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	<title>Henri Guérin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in WikiWaldhof</subtitle>
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		<id>https://www.wikiwaldhof.org/index.php?title=Henri_Gu%C3%A9rin&amp;diff=43840&amp;oldid=prev</id>
		<title>Demonax: tippo</title>
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		<updated>2008-05-03T19:21:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tippo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Fußballer Henri Guérin; für weitere Träger dieses Namens siehe [[Henri Guérin (Begriffsklärung)]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Henri Guérin''' (* [[27. August]] [[1921]] in [[Montmirail (Marne)|Montmirail]], Département [[Marne (Département)|Marne]]; † [[2. April]] [[1995]] in [[Saint-Coulomb]], Département [[Ille-et-Vilaine]]) war ein [[Fußball in Frankreich|französischer Fußballspieler]] und [[Fußballtrainer|-trainer]]; von 1962 bis 1966 trainierte er [[Französische Fußballnationalmannschaft|Frankreichs Nationalmannschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spielerkarriere ==&lt;br /&gt;
=== Im Verein ===&lt;br /&gt;
Henri Guérin kam mit sieben Jahren in die [[Bretagne|bretonische]] Heimat seiner Mutter. Anfangs erwarb er sich sportliche Meriten eher als [[Leichtathlet]] denn als Fußballspieler, obwohl er bei ''Tour d'Auvergne'', einem Verein aus der [[Fußball in Frankreich#Verbandsvielfalt statt -einheit|katholischen Sportbewegung FSGP]] in [[Rennes]], beide Sportarten betrieb: während [[Zweiter Weltkrieg|Weltkrieg]] und [[Westfeldzug 1940#Frankreich nach dem Waffenstillstand|deutscher Besetzung Frankreichs]] wurde er Bretagne-Meister über [[100-Meter-Lauf|100&amp;amp;nbsp;m]] (Bestzeit: 11,1 Sekunden) und im [[Weitsprung]], in dem er 1942 mit 6,85&amp;amp;nbsp;m auch einen bretonischen Rekord aufstellte.&amp;lt;ref&amp;gt;Cadiou, S.&amp;amp;nbsp;230&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Fußballsaison 1943/44, als in der französischen [[Ligue 1|Division&amp;amp;nbsp;1]] regionale Auswahlmannschaften anstelle von Vereinsteams antraten, spielte er in der ''Équipe fédérale Rennes-Bretagne'' bzw. anschließend noch einige Monate für [[Drapeau Fougères]], ehe er nach Rennes zurückkehrte und bei [[Stade Rennes|Stade Rennais Université Club]] Profi wurde. Guérin war ein konditionell starker und kämpferischer, technisch zwar nicht sonderlich begabter, dafür aber mit einer guten Spielübersicht ausgestatteter [[Abwehrspieler|Verteidiger]], der 1948 erstmals in die A-Nationalmannschaft berufen wurde ''(siehe [[#In der Nationalmannschaft|unten]])''.&amp;lt;ref&amp;gt;Chaumier, S.&amp;amp;nbsp;148&amp;lt;/ref&amp;gt; In den sechs Jahren bei Rennes waren zwar keine Titel zu gewinnen, aber immerhin reichte es dort zu einem 4. (1948/49) und einem 5. Rang (1945/46) in der höchsten Spielklasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951 wechselte er zum [[Paris|Hauptstadt]]klub [[Stade Français (Fußball)|Stade Français]], mit dem er ein Jahr später als [[Ligue 2|Zweitliga]]meister in die Division&amp;amp;nbsp;1 zurückkehrte, und 1953 zur [[AS Aix]] –&amp;amp;nbsp;wiederum in die Division&amp;amp;nbsp;2&amp;amp;nbsp;–, wo er auf [[Jean Prouff]] traf, mit dem er schon in Rennes und bei der Nationalelf zusammengespielt hatte. Von 1955 bis 1961 arbeitete Henri Guérin als [[Spielertrainer]] bei Stade Rennes UC, der anfangs zwischen Erst- und Zweitklassigkeit pendelte (Aufstiege 1956 und 1958, Abstieg 1957).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stationen ====&lt;br /&gt;
* Tour d'Auvergne de Rennes (bis 1943)&lt;br /&gt;
* Équipe fédérale Rennes-Bretagne (1943/44)&lt;br /&gt;
* Drapeau de Fougères (1944)&lt;br /&gt;
* Stade Rennais Université Club (1945-1951)&lt;br /&gt;
* Stade Français Paris (1951-1953, 1951/52 in D2)&lt;br /&gt;
* Association Sportive Aixoise (1953-1955, in D2)&lt;br /&gt;
* Stade Rennais UC (1955-1961, als Spielertrainer; 1955/56 und 1957/58 in D2)&lt;br /&gt;
Ab 1948 135 Spiele und 4 Tore (davon 106/3 für Rennes) in der höchsten Spielklasse;&amp;lt;ref&amp;gt;Daten aus Stéphane Boisson/Raoul Vian: ''Il était une fois le Championnat de France de Football. Tous les joueurs de la première division de 1948/49 à 2003/04.'' Neofoot, Saint-Thibault o.J.&amp;lt;/ref&amp;gt; für die vorangehenden Jahre liegen keine vollständigen Zahlen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In der Nationalmannschaft ===&lt;br /&gt;
Schon 1942 spielte er für die Auswahlelf des katholischen Sportverbands FSGP international gegen Portugal, zudem in der [[Bretonische Fußballauswahl|bretonischen Auswahlmannschaft]] um die ''Coupe des Provinces de France''. &lt;br /&gt;
Von Oktober 1948 bis Juni 1949 wurde Henri Guérin auch zu drei A-Länderspielen für die [[Französische Fußballnationalmannschaft|Équipe tricolore]] berufen; im Anschluss an eine 1:5-Niederlage gegen [[Spanische Fußballnationalmannschaft|Spanien]], nach der der von Guérin sehr geschätzte Verbands-Sélectionneur ''(siehe unten)'' [[Gabriel Hanot]] zurücktrat, erklärte auch der Verteidiger das Ende seiner Tätigkeit im blauen Nationaltrikot.&amp;lt;ref&amp;gt;Cadiou, S.&amp;amp;nbsp;230&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Trainer ==&lt;br /&gt;
Nach der Zeit als Spielertrainer bei Stade Rennes trat Henri Guérin 1961 die Stelle als Trainer beim Erstdivisionär [[AS Saint-Étienne]] an. In der [[Französischer Fußballmeister|Meisterschaft]] lief es nicht gut für die ''Verts'', dafür im [[Französischer Fußballpokal|Pokal]] umso besser: am Saisonende musste die ASSE absteigen, konnte sich aber nach einem 1:0-Finalerfolg über den [[FC Nancy]] in die Siegerliste der ''Coupe de France'' eintragen. Guérin erlebte diese gegensätzlichen „Saisonhöhepunkte“ aber nur noch aus der Ferne, weil er Ende März 1962 vorzeitig entlassen worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde daraufhin im Juli 1962 vom [[Fédération Française de Football|Fußballverband (FFF)]] als Nachfolger von [[Albert Batteux]] in das Amt des Nationaltrainers berufen, der bis 1964 allerdings nur für die körperliche Fitness der Spieler zuständig war&amp;amp;nbsp;– Spielerauswahl und Mannschaftsaufstellung unterlag einem oder mehreren ''Sélectionneurs'', und deren „starker Mann“ hieß zu jener Zeit [[Georges Verriest]]. Nach einigen gelungenen Auftritten, etwa dem 1:1 und 5:2 gegen [[Englische Fußballnationalmannschaft|England]] (Qualifikation zur [[Fußball-Europameisterschaft 1964|EM 1964]]) sowie Achtungserfolgen wie dem 2:2 bei der [[Deutsche Fußballnationalmannschaft|westdeutschen]] (1962) und dem 0:0 bei der [[Spanische Fußballnationalmannschaft|spanischen Nationalelf]] (1963), bedeutete das Scheitern gegen [[Ungarische Fußballnationalmannschaft|Ungarn]] im EM-Viertelfinale einen ersten Rückschlag für Guérin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Trainer legte er –&amp;amp;nbsp;sicherlich aus seiner eigenen, früheren Rolle als Spieler verständlich&amp;amp;nbsp;– viel Wert auf körperliche Robustheit seiner Spieler, und er stellte die Mannschaften eher defensiv ein. Andererseits hat er das durchaus offensiv ausgerichtete [[Taktik (Fußball)#Die historischen Spielsysteme|4-2-4-System]] bei den ''Bleus'' eingeführt, das sich Mitte der 1960er Jahre bei den meisten der international erfolgreichen Vereins- und Auswahlteams durchsetzte. Im Juli 1964 –&amp;amp;nbsp;nach dem EM-Misserfolg schaffte die FFF das Auswahlkomitee ab&amp;amp;nbsp;– wurde er der erste allein verantwortliche Nationaltrainer Frankreichs –&amp;amp;nbsp;anfangs noch unter der Doppelbezeichnung ''Sélectionneur-Entraîneur''&amp;amp;nbsp;–, und in dieser Rolle führte Henri Guérin die ''Équipe tricolore'' nach Erfolgen über [[Luxemburgische Fußballnationalmannschaft|Luxemburg]], [[Norwegische Fußballnationalmannschaft|Norwegen]] und insbesondere den Angstgegner [[Jugoslawische Fußballnationalmannschaft|Jugoslawien]] zur [[Fußball-Weltmeisterschaft 1966|WM-Endrunde 1966]]. Dort allerdings erlebte seine Elf ein Fiasko: zwei Tore und ein mageres Pünktchen (gegen [[Mexikanische Fußballnationalmannschaft|Mexiko]]) in drei Begegnungen bedeuteten den letzten Platz in der Vorrundengruppe, wozu beigetragen hatte, dass Guérin ''„zwischen den unvereinbaren Systemvorschlägen seiner beiden Cotrainer [[Lucien Jasseron|Jasseron]] und [[Robert Domergue|Domergue]] hin- und herschwankte“''.&amp;lt;ref&amp;gt;Delaunay/de Ryswick/Cornu, S.&amp;amp;nbsp;258&amp;lt;/ref&amp;gt; Sowohl aus [[Fußball-Weltmeisterschaft 1966/Frankreich|Spielerkreisen]] als auch in der heimischen Sportpresse wurde dem Trainer eine zu defensive Auf- und Einstellung, die sich am [[Catenaccio]] orientierte, vorgeworfen;&amp;lt;ref&amp;gt;Cadiou, S.&amp;amp;nbsp;231; Chaumier, S.&amp;amp;nbsp;148; L'Équipe/Ejnès, S.&amp;amp;nbsp;115&amp;lt;/ref&amp;gt; dass er beispielsweise einen kreativen Kopf wie [[Lucien Muller]] ([[FC Barcelona]]) nicht eine einzige Minute einsetzte und [[Robert Budzynski]], der beim [[FC Nantes]] die hintere Viererkette auf einer Linie organsierte, als zusätzliche Sicherung hinter der Abwehr spielen ließ, stieß auf verbreitetes Unverständnis. Mittelfeldspieler [[Robert Herbin]] ([[AS Saint-Étienne]]) wurde mit den Worten zitiert: ''„Im Verein spielen wir nicht diese Betontaktik, sondern schießen Tore.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[[l'Équipe]] vom 22. Juli 1966, faksimiliert in L'Équipe/Ejnès, S.&amp;amp;nbsp;117&amp;lt;/ref&amp;gt; Als der Nationaltrainer nicht von selbst zurücktrat, ersetzte die FFF ihn im September 1966 interimistisch durch ein erfolgreiches Vereinstrainerduo, [[Jean Snella]] von der AS Saint-Étienne und [[José Arribas]] vom FC Nantes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henri Guérin trainierte in der Folgezeit die Jugendnationalelf (''Espoirs'') und wurde 1970 Mitglied der ''Direction Technique Nationale'' (DTN), eines neu geschaffenen Verbandsgremiums. In dieser Funktion erwarb er sich große Verdienste um die Nachwuchsförderung, indem er ein Verfahren zur systematischen Sichtung und Ausbildung talentierter Jugendlicher aufbaute; die gesamte „Generation [[Michel Platini|Platini]]“ ging aus dieser institutionalisierten und in Kooperation mit den Profiklubs organisierten Spielerförderung hervor, deren Trainingslager Guérin persönlich leitete.&amp;lt;ref&amp;gt;Cadiou, S.&amp;amp;nbsp;232&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zur [[Fußball-Weltmeisterschaft 1986|WM 1986]] gehörte der Bretone als Mitglied der DTN auch stets zu den französischen Delegationen bei Länderspielen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Seinen anschließenden Ruhestand verlebte er in Saint-Coulomb nahe Rennes, wo er im Alter von 73 Jahren verstarb. Das Leistungszentrum des bretonischen Fußballverbands LBF in [[Ploufragan]] bei [[Saint-Brieuc]] trägt heute den Namen von Henri Guérin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Georges Cadiou: ''Les grands noms du football breton.'' Alan Sutton, Saint-Cyr-sur-Loire 2006 ISBN 2-84910-424-8&lt;br /&gt;
*Denis Chaumier: ''Les Bleus. Tous les joueurs de l'équipe de France de 1904 à nos jours.'' Larousse, o.O. 2004 ISBN 2-03-505420-6&lt;br /&gt;
*Pierre Delaunay/Jacques de Ryswick/Jean Cornu: ''100 ans de football en France.'' Atlas, Paris 1982, 1983² ISBN 2-7312-0108-8&lt;br /&gt;
*L'Équipe/Gérard Ejnès: ''La belle histoire. L'équipe de France de football.'' L'Équipe, Issy-les-Moulineaux 2004 ISBN 2-951-96053-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.fff.fr/servfff/historique/selectionneur.php?id=GUERIN Datenblatt mit Foto auf der Seite der FFF]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Trainer der französischen Fußballnationalmannschaft}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Guérin, Henri&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Fußballspieler und -trainer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. August 1921&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Montmirail (Marne)|Montmirail]], Département [[Marne (Département)|Marne]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. April 1995&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Saint-Coulomb]], Département [[Ille-et-Vilaine]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Guerin, Henri}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballtrainer (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1995]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Henri Guérin]]&lt;br /&gt;
[[fr:Henri Guérin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Demonax</name></author>
		
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