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	<title>Walter Gamerdinger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-10-19T21:08:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in WikiWaldhof</subtitle>
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		<id>https://www.wikiwaldhof.org/index.php?title=Walter_Gamerdinger&amp;diff=8834&amp;oldid=prev</id>
		<title>Wahrerwattwurm: /* Bei Altona 93 */ +Inf. zum bess.Verständnis</title>
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		<updated>2007-06-03T11:40:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;‎&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bei Altona 93: &lt;/span&gt; +Inf. zum bess.Verständnis&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;'''Walter Gamerdinger''' war ein deutscher [[Torwart|Fußballtorwart]]. Obwohl er in den Jahren rund um den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] zu „den besten Vertretern seines Faches in Norddeutschland“ zählte,&amp;lt;ref&amp;gt;Knieriem/Grüne, S.&amp;amp;nbsp;99; es verwundert allerdings, dass die Autoren nicht einmal Gamerdingers Vornamen und seine Station Union 03 Altona kennen.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist über seine Biographie kaum etwas bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bei Union 03 Altona ==&lt;br /&gt;
Gamerdinger, der möglicherweise zuvor bei [[Hamburger SV#Gründungsgeschichte|Germania 1887 Hamburg]] das Tor hütete,&amp;lt;ref&amp;gt;so jedenfalls Jankowski/Pistorius/Prüß, S.&amp;amp;nbsp;228&amp;lt;/ref&amp;gt; spielte seit mindestens 1913&amp;lt;ref&amp;gt;Bei Meyer/Stahl/Wetzner, S.&amp;amp;nbsp;311, findet er sich auf einem Mannschaftsfoto aus diesem Jahr.&amp;lt;/ref&amp;gt; für [[Union 03 Altona]] in der damaligen höchsten Liga&amp;amp;nbsp;– mit Ausnahme der Saison 1913/14 war das die A-Klasse (oder I. Klasse) des aus dem [[Hamburg-Altonaer Fußball-Bund]] hervorgegangenen Regionalverbands für die Nachbarstädte [[Hamburg]] und [[Hamburg-Altona#Geschichte|Altona]]. 1913/14 gab es sogar eine Norddeutsche Liga, in der Union allerdings nur auf dem neunten und vorletzten Platz abschloss. Zu einem Titel reichte es für die „Kreuzweg-Elf“ und ihren Torhüter in keinem dieser Jahre. Dafür wurde er am 8.&amp;amp;nbsp;Februar 1914 erstmals in die Norddeutsche Auswahl berufen, mit der er nach einem 3:2 über Brandenburg und, 14 Tage später, dem 2:1 über Mitteldeutschland den [[Bundespokal|Kronprinzenpokal]] gewann.&amp;lt;ref&amp;gt;Jankowski/Pistorius/Prüß, S.&amp;amp;nbsp;355&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Ausbruch des Weltkrieges ruhte dieser Wettbewerb zunächst, bis die NFV-Auswahl 1916/17 diesen Titel erneut gewinnen konnte&amp;amp;nbsp;– und ihr Torhüter Walter Gamerdinger musste in den drei Begegnungen gegen Westdeutschland (7:0 am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 1916), Brandenburg (4:0 am 12.&amp;amp;nbsp;November 1916) und Süddeutschland (2:1 am 8.&amp;amp;nbsp;April 1917) nur ein einziges Mal hinter sich greifen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jankowski/Pistorius/Prüß, ebda.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob er zwischen 1914 und 1918 seinen Dienst als Soldat verrichten musste, ist nicht bekannt; jedenfalls wurde er im Pokalwettbewerb 1917/18 nicht berücksichtigt. Insgesamt stand Gamerdinger in elf Repräsentativspielen im norddeutschen Tor.&amp;lt;ref&amp;gt;Jankowski/Pistorius/Prüß, S.&amp;amp;nbsp;372f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein teurer Vereinswechsel ==&lt;br /&gt;
1919 wechselte er zum [[Lokalrivale]]n [[Altonaer FC von 1893|Altona 93]], der sich aufgrund einer Fusion kurzzeitig ''VfL Altona'' nannte. Wenn Walter Gamerdinger sich von diesem Wechsel zum etwas älteren und etwas erfolgreicheren Nachbarn aus [[Hamburg-Bahrenfeld|Bahrenfeld]] einen Karrieresprung erhofft hatte, wurde diese Erwartung bitter enttäuscht: der Verband sperrte ihn umgehend, und das für gleich drei Jahre. Was genau der Anlass für diese drakonische Bestrafung gewesen war, kann nur vermutet werden, weil er in der Literatur nur angedeutet wird. Er habe sich bei diesem „Vereinswechsel mit zweifelhaftem Hintergrund“&amp;lt;ref&amp;gt;Jankowski/Pistorius/Prüß, S.&amp;amp;nbsp;48, stellen dies eindeutig in den Kontext verbotener Zahlungen an Spieler.&amp;lt;/ref&amp;gt; laut einem zeitgenössischen Presseartikel „gegenüber seinem alten Verein unschön benommen“,&amp;lt;ref&amp;gt;Jankowski/Pistorius/Prüß, S.&amp;amp;nbsp;228&amp;lt;/ref&amp;gt; während ein anderer Autor gar nur seine „durch ein Gnadengesuch aufgehobene, lange Disqualifikation“ erwähnt&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten, S.&amp;amp;nbsp;74&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Union-Festschrift den Vorgang gänzlich ignoriert.&amp;lt;ref&amp;gt;Festschrift von 2003&amp;lt;/ref&amp;gt; Es liegt aber nahe, dass die aufgrund häufig fünfstelliger Zuschauerzahlen nicht eben armen 93er Gamerdinger den Wechsel mit materiellen Angeboten oder der Zusage einer festen Arbeitsstelle schmackhaft machten; solche Verstöße gegen das Leitbild des „puren [[Amateur#Sport|Amateurismus]]“ wurden vom DFB und den Regionalverbänden regelmäßig unnachsichtig geahndet.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe bspw. die Artikel zu [[Sepp Herberger#Fußballer|Sepp Herberger]], [[Willibald Kreß#Vereinskarriere|Willibald Kreß]] und [[FC Schalke 04#1930 bis 1933: Vom „Profi“-Skandal zur deutschen Vizemeisterschaft|Schalke 04]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bei Altona 93 ==&lt;br /&gt;
Kurz vor Weihnachten 1920 wurde Walter Gamerdinger vorzeitig begnadigt und stand bei einem 1:3 verlorenen Freundschaftsspiel gegen [[FC Bayern München|Bayern München]] für die „[[Adolf Jäger|Jäger]]-Elf“ im Tor. Die lange Pause scheint seiner Spielstärke nicht gerade zuträglich gewesen zu sein, denn er leistete sich in den ersten Monaten wiederholt „schwache Leistungen und Fehler“, etwa beim 2:2 gegen die [[Stuttgarter Kickers]] oder beim 0:1 gegen [[B.93 Kopenhagen|B&amp;amp;nbsp;93 Kopenhagen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten, S.&amp;amp;nbsp;74&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den zahlreichen nationalen und internationalen Begegnungen, die die Altonaer bis zum Sommer 1921 austrugen, kassierte er in einer starken Mannschaft etliche Treffer&amp;amp;nbsp;– unter anderem vor eigenem Publikum beim 3:4 gegen [[Malmö FF]] sowie auswärts bei [[TSC Eintracht Dortmund|Dortmund 95]] (5:4-Sieg) und [[Ajax Amsterdam]] (0:3). In anderen Partien wie dem 6:2 beim [[1. FC Köln#Die Vorläufervereine|Kölner BC]], dem 5:1 bei [[TuRU Düsseldorf|Union 80 Düsseldorf]] und dem 2:1 über den [[Wiener AC]] machte er hingegen eine gute Figur.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten, S.&amp;amp;nbsp;73f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz dieser Schwankungen war er in der Saison 1921/22 unter dem schottischen Trainer [[Willie Barr]] der unumstrittene Stammkeeper der Schwarz-Weiß-Roten.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten, S.&amp;amp;nbsp;79, 81&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Meisterschaft allerdings reichte es nur zum zweiten Platz der Elbe-Liga hinter dem [[Eimsbütteler TV]]; entscheidend für den Zwei-Punkte-Rückstand waren ausgerechnet die beiden Spiele gegen Gamerdingers vorherigen Klub Union Altona (1:1 und 0:2). Auch in dieser Spielzeit waren die Meisterschaftsspiele für die Bahrenfelder beinahe Nebensache: bei diversen Freundschaftsspielen, für die die Vereine in den [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923#Die Jahre 1921/22|Inflationsjahren]] oft „20.000 bis 50.000 Mark kassieren“ –&amp;amp;nbsp;und das in harter [[Währung|Valuta]]&amp;amp;nbsp;–,&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zeitschrift ''Fußball'' nennt 1921 ausdrücklich Altona 93 als einen der davon profitierenden Vereine; zit. bei Erik Eggers: ''Fußball in der Weimarer Republik.'' AGON, Kassel 2001 ISBN 3-89784-174-6, S.&amp;amp;nbsp;159.&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigte der Torhüter seine Klasse und trug wesentlich zu deren Erfolgen gegen starke Gegner bei, so etwa im [[Adolf-Jäger-Kampfbahn|neuen, eigenen Stadion]] anlässlich des Eröffnungsspiels am 30.&amp;amp;nbsp;Oktober 1921 vor 16.000 Zuschauern gegen den [[Hamburger SV]] (1:1), beim 3:2 gegen den [[Eintracht Duisburg 1848#Duisburger Spielverein|Duisburger SV]] sowie dem 8:3 über den [[SV Waldhof Mannheim|SV Waldhof]], und auch auswärts (5:1 beim Duisburger SV, 1:0 bei [[Duisburger FV 08|Duisburg 08]], gar 6:0 beim [[FC Basel]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten, S.&amp;amp;nbsp;79-82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch hat Walter Gamerdinger den Verein nach drei Jahren –&amp;amp;nbsp;von denen er nur 18 Monate spielen durfte&amp;amp;nbsp;– verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten, S.&amp;amp;nbsp;84&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Grund dafür ist nicht bekannt; möglicherweise hat die Verpflichtung des Nordauswahl- und späteren [[Deutsche Fußballnationalmannschaft|Nationaltorhüters]] [[Hans Wentorf]] durch Altona&amp;amp;nbsp;93 den Ausschlag gegeben. Ebensowenig kann gesagt werden, ob und wo Gamerdinger ab Sommer 1922 noch Fußball spielte und was aus ihm geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Norbert Carsten: ''Altona 93. 111 Ligajahre im Auf und Ab.'' Die Werkstatt, Göttingen 2003 ISBN 3-89533-437-5&lt;br /&gt;
*''Festschrift zur Feier des 100jährigen Jubiläums des S.C. Union von 1903 e.V.'' Eigenverlag, Hamburg 2003&lt;br /&gt;
*Bernd Jankowski/Harald Pistorius/Jens R. Prüß: ''Fußball im Norden. 100 Jahre Norddeutscher Fußball-Verband.'' Eigenverlag, Peine 2005 ISBN 3-89784-270-X&lt;br /&gt;
*Lorenz Knieriem/Hardy Grüne: ''Spielerlexikon 1890-1963.'' AGON, Kassel o. J. (2006) ISBN 3-89784-148-7&lt;br /&gt;
*Andreas Meyer/Volker Stahl/Uwe Wetzner: ''Fußball-Lexikon Hamburg.'' Die Werkstatt, Göttingen 2007 ISBN 3-89533-477-4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Referenzen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;references-small&amp;quot; style=&amp;quot;-moz-column-count:2; column-count:2;&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;references /&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Gamerdinger, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballtorhüter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Hamburg-Altona]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gamerdinger, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Fußballtorwart&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
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		<author><name>Wahrerwattwurm</name></author>
		
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