coelho gelang es aus dem Starteam um Figo, Rui Costa und Fernando Couto ein Ensemble zu formen, das nach jahrelangen Misserfolgen endlich zu einer Einheit wurde. Bei der Fußball-Europameisterschaft 2000 sorgte sein Team bereits beim Auftakt gegen England für Aufsehen. Schnell hatten sie mit 0:2 zurückgelegen, doch gewannen sie das Spiel noch mit 3:2. Nach Siegen über Rumänien und Deutschland gelang der Einzug ins Viertelfinale als Gruppensieger. Die Reise der furios aufspielenden Portugiesen war erst im Halbfinale gegen die aktuellen Weltmeister Frankreich zu Ende. Sie verloren durch Golden Goal, das Zinédine Zidane per Handelfmeter in der Verlängerung erzielte. Dennoch war die Mannschaft des Jahres 2000 das beste portugiesische Nationalteam seit 1966. Nach der EM verlängerte Humberto Coelho seinen auslaufenden Vertrag nicht weiter. Nachfolger wurde António Oliveira, der die Mannschaft zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 führte. 2003 wurde er Nachfolger von Guus Hiddink als Nationalcoach Süd-Koreas. Zwar konnte er im Dezember 2003 die Ostasiatische Meisterschaft feiern, musste aber 2004 nach einem Unentschieden im WM-Qualifikationsspiel gegen die Malediven zurücktreten.

Coelho trat Anfang Juni 2008 die Nachfolge des entlassenen Roger Lemerre in der Tunesische Nationalmannschaft und erhielt einen drei Jahresvertrag.

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