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	<title>Fußballkultur - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in WikiWaldhof</subtitle>
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		<id>https://www.wikiwaldhof.org/index.php?title=Fu%C3%9Fballkultur&amp;diff=52508&amp;oldid=prev</id>
		<title>Albrecht Conz: /* Weblinks */  Linkfix</title>
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		<updated>2008-05-06T22:23:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;‎&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt;  Linkfix&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als '''Fußballkultur''' wird sowohl die intellektuelle, oft [[Feuilleton|feuilletonistische]] Beschäftigung mit Fußball bezeichnet, wie auch, [[Kulturwissenschaften|kulturwissenschaftlich]] geprägt, kulturelle Phänomene, die mit Fußball und Fanwesen in Verbindung stehen, seien es Rituale, [[Fangesang|Fangesänge]], [[Fußballlied|Popsongs]], [[Fußball-Fotografie|Fußballfotografie]], [[Fußballfilm|Fußballfilme]] oder [[Fußballliteratur|Fußballliteratur]]. Die Fußballkultur kann der [[Popkultur]] zugeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fußball wurde lange Zeit von Vertretern einer elitären [[Hochkultur (Soziologie)|Hochkultur]] als primitiver Zeitvertreib der Ungebildeten belächelt oder auch &amp;quot;von unten&amp;quot; aus politischen Gründen  kritisiert, z.B. als [[Brot und Spiele]], das heißt als banaler Zeitvertreib, der Unterprivilegierte von politischem Engagement ablenke. Auch die (oft linken) politischen Schriftsteller der 1920er Jahre, von denen sich nicht wenige mit Sport beschäftigten, und die häufig [[Sujet|Sujets]] aus dem Sport in ihre Werke einbauten, bevorzugten wie [[Bertolt Brecht|Brecht]] oder [[Walter Mehring]] den Box- und Radsport.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Entstehung der Fußballkultur setzte in den 1980er Jahren ein, als einerseits Kulturschaffende, Linke und in der Folge Journalisten damit begannen, Fußball als ein Phänomen jenseits platter Ideologien, jenseits banaler Sportberichterstattung in seiner ganzen alltäglichen Vielfalt zu entdecken und, wie auch in der Musik, unabhängige Fußball-[[Fanzine|Fanzines]] entstanden. Zum Durchbruch in Deutschland verhalfen der Fußballkultur u.a. der Schriftsteller [[Ror Wolf]] mit seinen Fußballtexten, Autoren der [[Neue Frankfurter Schule|Neuen Frankfurter Schule]], Poptheoretiker aus dem Umfeld der Zeitschrift ''[[Spex (Zeitschrift)|Spex]]'' sowie der Journalist [[Helmut Böttiger]]. Den endgültigen Durchbruch in den Mainstream bedeutete der Roman ''[[Fever Pitch]]'' von [[Nick Hornby]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergründe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Aufkommen von Pop- wie auch Fußballkultur als intellektuelles Phänomen wird immer wieder mit dem Niedergang des Politischen in Zusammenhang gebracht. Da Links und Rechts die Welt nicht mehr erklären konnten, versuchte man hier, wie schon [[Roland Barthes]] und andere es vorgeführt hatten, aus kleinen Dingen, dem Alltäglichen, Banalen, Erklärungen für die Welt zu ziehen. Typisch hierfür die Analyse von [[Klaus Theweleit]] (2004): &amp;quot;Wo ist der Zusammenhang zwischen 50% Wahlbeteiligung und 100% Fußballgequassel? (...) mit dem Einreißen der Berliner Mauer und dem Untergang der alten Ostblockgesellschaften [wurde] vielen Menschen hier ein geistiges Betätigungsfeld oder auch theoretisches Spielfeld genommen (...), das, aus welchen merkwürdigen Gründen auch immer, durch eine ungeheure Menge öffentlichen Fußballs ersetzt wird. (...) Er stopft offensichtlich gewisse Löcher. Die unübersehbare Intellektualisierung der Fußballzuwendung würde für diese These sprechen. Kannten sich die Leute vor drei Jahrzehnten noch bestens in den diversen chinesischen Wegen zur Revolution aus, kommentieren sie heute versiert die Verschiebungen der fußballerischen Gemengelage. Zidane wäre dann so etwas wie der aktualisierte Lenin, ein unverfänglicherer zumal. Die Diskussion über Pressing und Verschieben wären die Diskussionen des &amp;quot;richtigen Moments&amp;quot; des richtigen politischen Handelns. (Während man die Politiker ihren Murks, an dem man doch nichts ändern kann, machen lässt.)&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Autoren wie [[Christoph Biermann]] und [[Dirk Schümer]] haben die intellektuelle Beschäftigung mit Fußball seit einiger Zeit auch in Qualitätszeitungen wie der ''[[Süddeutsche Zeitung|Süddeutschen]]'' und der ''[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]'' durchgesetzt. Führende Theoretiker wie Klaus Theweleit beschäftigen sich mit dem Phänomen, und im Fahrwasser des Erfolgs der Zeitschriften ''[[Der tödliche Pass]]'' und  ''[[11 Freunde]]'' sind weitere Fußballmagazine &amp;quot;mit Anspruch&amp;quot; gegründet worden. Auch in Film, Literatur, selbst im Theater ist es inzwischen gang und gäbe, sich ernsthaft mit Fußball zu beschäftigen - ebenso im akademischen Betrieb. Umstritten ist dabei, gerade auch in der Fanszene, in wie weit diese kulturelle Wende der Beschäftigung mit Fußball nicht auch zu einer [[Gentrifizierung]] des Sports führt, einer Entwicklung, die einher geht mit auf andere Zielgruppen zielenden, erhöhten Eintrittspreisen in den Stadien, die Fans aus einkommensarmen Schichten aus den Stadien verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2004 gibt es als Forum für Beschäftigung mit Fragen der Verbindungslinien zwischen Fußball und Kultur die [[Deutsche Akademie für Fußball-Kultur]] mit Sitz in Nürnberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Helmut Böttiger: ''Kein Mann, kein Schuß, kein Tor.'' München, C.H.Beck 1993&lt;br /&gt;
* Dirk Schümer: ''Gott ist rund. Die Kultur des Fußballs.'' Berlin, Berlin Verlag 1996&lt;br /&gt;
* Klaus Theweleit: ''Tor zur Welt. Fußball als Realitätsmodell.'' Köln, Kiepenheuer &amp;amp; Witsch 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.11freunde.de/ Homepage von ''11 Freunde'']&lt;br /&gt;
* [http://fussball-kultur.org/v01/de/pub/index.html Deutsche Akademie für Fußballkultur]&lt;br /&gt;
* [http://www.fussball-landschaft.de/ fussball-landschaft.de] Platz für Fußballkultur&lt;br /&gt;
* [http://www.boell.de/alt/de/04_thema/4306.html Bernd Herrmann: ''Die Kirsche im Dorf lassen'']&lt;br /&gt;
* [http://www.freitag.de/2006/23/06231101.php Matthias Dell: ''Der Held kickt heute demokratisch'']&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußball]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Subkultur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[da:Fodboldkultur]]&lt;br /&gt;
[[en:Association football culture]]&lt;br /&gt;
[[es:Cultura futbolística]]&lt;br /&gt;
[[fr:Culture du football]]&lt;br /&gt;
[[he:תרבות כדורגל]]&lt;br /&gt;
[[ja:サッカー文化]]&lt;br /&gt;
[[ru:Футбольная культура]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Albrecht Conz</name></author>
		
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