Heinrich Schmitt

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Heinrich Schmitt (* 6. Oktober 1895 in Waldbüttelbrunn; † 13. August 1951 in München) war ein deutscher Politiker. Er war Ende der 1920er Jahre Reichstagsabgeordneter für die KPD und nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Bayerischer Staatsminister für Politische Befreiung.

Leben

Schmitt war gelernter Dreher. Sein politisches Engagement begann 1913 mit seinem Beitritt zum Deutschen Metallarbeiterverband. Im preußischen Leuna wurde Schmitt im BASF-Werk Vorsitzender des Betriebsrates und 1928 für die KPD im Wahlkreis Merseburg in den Reichstag gewählt, dem er bis 1930 angehörte. 1935 wurde Schmitt inhaftiert und saß bis Kriegsende im Zuchthaus.

Ab dem 28. September 1945 gehörte er als Sonderminister für Politische Befreiung dem ersten Kabinett des Bayerischen Ministerpräsidenten Wilhelm Hoegner an. In seinem Ressort kümmerte er sich um die Umsetzung der US-amerikanischen Konzepte zur Entnazifizierung der Gesellschaft. Im Februar 1946 wurde er von Hoegner als Vertreter der KPD in den von der Militärregierung geschaffenen Vorbereitenden Verfassungsausschuss berufen. Im gleichen Jahr war er Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung Bayerns.

Schmitt schied am 1. Juli 1946 aus dem Kabinett aus. Im Jahr darauf trat er aus der KPD aus. Von 1947 bis 1949 war Schmitt Mitglied des Bayerischen Senats.

Sein Sohn Harry Schmitt (alias Ralf Forster) leitete im Kalten Krieg die DKP-Militärorganisation.

Literatur

  • Hermann Weber/Andreas Herbst: Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945, Berlin: Karl Dietz Verlag 2004, S. 680-681 ISBN 3-320-02044-7