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	<title>Harald Stender - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in WikiWaldhof</subtitle>
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		<id>https://www.wikiwaldhof.org/index.php?title=Harald_Stender&amp;diff=97929&amp;oldid=prev</id>
		<title>Stefansvw am 2. August 2011 um 12:52 Uhr</title>
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		<updated>2011-08-02T12:52:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Harald Stender gemeinfrei.jpg|thumb|rechts|Harald Stender (1940er Jahre)]]&lt;br /&gt;
'''Harald Stender''' (* [[18. Dezember]] [[1924]] in Altona/Elbe; † [[1. August]] [[2011]] in Hamburg) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Fußball]]spieler. Mit insgesamt 336 Punktspielen zwischen 1947 und 1960 ist er der Spieler mit den zweitmeisten Einsätzen in der damals erstklassigen [[Fußball-Oberliga Nord]], die er alle für den [[FC St. Pauli]] bestritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Ein Altonaer Jung’ auf St. Pauli ===&lt;br /&gt;
Harald Stender war erst acht Jahre alt, als sein Vater ihn am 1. April 1933 nicht etwa beim großen Verein seiner damals noch selbständigen Geburtsstadt, dem [[Altonaer FC von 1893]], oder dem annähernd gleichstarken [[Union 03 Altona]], sondern beim hamburgischen [[FC St. Pauli]] anmeldete&amp;amp;nbsp;– dessen Spielstätte gegenüber dem [[Heiligengeistfeld]] lag nur einen kräftigen Steinwurf von der Altonaer Wohnung der Familie entfernt. In St. Paulis Jugend entwickelte er sich zu einem kampfstarken, ausdauernden [[Außenläufer (Fußball)|rechten Läufer]], der zudem viel für den Spielaufbau tat und später auch auf [[Stürmer (Fußball)|Halbrechts]] eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die unmittelbare Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] verhinderte, dass Stender sich schon vor 1945 ins Blickfeld spielte. Aber unmittelbar nach der Befreiung konnte in [[Hamburg]] der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden, obwohl die Stadt aufgrund der [[Operation Gomorrha|Fliegerangriffe]] noch in Schutt und Asche lag. Und gleich in der Saison 1945/46 belegte der FC St. Pauli in der Stadtliga Hamburg den zweiten Platz, der zur Teilnahme an der Meisterschaft der [[Britische Besatzungszone|britischen Besatzungszone]] berechtigte, worauf der Verein dann allerdings verzichtete. Von der fußballerischen Stärke her wäre dieser Verzicht nicht erforderlich gewesen, denn bereits 1945 verzeichnete der Verein einen Zustrom leistungsstarker Spieler wie [[Helmut Schön]], [[Heiner Schaffer]], [[Fritz Machate]], [[Walter Dzur]] vom [[Dresdner SC]], [[Heinz Hempel]], [[Hans Appel]], [[Willi Thiele]] und [[Heinz Lehmann (Fußballspieler)|„Tute“ Lehmann]] aus Berlin sowie [[Josef Famula]] aus Schlesien. Sie alle kamen,&amp;lt;ref&amp;gt;Und manche von ihnen blieben lange, wie bspw. Walter Dzur, der bis zu seinem Tod 1999 in der [[Hamburg-Neustadt|Hamburger Neustadt]] lebte.&amp;lt;/ref&amp;gt; weil der Vater des Ur-Paulianers [[Karl Miller]] eine [[Schlachterei]] besaß, wo die Spieler regelmäßig durchgefüttert wurden&amp;amp;nbsp;– ''„Alle Kraft kam aus Millers Wurstkessel“'', wie Chronist [[Jan Feddersen]] formuliert.&amp;lt;ref&amp;gt;Prüß, S.&amp;amp;nbsp;48&amp;lt;/ref&amp;gt; Ansonsten reiste die Mannschaft durch die britische Zone und spielte überall, wo ihr [[Naturalien]] dafür geboten wurden. Harald Stender war einer von nur drei Hamburgern, die sich in diesem Kreis von Nationalspielern und deutschen Meistern behaupten konnten, der schnell die Bezeichnung „Wundermannschaft“ erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946/47 beendete der FC die Saison als Stadtligameister, was ihn für die im Sommer 1947 anlaufende Oberliga Nord qualifizierte, und nahm diesmal auch an der [[Zonenmeisterschaft]] teil. Nach Siegen über den [[STV Horst-Emscher]] (3:1 in Hamburg) und [[Borussia Dortmund]] (2:2 n.V. in Gladbeck, 1:0 in Braunschweig) hieß der Endspielgegner ausgerechnet [[Hamburger SV]]. In den Stadtligaspielen hatte St. Pauli noch die Oberhand behalten (3:2 und 2:2),&amp;lt;ref&amp;gt;Hohmann/DSFS, S.&amp;amp;nbsp;12&amp;lt;/ref&amp;gt; aber am 13. Juni 1947 sahen 37.000 Zuschauer an der [[Stadion Hoheluft|Hoheluft]] eine ganz starke Elf vom [[Hamburg-Rotherbaum|Rothenbaum]], die die Mannen um Harald Stender mit 6:1 deklassierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
St. Pauli spielte in folgender Aufstellung: ''Thiele – Miller, Hempel – Stender, Dzur, Appel – Lehmann, Machate, Famula, Schaffer, Michael''.&amp;lt;ref&amp;gt;Prüß, S.&amp;amp;nbsp;195&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Oberliga-Jahre ===&lt;br /&gt;
==== 1947–1951: Jedes Jahr um die Deutsche Meisterschaft ====&lt;br /&gt;
In der Saison 1947/48 nahm die Oberliga Nord den Spielbetrieb mit zunächst nur zwölf Vereinen auf; am Ende standen mit St. Pauli und dem HSV zwei Hamburger Teams punktgleich an der Spitze. Beide Vereine qualifizierten sich dadurch für die Teilnahme an der Endrunde zur [[Deutsche Fußballmeisterschaft|deutschen Meisterschaft]], Nordmeister wurde allerdings der HSV durch ein 2:1 im Entscheidungsspiel, da das Torverhältnis seinerzeit noch nicht zählte. Für Harald Stender brachte die Endrunde die ersten beiden Einsätze auf diesem höchsten deutschen Niveau; nach einem 7:0 bei [[1. FC Union Berlin|Union Oberschöneweide]] unterlag der FC im Mannheimer Halbfinale dem [[1. FC Nürnberg]] nach Verlängerung mit 2:3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948/49 ergab sich annähernd die gleiche Situation: das Entscheidungsspiel um die Oberligameisterschaft verlor St. Pauli diesmal mit 3:5 gegen den HSV, musste deshalb sogar Qualifikationsspiele austragen, um an der deutschen Endrunde teilnehmen zu können (4:1 gegen [[Rot-Weiss Essen|RW Essen]], 1:1 n.V. und 2:0 gegen [[FC Bayern München|Bayern München]]) und scheiterte dann am [[1. FC Kaiserslautern]] (1:1 n.V. und 1:4). Auch in den folgenden beiden Jahren gewann Harald Stender jeweils die Nord-Vizemeisterschaft, schied aber in der Endrunde um die „Deutsche“ vorzeitig aus: 1949/50 nach einem 4:0 über [[TuS Koblenz|TuS Neuendorf]] mit 1:2 gegen die [[SpVgg Greuther Fürth|SpVgg Fürth]], 1950/51 –&amp;amp;nbsp;die Endrunde wurde erstmals in zwei Gruppen ausgetragen&amp;amp;nbsp;– belegte St. Pauli hinter Kaiserslautern, [[FC Schalke 04|Schalke 04]] und Fürth nur den vierten Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht der Mannschaft veränderte sich langsam, weil ein Teil der „Wunderelf“-Mitglieder auf die 40 zuging oder den Verein wieder verlassen hatte; Harald Stender wuchs in eine Führungsrolle hinein und leitete neue, jüngere Spieler wie [[Alfred Boller|Fred Boller]], [[Harry Wunstorf]] und [[Otmar Sommerfeld]] auf dem Spielfeld an. Seine konstante Leistung blieb auch dem Bundestrainer [[Sepp Herberger]] nicht verborgen, der den Paulianer daraufhin im Winter 1950/51 zu einem [[Deutsche Fußballnationalmannschaft|Nationalmannschaft]]slehrgang einlud. Kurz danach folgte eine der schwärzesten Stunden in Harald Stenders Leben: im Februar 1951 prallte er mit [[Werder Bremen|Bremen]]s Torhüter [[Dragomir Ilic]] zusammen und schlug mit dem Kopf auf den gefrorenen Boden auf. Von dem doppelten [[Schädelbasisbruch]] genas er überraschend schnell –&amp;amp;nbsp;wenn auch nicht schnell genug: das 5:0 am Millerntor gegen den HSV erlebte er nur als einer von 30.000 Zuschauern&amp;lt;ref&amp;gt;Prüß, S.&amp;amp;nbsp;55&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;amp;nbsp;–, stand knapp drei Monate später wieder in der Oberligaelf,&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW191&amp;quot;&amp;gt;Meyer/Stahl/Wetzner, S.&amp;amp;nbsp;291&amp;lt;/ref&amp;gt; aber vom Bundestrainer hörte er danach nichts mehr. Dem FC St. Pauli war er dafür umso wichtiger: der hatte ihm die Möglichkeit vermittelt, eine Tankstelle an der [[Stresemannstraße]] nahe seinem Elternhaus und damit auch nahe am Stadion (das noch nicht das erst 1963 eingeweihte [[Millerntor-Stadion]] war) zu pachten, was eine in der frühen [[Wirtschaftswunder]]zeit beliebte Methode darstellte, Spieler durch diese zusätzliche Einnahmequelle von Abwanderungsgelüsten abzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 1951–1960: In einer nur noch mittelmäßigen Elf ====&lt;br /&gt;
1952 als Dritter und 1953 als Neunter der Oberliga hatte der FC St. Pauli mit dem Kampf um die Teilnahme an der Meisterschaftsendrunde wenig zu tun. Aber 1954 wurde die Mannschaft, in der Harald Stender inzwischen die Kapitänsbinde trug, Zweiter hinter [[Hannover 96]]&amp;amp;nbsp;– doch Stender wurde um eine weitere Teilnahme an der Endrunde der [[Deutsche Fußballmeisterschaft|deutschen Meisterschaft]] gebracht, weil sich in dieser Saison wegen der früh beginnenden [[Fußball-Weltmeisterschaft 1954|WM in der Schweiz]] ausnahmsweise nur die Oberligameister dafür qualifizierten. In den folgenden sechs Spielzeiten schnitt seine Elf nie mehr besser als auf Rang Vier ab, und 1959/60 stand bis auf Trainer Heinz Hempel und Torwart Wunstorf eine neue Generation neben Stender auf dem Platz,&amp;lt;ref&amp;gt;Martens, S.&amp;amp;nbsp;78&amp;lt;/ref&amp;gt; von der sich insbesondere [[Horst Haecks]], [[Peter Osterhoff|„Oschi“ Osterhoff]] und [[Ingo Porges]] einen guten Namen machen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem 2:0 gegen [[Eintracht Osnabrück]] am 24. April 1960 verabschiedete sich die „Seele vom Millerntor“&amp;lt;ref&amp;gt;Knieriem/Grüne, S.&amp;amp;nbsp;377&amp;lt;/ref&amp;gt; nach 336 Oberligapartien –&amp;amp;nbsp;auf mehr Einsätze hat es nur [[Otmar Sommerfeld]] gebracht, der acht Jahre mit Harald Stender in einer Mannschaft spielte&amp;amp;nbsp;– und 22 Torerfolgen aus der Vertragsspielerelf. In den zurückliegenden 15 Jahren hatte er nahezu 500 Begegnungen in der „Ersten“ absolviert, darunter auch 15 Endrundenspiele um die Deutsche Meisterschaft (ein Tor) und zusätzlich drei Begegnungen mit der Norddeutschen (NFV-)Auswahl,&amp;lt;ref&amp;gt;Jankowski/Pistorius/Prüß, S.&amp;amp;nbsp;372&amp;lt;/ref&amp;gt; womit er immer noch St. Paulis Rekordspieler aller Zeiten ist. Angeblich war das ''„dem Verein nicht mal einen Blumenstrauß wert“''.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW191&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben nach der aktiven Zeit ==&lt;br /&gt;
Harald Stender spielte noch bis 1994 in der Altligaelf des FC St. Pauli; 2003 wurde er für seine 70-jährige Vereinsmitgliedschaft geehrt. Seine Tankstelle existiert längst nicht mehr, und er selbst lebte bis zu seinem Tod im Hamburger Norden, weit entfernt von der Grenzgegend zwischen Altona und St. Pauli, in der sich ein Großteil seines Lebens abspielte. Das hinderte ihn nicht daran, noch als Ehrenratsvorsitzender eines anderen Traditionsvereins, von [[Union 03 Altona|Union 03]], zu wirken,&amp;lt;ref name=&amp;quot;MSW191&amp;quot; /&amp;gt; auf dessen Sportplatz heute die Amateure des FC St. Pauli ihre Heimspiele austragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ralf Hohmann/[[Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken|Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken e.V.]]: ''Fußball in Hamburg 1945 bis 1963. Alle Ligen, alle Tabellen, alle Ergebnisse.'' AGON, Kassel 2007, ISBN 978-3-89784-333-2.&lt;br /&gt;
* Bernd Jankowski, Harald Pistorius, Jens R. Prüß: ''Fußball im Norden. 100 Jahre Norddeutscher Fußball-Verband.'' Eigenverlag, Peine 2005 ISBN 3-89784-270-X&lt;br /&gt;
* Lorenz Knieriem, Hardy Grüne: ''Spielerlexikon 1890–1963.'' AGON, Kassel o. J. (2006) ISBN 3-89784-148-7&lt;br /&gt;
* René Martens: ''Wunder gibt es immer wieder. Die Geschichte des FC St. Pauli.'' Die Werkstatt, Göttingen 2002 ISBN 3-89533-375-1&lt;br /&gt;
* Andreas Meyer, Volker Stahl, Uwe Wetzner: ''Fußball-Lexikon Hamburg.'' Die Werkstatt, Göttingen 2007 ISBN 978-3-89533-477-1&lt;br /&gt;
* Jens R. Prüß (Hrsg.): ''Spundflasche mit Flachpasskorken. Die Geschichte der Oberliga Nord 1947–1963.'' Klartext, Essen 1991 ISBN 3-88474-463-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Referenzen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;references-small&amp;quot; style=&amp;quot;-moz-column-count:2; column-count:2;&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;references /&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stender, Harald}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportler (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1924]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2011]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stender, Harald&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Fußballspieler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Dezember 1924&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bezirk Altona|Altona/Elbe]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM= 1. August 2011&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stefansvw</name></author>
		
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