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	<title>SV Kurhessen Kassel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in WikiWaldhof</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;1 Version&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:SV Kurhessen Kassel.png|right|100px|Wappen des SV Kurhessen Kassel]]&lt;br /&gt;
Der '''SV Kurhessen Kassel''' ist ein ehemaliger Fußballverein aus der nordhessischen Großstadt [[Kassel]]. Seine Ursprünge reichen bis ins Jahr 1893 zurück, die in diesem Jahr gegründeten Vereine ''FC Union'' und ''FC Hassia'' waren die ersten Fußballvereine der Stadt. Unter dem Namen '''Casseler FV 95''' bereits vor dem Ersten Weltkrieg überregional erfolgreich und unter anderem Teilnehmer an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft [[Deutsche Fußballmeisterschaft 1903/04|1903/04]], stellte der ab 1919 als ''SV Kurhessen'' antretende Verein in den 1920er Jahren die stärkste Mannschaft im nordhessischen Raum. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging der vormalige ''SV Kurhessen'' im Großverein ''SG Kassel Süd'' auf, aus dem kurze Zeit später der [[KSV Hessen Kassel]] entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Pionierzeit: Casseler FV (1893 bis 1918) ===&lt;br /&gt;
Die Wurzeln des ''SV Kurhessen'' reichen zurück bis in das Jahr 1893. Schüler, Studenten und Kaufleute gründeten am 3. Juli 1893 mit dem ''FC Union Cassel'' den ersten Fußballverein der Stadt und noch im selben Jahr entstand mit dem ''FC Hassia'' östlich der [[Fulda (Fluss)|Fulda]] am mittelalterlichen Hospital „Siechenhof“ (unweit des heutigen Sportplatzes des [[BC Sport Kassel|BC „Sport“]]) ein weiterer Verein. Beide Pioniervereine schlossen sich zwei Jahre später zum ''Casseler FV 95'' zusammen, der anschließend im [[Bettenhausen (Kassel)|Bettenhäusener]] „Forst“ ansässig wurde. Der ''CFV'' trug am 29. September 1895 sein erstes Spiel gegen eine auswärtige Mannschaft aus und bezog dabei gegen den [[FC Hanau 93|1. Hanauer FC 93]] eine herbe 1:9-Niederlage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ersten Jahren des Bestehens gab es in Ermangelung überregionaler Fußballverbände noch keinen geregelten Spielbetrieb, was sich mit dem Beitritt des ''Casseler FV 95'' zum Deutschen Fußball-Bund im Jahr 1903 änderte. Zu dieser Zeit erlebte die noch junge Sportart in Kassel einen ähnlichen Aufschwung wie die ortsansässige Industrie. Mit einem 2:2 landete der ''CFV 95'' noch im Jahr 1903 gegen den frischgebackenen ersten deutschen Meister [[VfB Leipzig]] in einem Freundschaftsspiel einen Achtungserfolg und im Jahr darauf durfte man als erster Meister des [[Verband Casseler Ballspielvereine|Verbands Casseler Ballspielvereine]] selbst an der Endrunde um die [[Deutsche Fußballmeisterschaft 1903/04]] teilnehmen, scheiterte hier aber schon in der ersten Runde am [[Eintracht Duisburg 1848|Duisburger Spielverein]]. Bis zum Ersten Weltkrieg blieb der Verein, der sich ab 1904 nach dem Zusammenschluss mit dem ''Casseler FV von 1897'' nur noch kurz ''Casseler FV'' nannte, das fußballerische Aushängeschild der Stadt. 1907 und 1910 erreichte die Mannschaft aus der Südstadt jeweils die Endrunde um die Westdeutsche Fußballmeisterschaft, blieb dort allerdings chancenlos. Mit [[Gustav Hensel]] stellte der ''Casseler FV'' einen Spieler der deutschen Nationalmannschaft in deren [[Fußballländerspiel Schweiz – Deutschland 1908|ersten offiziellen Länderspiel]] am 5. April 1908; es blieb allerdings bei diesem einen Einsatz. Im gleichen Jahr zog man vom Forst vor den Toren der Stadt an den Rand der [[Fuldaaue (Kassel)|Fuldaaue]], wo die neue Anlage mit einem Spiel gegen [[Hannover 96]] (4:3) eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Expansion und Erfolge als SV Kurhessen (1919 bis 1932) ===&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges fusionierte der ''Casseler FV'' im Jahr 1919 mit dem [[Schwerathletik]]-Klub ''Verein für Körperkultur'' (VfK) zum ''SV Kurhessen von 1893''. Unter dem Vorsitz von Carl Tölcke erweiterte der so entstandene Großverein, der im wohlhabenden Bürgertum verankert war, seine Anlage am Auerand im Jahr 1922 auf 66.000 Quadratmeter. Das im Jahr darauf fertiggestellte, repräsentative Sportgelände zählte nunmehr zu den größten in Westdeutschland. Es umfasste neben drei Spielfeldern – das Hauptfeld, der sogenannte „A-Platz“, hatte eine gedeckte Tribüne, seinerzeit noch eine Seltenheit, sowie eine Aschenbahn – eine Radrennbahn mit überhöhten Kurven sowie Tennisplätze. Das Wachstum des Vereines drückte sich auch darin aus, dass der ''SV Kurhessen'' 1925 eine stolze Mitgliederzahl von 2162 aufwies. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sportlich wurde die lokale Konkurrenz in den Nachkriegsjahren allerdings immer stärker, und 1921 platzierte sich der [[BC Sport Kassel|BC „Sport“]] in der Meisterschaftsrunde erstmals vor dem ''SV Kurhessen''. Und trotz einer starken Sturmreihe, aus der Nationalspieler [[Heinrich Weber (Fußballspieler)|„Heini“ Weber]] herausragte, hatte man Schwierigkeiten, die örtliche Führungsrolle gegen die „Sportler“ zu behaupten. In den Folgejahren wuchsen mit dem [[CSC 03 Kassel|CSC 03]], der im Umfeld der [[Henschel-Werke]] groß gewordenen [[Hermannia Kassel|Hermannia]] sowie dem Vorortverein [[Spielverein 06 Kassel|SV 06 Rothenditmold]] weitere spielstarke Mannschaften heran. Dennoch konnte sich der ''SV Kurhessen'' meist als Nummer Eins im lokalen Sportgau behaupten, stieß aber überregional ebenso regelmäßig an seine Grenzen, denn die westdeutsche Konkurrenz erwies sich als zu stark für die Nordhessen. 1925 etwa reichte es in der westdeutschen Endrunde lediglich zu einem Sieg (3:1 gegen die [[Sportfreunde Siegen]]) in fünf Spielen. Auch das kostspielige Engagement des ungarischen Berufstrainers [[Fritz Molnar]] brachte nicht den gewünschten Effekt und endete bereits nach sechs Monaten wieder. Den sportlichen Zenit dieser Phase erreichte der ''SV Kurhessen'' im Anschluss an die Spielzeit 1926/27. Nachdem man in den  Endspielen um die Bezirksmeisterschaft im dritten Spiel den ''Spielverein 06'' ausgeschaltet hatte, bestritt die Mannschaft in der Westdeutschen Meisterschaft nach einem 2:1 über [[Fortuna Düsseldorf]], einem 2:2 gegen den [[FC Schalke 04]] und einem weiteren 2:1-Sieg über den [[VfL Köln 1899|CfR Köln]] am 24. Februar 1927 ein Entscheidungsspiel um Platz 3, der zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschafs-Endrunde berechtigt hätte – und unterlag hier der Düsseldorfer Fortuna mit 2:3. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der erneuten – und, wie sich herausstellen sollte, auch letztmaligen – Qualifikation zur westdeutschen Endrunde 1928, in der der ''SV Kurhessen'' an den Vorjahreserfolg nicht anknüpfen konnte, wurde es allmählich still um den Verein von der Fuldaaue, im Kampf um die lokale Führungsrolle gaben nunmehr der ''CSC 03'', der ''BC „Sport“'' und der ''Spielverein 06'' den Ton an, gleichzeitig holten auch die Vereine aus Fulda, Hersfeld und Göttingen auf. Zwar war der ''SV Kurhessen'', nicht zuletzt aufgrund der modernen Sportanlage, mit 1500 Mitgliedern der weitaus größte Sportverein der Stadt, sportlich spielte man im regionalen Fußballgeschehen ab Beginn der 1930er Jahre aber nur noch eine Nebenrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelmaß in der Gauliga (1933 bis 1944) ===&lt;br /&gt;
Nachdem Nationalspieler „Heini“ Weber 1932 aufgrund von Kniebeschwerden seine Karriere beenden musste, reichte es für die Kurhessen 1933 gerade noch zur Qualifikation zur neu eingeführten obersten Spielklasse, der [[Gauliga Hessen]]. Dort schlug man sich mehr schlecht als recht durch. Am Ende der Spielzeit [[Gauliga Hessen 1934/35|1934/35]] etwa konnte der Klassenerhalt erst am letzten Spieltag durch ein 1:0 beim [[VfB Friedberg]] endgültig gesichert werden. Im Jahr darauf, im Anschluss an die Runde [[Gauliga Hessen 1935/36|1935/36]] musste der ''SV Kurhessen'' erstmals in seiner Vereinsgeschichte den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Zwei Jahre später kehrte die Mannschaft zwar in die Gauliga zurück, konnte aber anschließend nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen, obwohl mit Rolf Zimmer immerhin ein Anwärter auf die Nationalmannschaft zwischen den Pfosten stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immerhin konnte in den Kriegsjahren mit der Vizemeisterschaft in der [[Gauliga Kurhessen 1941/42]] noch ein weiterer Höhepunkt gesetzt werden, der zugleich der letzte in der Geschichte des ''SV Kurhessen'' bleiben sollte. Aufgrund der kriegsbedingten Umstände bildete man in der Runde [[Gauliga Kurhessen 1943/44|1943/44]] mit dem ''CSC 03'' eine [[Kriegsspielgemeinschaft]], anschließend kam der Spielbetrieb vollständig zum Erliegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der ''SV Kurhessen'' wie alle anderen Vereine durch die Alliierten formell aufgelöst. In der Stadt Kassel wurden zunächst nur vier Stadtteilvereine zugelassen, unter deren Dach sich die Mitglieder der Vorkriegsvereine zusammenfanden. So entstand mit der ''SG Kassel Süd'' ein Großverein, dem sich auch die ehemaligen ''Kurhessen''-Mitglieder anschlossen. Dieser wurde 1946 in ''VfL Kassel'' umbenannt. 1947 schließlich fusionierte man mit dem Nachfolger des [[VfL TuRa Kassel|VfL TuRa]], dem ''Kasseler SV'', zum [[KSV Hessen Kassel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hardy Grüne: ''Legendäre Fußballvereine. Hessen''. Agon Sportverlag, Kassel 2005, ISBN 3-89784-244-0, S. 42–43&lt;br /&gt;
* Hardy Grüne, Christian Karn: ''Das große Buch der deutschen Fußballvereine''. Agon Sportverlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-89784-362-2, S. 259&lt;br /&gt;
* ''Kasseler Sportverein Hessen e.V. 40 Jahre. 1945-1985'' (Festschrift). Kasseler Sportverein Hessen e.V. (Hrsg.), Kassel 1985, hier insbesondere S. 26/27 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger deutscher Fußballverein|Kassel, Sv Kurhessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballverein aus Hessen|Kassel, Sv Kurhessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein (Kassel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sport (Kassel)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stefansvw</name></author>
		
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