Fußball-Weltmeisterschaft 1974/Jugoslawien
Dieser Artikel behandelt die jugoslawische Fußballnationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1974.
Inhaltsverzeichnis
Qualifikation
| Rang | Land | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|
| 1 | 8:5 | 6 | |
| 2 | 7:4 | 6 | |
| 3 | Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt Griechenland
|
5:11 | 0 |
| Spanien | - | Jugoslawien | 2:2 |
| Jugoslawien | - | Griechenland | 1:0 |
| Jugoslawien | - | Spanien | 0:0 |
| Griechenland | - | Jugoslawien | 2:4 |
Entscheidungsspiel in Frankfurt am Main:
| Jugoslawien | - | Spanien | 1:0 |
Jugoslawisches Aufgebot
Spiele der jugoslawischen Mannschaft
Erste Runde
Stadion: Waldstadion (Frankfurt am Main)
Zuschauer: 62.000
Schiedsrichter: Scheurer (Schweiz)
Tore: keine
Stadion: Parkstadion (Gelsenkirchen)
Zuschauer: 20.000
Schiedsrichter: Delgado (Kolumbien)
Tore: 1:0 Bajević (8.), 2:0 Džajić (14.), 3:0 Šurjak (18.), 4:0 Katalinski (22.), 5:0 Bajević (30.), 6:0 Bogićević (35.), 7:0 Oblak (61.), 8:0 Petković (65.), 9:0 Bajević (81.)
Stadion: Waldstadion (Frankfurt am Main)
Zuschauer: 60.000
Schiedsrichter: Gonzalez Archundia (Mexiko)
Tore: 0:1 Karasi (81.), 1:1 Jordan (88.)
Wenig erbaulich waren auch die Vorstellungen der Mannschaften in Gruppe II – trotz des Weltmeisters Brasilien. Gegen Jugoslawien und Schottland erarbeiteten sich die enttäuschenden Brasilianer zwei torlose Remis und gegen Zaire einen wenig spektakulären 3:0-Erfolg. Da es auch zwischen Jugoslawien und Schottland beim 1:1 keinen Sieger gab, entschied das Torverhältnis um den Einzug in die Finalrunde. Hierbei schlug der 9:0-Kantersieg der Jugoslawen gegen Zaire durch, während die Schotten gegen die Schwarzafrikaner nur 2:0 siegten und heimfahren mussten.
Zweite Runde
| Rang | Land | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|
| 1 | 7:2 | 6 | |
| 2 | 3:2 | 4 | |
| 3 | 4:6 | 2 | |
| 4 | 2:6 | 0 |
Stadion: Rheinstadion (Düsseldorf)
Zuschauer: 66.085
Schiedsrichter: Marques (Brasilien)
Tore: 0:1 Breitner (39.), 0:2 Müller (82.)
Stadion: Waldstadion (Frankfurt am Main)
Zuschauer: 55.000
Schiedsrichter: Gloeckner (DDR)
Tore: 1:0 Deyna (24.) 11m, 1:1 Karasi (43.), 2:1 Lato (62.)
Stadion: Rheinstadion (Düsseldorf)
Zuschauer: 40.000
Schiedsrichter: Pestarino (Argentinien)
Tore: 0:1 Šurjak (27.), 1:1 Edström (29.), 2:1 Torstensson (85.)
Nach dem 0:1 gegen die DDR hatte Franz Beckenbauer am Abend danach mächtig auf den Tisch gehauen und Bundestrainer Schön ein neues Konzept aufgezwungen. Kernpunkte waren das Festhalten an Wolfgang Overath statt Günter Netzer im Mittelfeld. Die Hereinnahme des jungen, aber robusten Rainer Bonhof als Manndecker des gegnerischen Spielmachers und die Bevorzugung von Bernd Hölzenbein gegenüber Heinz Flohe auf der linken Außenbahn. Also eine defensivere Taktik insgesamt und der Erfolg gab ‚Kaiser Franz’ recht. Mit einer starken Leistung wurde Jugoslawien 2:0 im ersten Spiel der Gruppe B bezwungen, wobei Breitners Weitschuss und ein typisches Müller-Tor durchschlugen. Gegen Schweden spielten die Deutschen zwar überlegen, verbissen sich anfangs aber an der Abwehr um Rekordnationalspieler Nordquist. Auch das lange anhaltende 0:1 strapazierte die Nerven der allerdings nicht nachlassenden Deutschen. Ein Doppelschlag von Overath und Bonhof (50. und 51.) brachte die Führung, doch der Lauterer Konterstürmer Sandberg glich noch einmal aus. Zuletzt waren es Grabowski und Hoeness (Elfmeter), die in der Schlussphase das 4:2 herausschossen. Es war vor allem ein Sieg der Moral und eine weitere Steigerung gegenüber dem Jugoslawien-Spiel. Auch Polen hatte sich gegen Schweden (1:0) und Jugoslawien (2:1) durchgesetzt. In Frankfurt kam es zur berühmten ‚Wasserschlacht’. Ein vom Platzregen nahezu überfluteter Platz ließ eigentlich kein normales Fußballspiel zu. Lange Zeit stand das Spiel auch auf der Kippe. Torchancen gab es kaum. Die Spieler waren hauptsächlich dabei, den Ball zu kontrollieren und möglichst schnell weiterzuleiten, bevor ein Gegenspieler dazwischenrutschen konnte. Eine Viertelstunde vor Schluss bekam Gerd Müller über die linke Seite den Ball an der Strafraumgrenze zugespielt, ein Haken und ein Schuss aus der Drehung: 1:0 für Deutschland. Unter diesen Bedingungen war es nunmehr nahezu unmöglich für die Polen einen Rückstand aufzuholen. Deutschland stand nach 1966 wieder im Endspiel.
Europa: Bulgarien | Deutschland | DDR | Italien | Jugoslawien | Niederlande | Polen | Schottland | Schweden
Afrika: Zaire | Asien-Ozeanien: Australien | Nordamerika: Haiti | Südamerika: Argentinien | Brasilien | Chile | Uruguay
fr:Équipe de Yougoslavie de football à la coupe du monde 1974