Bernd Hollerbach
Bernd Hollerbach (* 8. Dezember 1969 in Würzburg) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer.
Das Fussballspielen erlernte er zuerst beim ASV Rimpar und später bei den Würzburger Kickers.Er spielte in seiner Bundesligazeit von 1990 bis 2004 in 222 Spielen für den FC St. Pauli, den 1. FC Kaiserslautern und den Hamburger SV. Der gebürtige Franke gewann mit dem HSV, bei dem er am längsten spielte (über 8 Jahre) 2003 den Ligapokal.
Bekannt war Hollerbach als harter Linksverteidiger, der es fast in jeder Saison auf über 10 Gelbe Karten brachte. Insgesamt erhielt er zu seinen Bundesligazeiten 98 Gelbe und 3 Rote Karten. Nur Stefan Effenberg erhielt mehr Verwarnungen, allerdings mit wesentlich mehr Einsätzen.
Nach seiner achtjährigen HSV-Zeit übernahm der gelernte Metzger einen Trainerjob beim VfL 93 in Hamburg. Am 1. Juli 2006 wurde er Trainer des VfB Lübeck in der Regionalliga Nord. Nach zwei Niederlagen in Folge, welche die Aufstiegsambitionen der Hansestädter in Frage stellten, wurde er am 28. Februar 2007 gefeuert. Im Juni 2007 wurde er vom Deutschen Erstligisten VfL Wolfsburg als Co-Trainer neben Felix Magath verpflichtet. Dort war er auch als Trainer für die U23 zuständig.
Im Juli 2009 zog er dann in den Ruhrpott zu Schalke 04 um und arbeitete dort wieder als Co-Trainer, bis er im März 2011 wieder nach Wolfsburg zurückkehrte.
Zur Spielzeit 2014/2015 erhielt er von den Würzburger Kickers das Angebot, als Trainer und Sportdirektor zu arbeiten. Dabei führte er die Mannschaft in die 2. Bundesliga. Nach dem Abstieg in die 3. Liga trat er im Mai 2017 zurück, bevor er ab Januar 2018 beim Hamburger SV als Feuerwehrmann die Kohlen aus dem Feuer holen sollte. Dort leitete er bereits das Training, obwohl er noch einen Vertrag in Würzburg hatte.[1] Nachdem er von 7 Spielen kein einziges gewinnen konnte, wurde er 49 Tage später bereits wieder freigestellt.[2]
Ab Juli 2019 ist er erstmals im Ausland tätig und übernimmt als Nachfolger von Bernd Storck die Mannschaft von Royal Excelsior Mouscron in der belgischen Jupiler Pro League (1. Liga)[3], wo er einen Zweijahresvertrag unterzeichnete. Dabei unterstützte ihn Co-Trainer Laminé Cissé, dessen Französisch-Kenntnisse sicher hilfereich waren. Im April 2010 trennten sich dann wieder die Wege. Wegen der Corona-Pandemie ruhte in Belgien der Spielbetrieb und Mouscron musste die Ausgaben drastisch reduzieren.[4]
Einzelnachweise
- ↑ Vertragsposse um HSV-Trainer Hollerbach n-tv.de vom 30.1.2018, abgerufen am 29. Mai 2019
- ↑ HSV trennt sich von Trainer Hollerbach zeit.de vom 12.3.2018, abgerufen am 29. Mai 2019
- ↑ Hollerbach wird Trainer in Belgien bild.de vom 23.5.2019, abgerufen am 29. Mai 2019
- ↑ Hollerbach: Aus bei Royal Excel Mouscron kicker.de vom 10.6.2020, abgerufen am 11. Juni 2020
Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hollerbach, Bernd |
| KURZBESCHREIBUNG | ehemaliger deutscher Fußballspieler |
| GEBURTSDATUM | 8. Dezember 1969 |
