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	<title>Schlacht von Göteborg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in WikiWaldhof</subtitle>
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		<id>https://www.wikiwaldhof.org/index.php?title=Schlacht_von_G%C3%B6teborg&amp;diff=36542&amp;oldid=prev</id>
		<title>א: /* Spielverlauf */ typo</title>
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		<updated>2008-06-17T10:46:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;‎&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Spielverlauf: &lt;/span&gt; typo&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als '''Schlacht von Göteborg''' (in Deutschland auch ''Skandal-'' oder ''Hassspiel von Göteborg'') wird die Halbfinalbegegnung der [[Deutsche Fußballnationalmannschaft|deutschen Fußballnationalmannschaft]] gegen den Gastgeber [[Schwedische Fußballnationalmannschaft|Schweden]] bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 1958]] bezeichnet. Das Spiel, das mit einem 3:1 für Schweden  endete, fand am 24. Juni 1958 vor 49.471 Zuschauern im [[Göteborg]]er [[Ullevi|Nya-Ullevi-Stadion]] statt. Aufgrund der, durch den ungarischen Schiedsrichter tolerierten, brutalen Spielweise der Gastgeber ging die Partie als eines der größten Skandalspiele in die Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaften ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Vier Jahre nach dem [[Fußball-Weltmeisterschaft 1954|WM-Sieg in Bern]] reisten viele deutsche Anhänger, auch bedingt durch die verbesserte soziale und wirtschaftliche Lage in Zeiten des [[Wirtschaftswunder]]s, nach Schweden, um ihre Mannschaft anfeuern zu können. Einige dieser, damals noch „Schlachtenbummler“&amp;lt;ref&amp;gt;Neue OZ online, [http://www.neue-oz.de/information/wm-2006/geschichte/1958.html 1958: Der Hass von Göteborg und die bösen Folgen]&amp;lt;/ref&amp;gt; genannten Fans, fielen jedoch abseits der Stadien sehr schnell negativ auf, sodass sich bald die schwedischen Medien über die betrunkenen, lautstarken und arroganten Fans konzentrierten. Nicht selten fielen hierbei militärische Metaphern wie ''„Kriegsfußballer“'', ''„Knochenbrecher“'' oder ''„Panzer“''. Auch die deutschen Medien schürten vor dem Spiel den Unmut gegen die schwedische Mannschaft, vor allem die in Italien tätigen Spieler wurden von der Presse mit dem damals noch negativ belasteten Begriff „[[Legionär (Sport)|Legionär]]“ umschrieben. Heute ein gebräuchlicher Begriff für einen Auslandsprofi, war die Bezeichnung zur damaligen Zeit noch ein Synonym für Käuflichkeit und charakterlichen Verfall. In Deutschland hatte zuvor der geplante Wechsel [[Uwe Seeler]]s nach Italien, der daraufhin vom Theologen [[Helmut Thielicke]] als ''„schwere Sünde“'' bezeichnet worden war, für Aufsehen gesorgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Der Spiegel]] 49/1966, [http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=46415149&amp;amp;top=SPIEGEL Helmut Thielicke]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeregt durch die überraschenden Erfolge der eigenen Mannschaft, die durch ein Unentschieden gegen [[Walisische Fußballnationalmannschaft|Wales]] durch Siege über [[Mexikanische Fußballnationalmannschaft|Mexiko]], [[Ungarische Fußballnationalmannschaft|Ungarn]] sowie die [[Sowjetische Fußballnationalmannschaft|Sowjetunion]] das Halbfinale erreicht hatte, sorgten die schwedischen Fans, zudem angefeuert durch bezahlte Einpeitscher, schon mehrere Stunden vor dem Spiel durch Hassgesänge und deutschlandfeindliche Parolen für eine angeheizte Stimmung. Das Spiel war kurzfristig von Stockholm ins Ullevi-Stadion verlegt worden, sodass die deutsche Mannschaft im letzten Moment ein neues Quartier beziehen musste. Zudem wurden nach eigenen Angaben zusätzlich vielen deutschen Anhängern der Eintritt verweigert, sodass letztendlich lediglich 1.000 deutsche Besucher im Stadion anwesend waren.&amp;lt;ref&amp;gt;faz.net, [http://www.faz.net/s/RubC3501523C6F14E7489EB5D87354539E7/Doc~EE1020E3016F54E91B525ECC78861E7D1~ATpl~Ecommon~Scontent.html Angstgegener Schweden: Regenschlacht und Hexenkessel]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer kontroversen Diskussion beim amtierenden Weltmeister, der nach Unentschieden gegen die [[Tschechoslowakische Fußballnationalmannschaft|Tschechoslowakei]] und [[Nordirische Fußballnationalmannschaft|Nordirland]] sowie Siegen über [[Argentinische Fußballnationalmannschaft|Argentinien]] und [[Jugoslawische Fußballnationalmannschaft|Jugoslawien]] ins Halbfinale eingezogen war, sorgte zudem die Schiedsrichtereinteilung für das Spiel seitens der FIFA. Als Haupttunparteiischer der Partie sollte der Ungar [[István Zsolt]] die Partie leiten. Da die Deutschen ganz Fußball-Ungarn durch den Finalsieg in Bern in eine tiefe Krise gestürzt hatten und zudem die Nationalmannschaft bei der WM in Schweden ohne den wegen Republikflucht ausgeladenen Star [[Ferenc Puskás]] bereits in der Vorrunde ausgeschieden war, sah der DFB in der Einsetzung des nach eigener Ansicht linientreuen Kommunisten zusätzliche Brisanz. &amp;lt;ref&amp;gt;Süddeutsche online, [http://www.sueddeutsche.de/sport/weltfussball/artikel/992/78914/ Ein Tag in der Hölle von Göteborg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Spiel==&lt;br /&gt;
===Mannschaftsaufstellungen===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;e0e0e0&amp;quot;&lt;br /&gt;
! [[Bild:Flag of Sweden.svg|20px|Schweden]] Schweden || [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutschland]] Deutschland &lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;11&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; valign=&amp;quot;center&amp;quot; bgcolor=&amp;quot;#71c96e&amp;quot; | [[Bild:Semifinal1958 SWE-GER.png|300px|Mannschaftsaufstellungen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;f0f0f0&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Tor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1 [[Kalle Svensson|Karl Svensson]] ([[Helsingborgs IF]]) || 1 [[Fritz Herkenrath]] ([[Rot-Weiss Essen]])&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;f0f0f0&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Abwehr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2 [[Orvar Bergmark]] ([[Örebro SK]])&amp;lt;br&amp;gt;3 [[Sven Axbom]] ([[IFK Norrköping]] || 7 [[Georg Stollenwerk]] ([[1. FC Köln]])&amp;lt;br&amp;gt;3 [[Erich Juskowiak]] ([[Fortuna Düsseldorf]])&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;f0f0f0&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Mittelfeld&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15 [[Reino Börjesson]] ([[Norrby IF]])&amp;lt;br&amp;gt;14 [[Bengt Gustavsson]] ([[Atalanta Bergamo]]) &amp;lt;br&amp;gt;6 [[Sigvard Parling]] ([[Djurgårdens IF]]) || 4 [[Horst Eckel]] ([[1. FC Kaiserslautern]]) &amp;lt;br&amp;gt;2 [[Herbert Erhardt]] ([[SpVgg Fürth]])&amp;lt;br&amp;gt;6 [[Horst Szymaniak]] ([[Wuppertaler SV]])&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;f0f0f0&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Sturm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7 [[Kurt Hamrin]] ([[Calcio Padova]])&amp;lt;br&amp;gt;8 [[Gunnar Gren]] ([[Örgryte IS]])&amp;lt;br&amp;gt;9 [[Agne Simonsson]] ([[Örgryte IS]])&amp;lt;br&amp;gt;4 [[Nils Liedholm]] ([[AC Mailand]])&amp;lt;br&amp;gt;11 [[Lennart Skoglund]] ([[Inter Mailand]]) || 8 [[Helmut Rahn]] ([[Rot-Weiss Essen]])&amp;lt;br&amp;gt;9 [[Fritz Walter]] ([[1. FC Kaiserslautern]])&amp;lt;br&amp;gt;12 [[Uwe Seeler]] ([[Hamburger SV]])&amp;lt;br&amp;gt;11 [[Hans Schäfer (Fußballspieler)|Hans Schäfer]] ([[1. FC Köln]])&amp;lt;br&amp;gt;14 [[Hans Cieslarczyk]] ([[SV Sodingen]])&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;f0f0f0&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Trainer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[George Raynor]] || [[Sepp Herberger]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spielkleidung ===&lt;br /&gt;
[[Bild:WC1958 semifinal kits.png|300px|thumb|Halbfinaltrikots (v. links n. rechts): Schweden Heim, Schweden Torhüter, Deutschland Heim, Deutschland Torhüter]]&lt;br /&gt;
Die Schwedische Nationalmannschaft trat in gelben Trikots mit der [[Flagge Schwedens|schwedischen Staatsflagge]] auf der Brust, dukelblauen Hosen und dunkelblauen Stutzen an, während der Torhüter [[Kalle Svensson|Karl Svensson]] komplett in blau spielte. Die deutsche Mannschaft trug weiße Trikots mit dem [[:Bild:DFBEagle.svg|DFB-Adler]] auf der Brust, dazu schwarze Hosen und schwarze Stutzen. Torhüter [[Fritz Herkenrath]] war, ebenso wie das Schiedsrichtergespann, schwarz gekleidet.&amp;lt;ref&amp;gt;Youtube, [http://www.youtube.com/watch?v=toNvqV_nqww Super8-Farbfilm: Sweden vs. West Germany, FIFA World Cup 1958]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spielverlauf ===&lt;br /&gt;
Zwar eröffneten die Schweden das Spiel mit deutlichem Offensivbemühen in Richtung deutsches Tor, in dieser Angriffsphase fiel jedoch in der 23. Spielminute das überraschende 1:0 für die DFB-Elf durch [[Hans Schäfer (Fußballspieler)|Hans Schäfer]]. Die deutsche Mannschaft beherrschte nun zunehmend das Spiel, nach einem klaren aber ungeahndeten Handspiel von [[Nils Liedholm]] kamen die Schweden jedoch nur zehn Minuten später durch [[Lennart Skoglund]] zum Ausgleich. In der Folgezeit fielen die Gastgeber durch eine zunehmend härtere Spielweise auf, die jedoch vom ungarischen Schiedsrichter nicht unterbunden wurde. In der 58. Minute kam es nach einem Zweikampf zu einem Gerangel zwischen dem deutschen Verteidiger [[Erich Juskowiak]] und dem schwedischen Angreifer [[Kurt Hamrin]], nach einem Tritt des Stürmers revanchierte sich Juskowiak ebenfalls mit einem Tritt. Daraufhin wurde der deutsche Verteidiger von Zsolt des Feldes verwiesen, Hamrin hingegen blieb unbestraft. 15 Minuten später traf Außenläufer [[Sigvard Parling|Parling]] [[Fritz Walter]] so schwer am Knöchel, dass dieser verletzt behandelt werden musste. Da [[Auswechslung]]en im Fußball erst seit 1965 erlaubt sind, kehrte Walter zwar noch einmal humpelnd auf das Spielfeld zurück, konnte jedoch de facto nicht mehr am Spielgeschehen teilnehmen. Gegen die neun verbliebenen Deutschen gelang es den Schweden [[Gunnar Gren|Gren]] und Hamrin in den Schlussminuten auf 3:1 zu erhöhen, was das Ausscheiden der Mannschaft von Trainer Herberger und für die Schweden die erste Finalteilnahme in der Fußball-WM-Geschichte des Landes bedeutete.&amp;lt;ref&amp;gt;wissen.de, [http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/sport/index_offline,page=1310296,chunk=3.html Fußball WM 1958: Perfektion am Ball]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Fußballspiel&lt;br /&gt;
 | TEAM1           =&amp;lt;!-- erstgenannte Mannschaft --&amp;gt; [[Schwedische Fußballnationalmannschaft|Schweden]]&lt;br /&gt;
 | COUNTRY1        =&amp;lt;!-- Herkunft der erstgenannten Mannschaft (für Flagge) --&amp;gt; Sweden&lt;br /&gt;
 | TEAM2           = [[Deutsche Fußballnationalmannschaft|Bundesrepublik Deutschland]]&lt;br /&gt;
 | COUNTRY2        =&amp;lt;!-- Herkunft der zweitgenannten Mannschaft (für Flagge) --&amp;gt; Germany&lt;br /&gt;
 | WINNER          =&amp;lt;!-- Sieger --&amp;gt; Deutschland&lt;br /&gt;
 | RESULT          =&amp;lt;!-- Ergebnis --&amp;gt; 3:1 (1:1)&lt;br /&gt;
 | DATE            =&amp;lt;!-- Datum --&amp;gt; 24. Juni 1958, 19:00 Uhr&lt;br /&gt;
 | CITY            =&amp;lt;!-- Austragungsort --&amp;gt; [[Göteborg]]&lt;br /&gt;
 | STADIUM         =&amp;lt;!-- Stadion --&amp;gt; [[Ullevi|Nya Ullevi]]&lt;br /&gt;
 | SPECTATORS      =&amp;lt;!-- Zuschauerzahl --&amp;gt; 49.471&lt;br /&gt;
 | REFEREE         =&amp;lt;!-- Schiedsrichter --&amp;gt; [[István Zsolt]]&lt;br /&gt;
 | REFEREE_COUNTRY =&amp;lt;!-- Herkunft des Schiedsrichters --&amp;gt; Ungarn&lt;br /&gt;
 | GOALS           = &amp;lt;!-- Tore --&amp;gt;0:1 Schäfer (23.)&amp;lt;/br&amp;gt;1:1 Skoglund (33.)&amp;lt;/br&amp;gt;2:1 Gren (81.)&amp;lt;/br&amp;gt;3:1 Hamrin (88.)&lt;br /&gt;
 | SENT_OFF        = &amp;lt;!-- Platzverweise --&amp;gt;Juskowiak (59.)&lt;br /&gt;
 | PLAYERS1        =&amp;lt;!-- Spieler der erstgenannten Mannschaft --&amp;gt; &lt;br /&gt;
 | COACH1          =&amp;lt;!-- Trainer der erstgenannten Mannschaft --&amp;gt; &lt;br /&gt;
 | PLAYERS2        =&amp;lt;!-- Spieler der zweitgenannten Mannschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
 | COACH2          =&amp;lt;!-- Trainer der zweitgenannten Mannschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übertragung ===&lt;br /&gt;
Obwohl die [[ARD]] neun der insgesamt 35 Spiele live im [[Fernsehen]] zeigte, konnte die Übertragung aller deutschen WM-Partien nicht gewährleistet werden, da die Live-Spiele von der FIFA bestimmt wurden. Dies führte dazu, dass die Sendeanstalt nur das zweite Halbfinalspiel zwischen Brasilien und Frankreich übertragen konnte. Zwar besaßen bereits 2,13 Millionen Haushalte in Deutschland zum Jahresende ein Fernsehgerät, Einschaltquoten wurden zu dieser Zeit allerdings noch nicht gemessen.&amp;lt;ref&amp;gt;Media Perspektiven 9/2006, [http://www.media-perspektiven.de/uploads/tx_mppublications/09-2006_Gerhard.pdf Die Fußball-WM als Fernsehevent]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Spiel zwischen Deutschland und Schweden wurde ausschließlich im [[Radio]]programm der ARD übertragen. Die Partie wurde in der ersten Halbzeit von [[Rudi Michel]], in der zweiten Halbzeit von [[Herbert Zimmermann (Reporter)|Herbert Zimmermann]] kommentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewertung ===&lt;br /&gt;
In der deutschen Öffentlichkeit sowie beim Deutschen Fußball Bund wurde aufgrund der Schiedsrichterleistung sowie der brutalen Spielweise des Gegners sehr schnell von einem ''„Skandalspiel“'' gesprochen, selbst neutrale Beobachter und Journalisten wie Horst Vetten konstatierten, dass ''„König Fußballs einfältigste Vasallen ein blamables Heckengefecht [kämpften]“''.&amp;lt;ref&amp;gt;Neue OZ online, [http://www.neue-oz.de/information/wm-2006/geschichte/1958.html 1958: Der Hass von Göteborg und die bösen Folgen]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Beteiligten bemühten sich hingegen um Zurückhaltung, so gratulierte Bundestrainer Herberger dem Gegner zum sportlichen Erfolg (''„Die schwedische Mannschaft ist eine erstklassige Elf und und hat verdient gewonnen“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www4.azol.de/cms_media/module_vv/4008_1_4zolt.pdf Istvan Zsolt – Der Mann der einen Krieg auslöste]&amp;lt;/ref&amp;gt;), Spieler wie Helmut Rahn beschrieben die Atmosphäre als nicht beeinflussend (''„Ich dachte nur an das Spiel, da konnte schreien und pfeifen, wer wollte.“''&amp;lt;ref&amp;gt;Süddeutsche online, [http://www.sueddeutsche.de/sport/weltfussball/artikel/992/78914/ Ein Tag in der Hölle von Göteborg]&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. [[Peco Bauwens]], aufgrund vorrausgegangener Vergleiche mit dem [[Drittes Reich|Dritten Reich]] als DFB-Präsident umstritten, sprach hingegen von ''„Volksverhetzung“'' und beteuerte ''„Nie mehr werden wir dieses Land betreten, nie mehr werden wir gegen Schweden spielen!“''.&amp;lt;ref&amp;gt;Meller Kreisblatt online, [http://www.meller-kreisblatt.de/information/reportage/14074373.html „Wir spielen nie mehr in Schweden“&amp;lt;/ref&amp;gt; Die schwedische Boulevardpresse antwortete mit ähnlich chauvinistischen Aussagen. Bauwens lehnte daraufhin die Einladung des Weltverbandes Fifa zum Endspiel Brasilien-Schweden ab und ließ die deutsche Mannschaft nach Hause fliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen ==&lt;br /&gt;
Schon während des Spiels kam es im und um das Stadion zu Handgreiflichkeiten zwischen schwedischen und deutschen Fußballanhängern, die schließlich sowohl in Deutschland auch als in Schweden zu einem Hass gegenüber Staatsangehöriger der anderen Nation ausarteten. Urlauber wurden in beiden Ländern in der Öffentlichkeit angepöbelt, der Kleinkrieg nahm schnell obskure Auswirkungen an, so fanden sich beispielsweise vor deutschen Lokalen und Bars Schilder mit der Aufschrift ''„Schweden unerwünscht“'', des Weiteren wurde die beliebte „Schwedenplatte“ von vielen deutschen Speisekarten gestrichen.&amp;lt;ref&amp;gt;rz-online, [http://rhein-zeitung.de/sport/wm98/history/1958.html&lt;br /&gt;
Fußball-WM-Historie: 1958]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das sportliche Verhältnis zwischen den beiden Ländern blieb in den nächsten Jahren angespannt, erst die deutschen Siege in der [[Fußball-Weltmeisterschaft 1966/Qualifikation|Qualifikation zur WM 1966]] in England, für die sich schließlich nur das DFB-Team qualifizieren konnte, sowie das 4:2 der Deutschen gegen Schweden in der zweite Finalrunde der [[Fußball-Weltmeisterschaft 1974|Weltmeisterschaft 1974]] beruhigten die Situation, da viele Deutsche Göteborg als „gerächt“ ansahen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vor dem WM-Achtelfinalspiel [[Fußball-Weltmeisterschaft 2006|2006]], in dem es erneut zum Aufeinandertreffen zwischen Deutschland und Schweden bei einem WM-Turnier kam, versuchten schwedische Medien den „Hass von Göteborg“ vor der Partie wieder aufleben zu lassen, größere  Auswirkungen blieben jedoch aus. &amp;lt;ref&amp;gt;Süddeutsche online, [http://www.sueddeutsche.de/sport/weltfussball/artikel/992/78914/ Ein Tag in der Hölle von Göteborg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Schweden bedeutete der Sieg gegen Deutschland die erste Finalteilnahme seit Bestehen der Fußball-Weltmeisterschaft, dort unterlag das Team jedoch den überragend spielenden [[Brasilianische Fußballnationalmannschaft|Brasilianern]] um Weltstar [[Pelé]] mit 2:5. Die deutsche Mannschaft trat im Spiel um den dritten Platz, auch bedingt durch die im Halbfinalspiel zugezogenen Verletzungen, mit einer auf sieben Positionen veränderten Mannschaft an und verlor gegen [[Französische Fußballnationalmannschaft|Frankreich]] mit 3:6. Der Kapitän Fritz Walter erholte sich zudem nie mehr von seiner Knöchelverletzung aus dem Halbfinale, sodass das Spiel gegen Schweden zugleich sein letztes im Trikot der deutschen Nationalmannschaft war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem WM-Halbfinale pfiff Schiedsrichter István Zsolt sieben Jahre lang kein Länderspiel mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.fussballdaten.de/wm/1958/endrunde/halbfinale/schweden-deutschland/ Das Spiel auf fussballdaten.de]&lt;br /&gt;
* ''Die große ARD WM-Chronik'', CD-Rom für Windows, United Soft Media Verlag, 1998, ISBN 3-8032-9211-5&lt;br /&gt;
* Esser, August H.: ''Die Fussball-Weltmeisterschaft 1958 in Schweden'', limpert, 1958&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußball-Weltmeisterschaft 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sport (Göteborg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Besonderes Fußballspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Fußballnationalmannschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>א</name></author>
		
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