SVSII-SVW15.10.09

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1:2-Niederlage im BFV-Pokal-Viertelfinale beim personell verstärkten SV Sandhausen II

SV Waldhof für Fehler bestraft


Von Roland Bode SANDHAUSEN. Der SV Waldhof ist im Viertelfinale des BFV-Hoepfner-Pokals ausgeschieden. Mit 1:2 (1:2) unterlag das Team von Walter Pradt gestern vor 1070 Besuchern im Hardtwaldstadion Landesliga-Tabellenführer SV Sandhausen II. Wobei der Zusatz "II" nur eine formelle Note trägt. Die Platzherren setzten sieben Akteure ihres Drittliga-Kaders ein. In einem guten Pokalspiel brachte Daniel Reule den SVW früh in Führung (4.). Dem SVS genügten zwanzig starke Minuten Ende der ersten Halbzeit, um nach Fehlern im Mittelfeld der Blau-Schwarzen mit Treffern von Jan Fießer (26.) und Philipp Hosiner (41.) den Einzug in die Vorschlussrunde perfekt zu machen. Waldhof erwischte nicht nur den besseren Start - nach der Pause spielte der Regionallist praktisch auf ein Tor. Denn der Elf von Gerd Dais war mit fortschreitender Spieldauer doch anzumerken, dass die Hälfte des Teams schon am Vortag für die "Erste" zum Einsatz gekommen war. Höhere Qualität entscheidend Wie in Trier versäumte es der SVW aber, seine Führung auszubauen. Bei einem 18-Meter-Distanzschuss von Patrick Geissinger wollte Reule das Leder mit der Pieke noch über die Linie drücken. Im Gewühl erwischte er den Ball unglücklich, lenkte über die Querlatte. Wäre der Fuß weggeblieben, hätte es 2:0 (9.) gestanden. Wenig später holte SVS-Verteidiger Florian Tausendpfund Giuseppe Burgio elfmeterreif von den Beinen. Der Pfiff des unsicher leitenden Unparteiischen Bischof (Hundheim) blieb da ebenso aus, wie in der Schlussminute, als erneut Tausendpfund Szabo im Strafraum umrempelte. Im leidenschaftlich geführten Pokalduell setzte sich am Ende die höhere Qualität durch. Pradt: "Wir haben uns in Sachen Einstellung nichts vorzuwerfen. Wir haben gegen einen Drittligisten verloren und nichts anderes." Eine Meinung, die der Sportliche Leiter Günter Sebert nicht vollkommen teilte: "Als Regionalligist hätten wir konsequenter auftreten müssen. Der SV Sandhausen ist mit einer Mischung aus erstem und zweitem Anzug aufgelaufen." SVS-Trainer Dais meinte: "Wir hatten einen schweren Start. Erst Mitte der ersten Halbzeit hat unsere neu zusammengestellte Elf den Rhythmus gefunden. Wegen der Doppelbelastung einiger mit dem Samstagspiel sind bei uns am Ende die Kräfte geschwunden. Dennoch geht der Sieg in Ordnung." Mit dem Aus im BFV-Pokal sind nun Zusatzeinnahmen hinfällig, die beim Titelgewinn und der Qualifikation für den DFB-Pokal gerne gesehen worden wären. Pradt stellte klar: "Man muss realistisch sehen, dass die Jungs derzeit am Limit sind. Schwall, Burgio oder Heil sind seit Wochen angeschlagen. Kyei und Kirschner trainieren verletzungsbedingt gar nicht. Marco Laping wird am Montag zum dritten Mal operiert, fällt vorerst aus. Rummenigge und Ginter liegen ebenfalls auf Eis. Personell ist es bei uns eng. Adäquater Ersatz ist im Rahmen unserer Möglichkeiten nicht vorhanden." Mannheimer Morgen 16. November 2009