Ulrich Stein
Ulrich „Uli“ Stein (* 23. Oktober 1954 in Hamburg) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.
Inhaltsverzeichnis
Spieler
Vereinskarriere
Er spielte als Torwart von 1978 bis 1997 512 Mal in der Fußball-Bundesliga. Seine Profikarriere begann er 1978 bei Arminia Bielefeld, wechselte dann zum Hamburger SV (1980-1987). Von 1987 bis 1994 spielte er für Eintracht Frankfurt, kehrte für die Saison 1994/1995 aber noch einmal zum HSV zurück. Im folgenden Jahr spielte er wieder für Arminia Bielefeld in der 2. Bundesliga, schaffte den Aufstieg und beendete nach der Saison 1996/1997 seine Karriere. In der Saison 2001/2002 machte er ein Spiel für Kickers Emden in der Oberliga Niedersachsen-Bremen und 2003/2004 feierte Stein nochmals ein kurzes Comeback in der Oberliga, als er im Alter von 49 Jahren für einige Spiele beim VfB Fichte Bielefeld aushalf.
Mit dem HSV gewann er den DFB-Pokal 1987 und wurde 1982 und 1983 Deutscher Meister. Einer der Höhepunkte seiner Karriere war ebenfalls 1983 der Gewinn des Europapokals der Landesmeister. Mit Eintracht Frankfurt gewann er den DFB-Pokal 1988 und verteidigte als Spieler den Titel von 1987, damit war er der erste Torwart, der dies mit 2 verschiedenen Vereinen schaffte. Unter anderem steht in seiner sportlichen Titel- und Erfolgssammlung: 3× Deutscher Vizemeister mit dem Hamburger SV (1981, 1984 und 1987), 1982 Vize-UEFA Pokalsieger mit dem Hamburger SV, 1x Weltpokalfinalist in Tokio 1983 mit dem Hamburger SV und 1x Vize-Weltmeister.
Uli Stein kam in seiner 21-jährigen Karriere zu insgesamt 512 Bundesligaeinsätzen, 133 Spielen in der 2. Bundesliga und 57 Europapokalspielen.
Nationalmannschaft
In der Nationalmannschaft kam er von 1983 bis 1986 sechs Mal für den DFB zum Einsatz und stand 1986 bei der WM in Mexiko im deutschen Aufgebot.
Sonstiges
Stein fiel neben seiner sportlichen Leistung auch durch drei unbeherrschte Aktionen auf. So wurde er bei der WM in Mexiko von DFB-Chef Hermann Neuberger vorzeitig nach Hause geschickt, nachdem er Teamchef Franz Beckenbauer - in Anlehnung an Beckenbauers recht hölzern wirkenden Suppen-Werbespot der 60er Jahre - als „Suppenkasper“ bezeichnet hatte, was das Ende seiner Karriere in der Nationalelf bedeutete. Er kam daher, als einer der erfolgreichsten und besten Torhüter seiner Zeit, zu nur 6 Länderspielen in der Deutschen Nationalmannschaft.
Beim DFB-Pokal-Spiel 1986 des FC Augsburg gegen den Hamburger SV im Augsburger Rosenaustadion musste Uli Stein nach roter Karte den Platz verlassen. Er verabschiedete sich von den Augsburger Fans mit dem Stinkefinger, nachdem er vorher von diesen provoziert worden war.
Vor der Saison 1987/1988 streckte der damals noch für den HSV spielende Uli Stein im Supercup den Bayern-Stürmer Jürgen Wegmann nach einem Gegentor mit einem Faustschlag nieder und sah die Rote Karte. Daraufhin wurde er vom HSV entlassen und heuerte wenig später bei Eintracht Frankfurt an.
Tätigkeit nach Karriereende
Von April bis Juli 2006 spielte Stein mit weiteren Ex-Fußballern aus ganz Europa beim PartyPoker.com Football & Poker Legends Cup mit. Er kam dabei mit dem deutschen Team bis ins Finale gegen Dänemark und erreichte den dritten Platz.
Seit März 2007 ist er Torwarttrainer der Fußballnationalmannschaft Nigerias.
Siehe auch
Weblinks
- Literatur von und über Ulrich Stein im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stein, Ulrich |
| ALTERNATIVNAMEN | Uli Stein (Spitzname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballspieler |
| GEBURTSDATUM | 23. Oktober 1954 |
| GEBURTSORT | Hamburg |