Interview mit André Egli am 8. September 2002

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André Egli

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Andy Egli, mit Eintracht Trier und RW Oberhausen stehen zwei Heimaufgaben an, in denen un bedingt gepunktet werden muss. Wie hoch lastet der Druck auf der Mannschaft?

EGLI: Je mehr man darüber spricht, desto größer wird natürlich der Druck. In der Situation, in der wir uns im Moment befinden, ist klar, dass wir nur raus kommen wenn wir punkten. Ich glaube, dass uns dies gelingen wird. Ich habe im Training unter der Woche gespürt, dass die Mannschaft eine Art Trotzreaktion aufgebaut hat. Der SVW ist noch lange nicht geschlagen...


Was können Sie zu den beiden bevorstehen den Gegnern sagen?


EGLI: Trier haben wir mehrmals beobachtet. Das wird mit Sicherheit kein Zuckerschlecken. Die Euphorie nach zwei Siegen ist beim Aufsteiger groß. Auch die knappe Pokalniederlage gegen den 1. FC Nürnberg hat die Mannschaft mit Sicherheit nicht umgeworfen. Wir müssen eine Topleistung bringen um die Eintracht zu bezwingen. Ich freue mich auf ein kampfbetontes Spiel, in dem wir jede Unterstützung der Fans benötigen.

Und 0berhausen...?

EGLI: Oberhausen ist sicherlich fast das unangenehmste, was man in der Liga antreffen kann. Die Mannschaft ist sehr defensiv eingestellt. Es ist sehr schwer überhaupt zu Chancen zu kommen. Trainerfuchs Aleksandar Ristic leistet dort hervorragende Arbeit. Für beide Heimspiele gilt auf alle Fälle, dass keine Schönheitspreise vergeben werden. Im Vordergrund wer den kämpferische Elemente stehen. Wir müssen durch bedingungslosen Fight zum Erfolg kommen.


Mit Kowalik, Plassnegger, Emeka und Ratkowski haben Sie noch einmal vier Spieler vor Transferschluss in den Kader bekommen. Was kann man zu deren Qualitäten sagen?


EGLI: KowaIik ist ein Spieler, der sehr solide spielt, im Kopfballspiel und Zweikampf sicherlich Stärken besitzt. Emeka ist herausragend im physischen Bereich, sehr bissig, sehr aggressiv. Plassnegger ist ebenfalls sehr agil. Ein offensiver Mittelfeldspieler mit Tordrang und darüber hinaus auf verschiedenen Positionen einsetzbar. Ratkowski ist ein Fighter-Typ und eine gute Alternative auf der rechten Verteidigerposition.


Es heißt, die Mannschaft soll jetzt "mehr Stabilität" erhalten. Wie ist Ihre Einschätzung?


EGLI: Es ist sicherlich zu früh, nach drei Spieltagen schon von verfehlter Personalplanung zu reden. Wenn ein Kader erst zehn Wochen zusammen ist, gibt es noch kleinere Abstimmungsprobleme. Es ist den Spielern gegenüber nicht korrekt. Man bringt ihnen aus meiner Sicht nicht den notwendigen Respekt entgegen. Der mit den Neuverpflichtungen gestiegene interne Konkurrenzkampf ist gut. Wir müssen insgesamt noch etwas Geduld aufbringen und dürfen nicht zu früh den Stab über dem Team brechen.

Vom Stadionmagazin Ausgabe 4/5. Spieltag Saison 2002/2003