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Etat entspricht gehobenem Oberliga-Niveau / Sportvorstand Klaus Hafner: "Die Zahlen sind noch nicht in Stein gemeißelt."
von Sportkurier. Während sich die Fans des SV Waldhof gerade mit dem anstehenden Derby bei der zweiten Mannschaft des 1.FC Kaiserslautern beschäftigen, das am kommenden Mittwoch (17 Uhr) im Fritz-Walter-Stadion ausgetragen wird, sind die Verantwortlichen im Verein bemüht, die Planungen für die kommende Saison voranzutreiben. Es sieht im Moment danach aus, als sollte sich das Gesicht der Mannschaft erneut drastisch ändern.
Finanzielle Möglichkeiten begrenzt / Ausgaben nur noch in Höhe 400.000 Euro vorgesehen
Entscheidend dafür sind - wenig überraschend - die finanziellen Möglichkeiten des Klubs. Nachdem sich die Hoffnung des Vorstands, sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren und so Mehreinnahmen zu generieren, zerschlagen hat, drohen jetzt große Einschnitte. In einem ersten Budgetplan, der Kenan Kocak, dem Trainer und Sportlichen Leiter in Personalunion, vorgelegt wurde, sind nur noch Ausgaben von knapp 400.000 Euro vorgesehen.
"So wie es aktuell aussieht, müssen wir den Etat kürzen", sagt Klaus Hafner dazu. Der Vizepräsident, verantwortlich für den sportlichen Bereich, verweist allerdings darauf, dass die jetzt geltenden Zahlen nicht in Stein gemeißelt sind. "Sollten wir noch Einnahmen über die Planung heraus generieren, würden wir auch Kocak mehr zur Verfügung stellen", sagt Hafner.
Klaus Hafner: "Zahlen sind noch nicht in Stein gemeißelt."
Es ist jedoch davon auszugehen, dass die zur Verfügung stehenden Mittel in jedem Fall unter denen des Vorjahres bleiben werden, als das Budget etwa 800.000 Euro betrug. Die ursprünglichen Aussagen gegenüber Kocak und der Öffentlichkeit, können somit in keinem Fall gehalten werden. Nach einem Übergangsjahr wolle man im Sommer 2014 angreifen, erklärten Präsident Steffen Künster und Hafner, als Kocak im vergangenen Juni vorgestellt wurde. Die Realität sieht so aus, dass Kocak mit einem gehobenen Oberliga-Etat, allerdings keinem Spitzenbudget für die 5. Liga, ein neues Team für die 4. Liga zusammenstellen soll.
Großteil der Mannschaft wird wohl nicht zu halten sein
Die Aussage von Kocak, den Großteil der Mannschaft halten zu wollen und sie dann gezielt zu verstärken, ist nicht umsetzbar. Der Coach des SVW hält sich mit Aussagen zurück und will keinen Druck auf die Führungsetage aufbauen, dass er mit der derzeitigen Entwicklung nicht zufrieden ist, liegt aber auf der Hand. Im Moment stehen mit Marc Gallego (bis 2016) und Seba Öztürk (bis 2015) lediglich zwei Akteure unter Vertag.
Vor allem die aktuellen Leistungsträger sind bei zusammengeschmolzenem Budget nicht zu halten. Und auch die Kaderspieler wollen in der kommenden Spielzeit eher mehr denn weniger Geld. "Es stehen schwierige Verhandlungen bevor", sagt Kocak. Der Trainer hofft zwar noch auf positive Nachrichten bei der Sponsorensuche, kann aber nicht länger mit den Planungen für die kommende Runde warten.
So stellt sich die Lage für den 33-Jährigen unbefriedigend dar. "Soll ich für das Budget zehn Spieler verpflichten, weil noch Geld kommt, oder 20 Spieler?", fragt Kocak, ohne die exakte Antwort zu kennen.
Nachdem sich der Verein in der vergangenen Woche bei der "Mannheimer Runde" präsentieren konnte, sind dennoch in naher Zukunft keine großen Abschlüsse zu erwarten. "So etwas braucht Zeit", sagt Hafner. Derzeit scheint das Treffen mit Vertretern der Mannheimer Wirtschaft die einzige Hoffnung des SVW auf Besserung.
Präsidium vertraut auf die Fähigkeiten von Trainer Kenan Kocak
Hafner ist in jedem Fall optimistisch hinsichtlich der sportlichen Leistungsfähigkeit in der kommenden Saison. "Kenan Kocak hat gezeigt, dass er auch mit weniger Mittel eine gute Mannschaft aufbauen kann", sagt der Vizepräsident mit Verweis auf die aktuelle Spielzeit.
Doch irgendwann ist weniger zu wenig - und der SVW steht genau an dieser Schwelle.