Offizielle Mitteilung

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Stellungnahme des SV Waldhof:


Das Fußball-Derby zwischen dem SV Waldhof Mannheim 07 und dem 1. FC Kaiserslautern ist zum Austragungsort einer Auseinandersetzung von Randalierern geworden. Unsere Leidenschaft Fußball wurde zur Nebensache. Wir sind zutiefst beschämt und der SVW distanziert sich ausdrücklich von den Vorkommnissen im Umfeld des Derbys. Wir müssen leider zur Kenntnis nehmen, dass trotz all unserer umfangreichen Sicherheits-Vorkehrungen das Spiel von kriminellen Personen zum Schauplatz ihrer Randale gemacht wurde. Diese Geschehnisse sind ein Schlag ins Gesicht jedes Waldhof- und Fußball-Fans.

Der SVW steht bedingungslos hinter seinen vielen friedlichen und treuen Anhängern, aber distanziert sich ausdrücklich von Personen, die durch Gewalt dem Verein schaden und wird versuchen die verantwortlichen Personen zur Rechenschaft zu ziehen.

Quelle: Waldhof-Mannheim.de


Stellungnahme von Pro Waldhof:


Trotz der Vorkommnisse rund ums gestrige Heimspiel unseres SVW bekennen wir uns zu unserem SV Waldhof Mannheim 1907, zu den treuen blau-schwarzen Fans sowie zu leidenschaftlichen Derbys.

Wir verurteilen jedoch gewalttätige Ausschreitungen aufs Schärfste und distanzieren uns von denjenigen Personen, die Spiele unseres geliebten, im Image sehr beschädigten Vereins als Bühne ihrer Feindseligkeiten nutzen. Es ist nicht zu dulden, dass derartige Chaoten unseren Verein, seine Spiele und uns treuen Fans als Spielball Ihrer schwachsinnigen Aktionen benutzen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Initiative und Zivilcourrage von uns, konsequentes Durchgreifen von Verein und Polizei.

Gezielter und verabredeter Vandalismus, wie er offenbar von einigen hundert Anhängern des 1. FC Kaiserslautern ausgelebt wurde, gehört definitiv nicht zum Fußball. Gleiches gilt für blinden Hass und uneingeschränkte Aggressionen, die bedauerlicherweise erneut auch bei vermeintlichen Anhängern unseres Vereins auftraten.

Wir suchen allerdings nicht die Fehler bei unserem Gegner, der Polizei, dem DFB oder der Medienlandschaft. Gegen eine pauschale Verurteilung wehren wir uns, weshalb wir es an dieser Stelle besser machen möchten.

Wir sprechen vielmehr eigene Fehler und die Probleme an, die von uns beeinflusst werden können. Daher wird es intern, sowohl bei PW wie auch beim SVW, entsprechend konstruktive Kritik mit entsprechenden Konsequenzforderungen geben.

Wir fordern die SVW-Vereinsführung auf, endlich den Dialog zu suchen, Konsequenzen zu überdenken, deutlich auszusprechen und folgerichtig umzusetzen, vereinsschädlich handelnden Personen des Stadions und ggf. des Vereins zu verweisen und somit die „Gewalttäter“ auch tatsächlich ins Abseits zu stellen. Plakative Erklärungen alleine bringen uns nicht weiter.

Wünschenswert wäre aus unserer Sicht, im Vorfeld bzw. unabhängig von derartigen Vorkommnissen endlich ein Gespräch grundsätzlicher Art zu suchen. Der Dialog zwischen SVW-Vereinsführung, der Polizei, der Stadtverwaltung Mannheim einschließlich des Fanprojekts und den Fans, um die Situation zu analysieren, aus den Geschehnissen zu lernen und Konsequenzen zu ziehen sowie Wege aus der Misere zu finden, die nur gemeinsam begangen werden können. Alleine wird der Verein der Situation nicht Herr. Es müssen an dieser Stelle alle an einem Strang ziehen und das selbe Ziel verfolgen – für unseren SV Waldhof Mannheim 1907, für (bezahlten) Fußball in Mannheim, PRO Waldhof!

Gez. Der Vorstand

PRO Waldhof e.V.
Quelle: Pro-Waldhof.de