Manfred Kaltz

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Manfred Kaltz
Spielerinformationen
Geburtstag 6. Januar 1953
Geburtsort Ludwigshafen am RheinDeutschland
Größe 184 cm
Position Abwehr
Vereine in der Jugend
1960–1968
1968–1970
1970–1971
VfL Neuhofen
TuS Altrip
Hamburger SV
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1971–1989
1989–10/89
11/89–1990
1990–1991
Hamburger SV
Girondins Bordeaux
FC Mulhouse
Hamburger SV
568 (76)
1 0(0)
12 0(1)
13 0(0)
Nationalmannschaft
1972
1972–1973
1974–1975
1975–1983
Deutschland Amateure
Deutschland U-23
Deutschland B
Deutschland
7 0(0)
2 0(0)
3 0(0)
69 0(9)

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Manfred Kaltz (* 6. Januar 1953 in Ludwigshafen am Rhein) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Der Außenverteidiger absolvierte zwischen 1971 und 1991 581 Bundesligaspiele für den Hamburger SV sowie 69 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft. Er gilt als Urvater der sogenannten „Bananenflanke“.

Manfred Kaltz betreibt seit 2002 im Großraum Hamburg die Manfred-Kaltz-Fußballschule für jugendliche Kicker und ist seit 2009 Repräsentant der Sport- und Eventvermarktungsagentur EIBA communication.

Weiter gehört Manfred Kaltz dem Kuratorium der Stiftung Jugendfußball an. Die Stiftung Jugendfußball wurde im Jahr 2000 von Kaltz, Klinsmann, weiteren erfolgreichen Nationalspielern sowie den Dozenten des Fußball-Lehrer-Sonderlehrgangs gegründet.

Jugend

Bereits als Jugendspieler, er begann mit 11 Jahren beim VfL Neuhofen, war Kaltz sehr erfolgreich. Er durchlief alle DFB-Jugendmannschaften bis hin zum A-Jugend-Nationalspieler. 1970 wurde er mit dem TuS Altrip deutscher A-Jugend-Vizemeister. Mit seinem damaligen Trainer Gerhard Heid wechselte er anschließend zum Hamburger SV, bei dem er zunächst ein weiteres Jahr in der A-Jugend absolvierte.

Bundesliga

In der Fußball-Bundesliga war er vom 20. August 1971 bis 7. Juni 1989 in 568 Spielen für den Hamburger SV aktiv. Nachdem der HSV ihm keinen längerfristigen Vertrag angeboten hatte, verließ er nach 18 Jahren den Club und wechselte zu Girondins Bordeaux; dort spielte er eine Saison für Bordeaux und den FC Mulhouse in der französischen Division 1, bevor er zum HSV zurückkehrte. Am 8. September 1990 hatte er im Heimspiel gegen Mönchengladbach sein Comeback unter Trainer Gerd-Volker Schock. Im weiteren Saisonverlauf machte er zwar nur noch weitere 13 Spiele, gehörte aber zur Sensationsmannschaft von 1991 (u. a. dabei: Thomas Doll), die im Vorjahr 1990 beinahe abgestiegen war und nun in den UEFA-Cup einzog. Mit insgesamt 581 Bundesligaeinsätzen nur für seinen HSV hörte er nach 19 Jahren Bundesliga auf.

Weil er 53 seiner insgesamt 76 Tore per Strafstoß erzielte, erwarb sich Kaltz den Ruf eines Elfmeter-Spezialisten. Mit 6 Treffern schoss er die meisten Eigentore in der Bundesliga.[1] Er ist bis heute Rekordspieler der Hamburger und nach Karl-Heinz Körbel der Bundesligaspieler mit den meisten Spielen überhaupt. Zudem gilt er als der erfolgreichste Spieler in der Geschichte des HSV, mit dem er den DFB-Pokal 1976 und den DFB-Pokal 1987 gewann, 1977 den Europapokal der Pokalsieger gewann sowie 1979, 1982 und 1983 Deutscher Meister wurde. Seinen größten Triumph feierte Kaltz, als er ebenfalls 1983 mit den Hamburgern den Europapokal der Landesmeister gewann.

Kaltz spielte einen offensiven rechten Verteidiger mit großer Torgefährlichkeit und ging weite Laufwege. Seine berüchtigten Bananenflanken fanden häufig einen dankbaren Abnehmer in Horst Hrubesch („Manni Bananenflanke, ich Kopf, Tor!“).

Nationalmannschaft

In der Nationalmannschaft war er von 1975 bis 1983 aktiv. Er absolvierte 69 Länderspiele und schoss 9 Tore. Kaltz nahm an der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien und 1982 in Spanien teil und wurde 1982 Vize-Weltmeister. Der Versuch, Kaltz als Libero für den zuvor zurückgetretenen Franz Beckenbauer bei der WM in Argentinien einzusetzen, schlug aber fehl, was mit zum Ausscheiden der Deutschen Mannschaft in der Zwischenrunde beitrug. Bei der Fußball-Europameisterschaft 1980 gewann er mit Deutschland den Titel.

Später war er als Co-Trainer in verschiedenen Vereinen (u. a. 2000/01 bei Eintracht Frankfurt) tätig.

Weblinks

Einzelnachweise



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